Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  6. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  7. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  8. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  9. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  10. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  13. R.I.P. Dolly Parton
  14. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  15. Erzdiözese Mexiko will angemessenes Begräbnis für abgetriebene und nach der Geburt gestorbene Babys

"Ich rufe alle Menschen guten Willens auf, das Vermächtnis von Johannes Paul II. nicht zu zerstören"

10. März 2023 in Aktuelles, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vorsitzender der Polnischen Bischofskonferenz, Gądecki, bezeichnet die Versuche, den Papst aus Polen, seine Person und sein Werk unter dem Deckmantel der Sorge um Wahrheit und Güte zu diskreditieren, als "schockierend".


Krakau (kath.net/Polnische Bischofskonferenz) "Ich rufe alle Menschen guten Willens auf, das Gemeingut, das das Vermächtnis von Johannes Paul II. zweifellos darstellt, nicht zu zerstören. Die Polen sollten sich des Segens erinnern, den die göttliche Vorsehung uns durch diesen Papst geschenkt hat". Das schrieb der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanisław Gądecki, in einer Erklärung im Zusammenhang mit Veröffentlichungen zum Metropoliten von Krakau, Kardinal Karol Wojtyła.

Der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz betonte, dass der heilige Johannes Paul II. einer der herausragendsten Päpste und einer der großartigsten Polen gewesen sei. „Der Papst aus Polen war und bleibt ein moralischer Bezugspunkt, ein Lehrer des Glaubens und ein Fürsprecher im Himmel“ für Millionen von Polen, bemerkte er. „Vor diesem Hintergrund schockieren die Versuche, seine Person und sein Werk unter dem Deckmantel der Sorge um Wahrheit und Güte zu diskreditieren“, fügte er hinzu.

Der Vorsitzende des Episkopats betonte, dass „die Autoren dieser diskreditierenden Stimmen Karol Wojtyła in einer voreingenommenen, oft ahistorischen Art und Weise beurteilen, ohne den Kontext zu kennen. Dabei betrachten sie die von den Sicherheitsdiensten erstellten Unterlagen unkritisch als glaubwürdige Quellen“. Er fügte hinzu, dass sie dabei „die vorhandenen Berichte und Bearbeitungen, die seine Worte und Taten verlässlich belegen, nicht berücksichtigt haben“.

Erzbischof Gądecki betonte, dass die Kirche seit der Entscheidung von Johannes Paul II. „entschlossene Anstrengungen unternommen hat, Strukturen aufzubauen und klare Verfahren zu entwickeln, um Kindern und Jugendlichen Sicherheit zu gewährleisten, die Sexualstraftäter angemessen zu bestrafen und vor allem die Geschädigten zu unterstützen“.


Er fügte hinzu, dass die Verteidigung der Heiligkeit und Größe von Johannes Paul II. nicht bedeute, dass er keine Fehler gemacht haben dürfe. „Ein Seelsorger der Kirche in der Zeit zu sein, in der Europa zwischen dem Westen und dem Sowjetblock geteilt war, bedeutete, sich stets schwierigen Herausforderungen stellen zu müssen. Man muss sich auch dessen bewusst sein, dass zur damaligen Zeit, nicht nur in Polen, andere Gesetze galten als heute, es ein anderes gesellschaftliches Bewusstsein gab und andere Methoden zur Lösung von Problemen üblich waren“ – erinnerte er.

„Ich rufe also alle Menschen guten Willens auf, das Gemeingut, das das Vermächtnis von Johannes Paul II. zweifellos darstellt, nicht zu zerstören. Die Polen sollten sich des Segens erinnern, den die göttliche Vorsehung uns durch diesen Papst geschenkt hat” – appellierte der Vorsitzende.

kath.net dokumentiert die Erklärung des Vorsitzenden der Polnischen Bischofskonferenz im Zusammenhang mit den Veröffentlichungen zum Metropoliten von Krakau, Kardinal Karol Wojtyła, in voller Länge:

Der heilige Johannes Paul II. war einer der herausragendsten Päpste und einer der großartigsten Polen. Seine päpstlichen Predigten, apostolischen Besuche und diplomatischen Bemühungen haben zum geistlichen Wachstum Millionen von Menschen auf der ganzen Welt beigetragen. Für sie war und bleibt der Papst aus Polen ein moralischer Bezugspunkt, ein Lehrer des Glaubens und ein Fürsprecher im Himmel.

Vor diesem Hintergrund schockieren die Versuche, seine Person und sein Werk unter dem Deckmantel der Sorge um Wahrheit und Güte zu diskreditieren. Die Autoren dieser diskreditierenden Stimmen beurteilen Karol Wojtyła in einer voreingenommenen, oft ahistorischen Art und Weise, ohne den Kontext zu kennen. Dabei betrachten sie die von den Sicherheitsdiensten erstellten Unterlagen unkritisch als glaubwürdige Quellen. Sie berücksichtigen nicht die vorhandenen Berichte und Bearbeitungen, die seine Worte und Taten verlässlich belegen. Die Mitglieder des Ständigen Rates der Polnischen Bischofskonferenz haben schon einmal (am 18. November 2022) betont, dass der mediale Angriff auf Kardinal Karol Wojtyła und danach auf den polnischen Papst und sein Pontifikat tiefer liegende Gründe hat.

Ich möchte an dieser Stelle all jenen meinen herzlichen Dank aussprechen, die in jüngster Zeit das Vermächtnis und die Person des heiligen Johannes Paul II. verteidigen, der u.a. zur Befreiung Polens und anderer Länder vom sowjetischen Kommunismus beigetragen hat.

Denn seit der Entscheidung von Johannes Paul II. hat die Kirche entschlossene Anstrengungen unternommen, Strukturen aufzubauen und klare Verfahren zu entwickeln, um Kindern und Jugendlichen Sicherheit zu gewährleisten, die Sexualstraftäter angemessen zu bestrafen und vor allem die Geschädigten zu unterstützen. Mit der Herausgabe der Schrift Sacramentorum sanctitatis tutela für die gesamte Kirche, in der die sexuelle Schädigung eines Kindes als eines der schwersten Verbrechen anerkannt wird, verpflichtete Johannes Paul II. alle Episkopate der Welt, genaue Normen für den Umgang mit solchen Fällen einzuführen. Das war eine in jeder Hinsicht beispiellose und bahnbrechende Entscheidung.

Die Verteidigung der Heiligkeit und Größe von Johannes Paul II. bedeutet natürlich nicht, dass er keine Fehler gemacht haben durfte. Ein Seelsorger der Kirche in der Zeit zu sein, in der Europa zwischen dem Westen und dem Sowjetblock geteilt war, bedeutete, sich stets schwierigen Herausforderungen stellen zu müssen. Man muss sich auch dessen bewusst sein, dass zur damaligen Zeit, nicht nur in Polen, andere Gesetze galten als heute, es ein anderes gesellschaftliches Bewusstsein gab und andere Methoden zur Lösung von Problemen üblich waren.

Ich rufe also alle Menschen guten Willens auf, das Gemeingut, das das Vermächtnis von Johannes Paul II. zweifellos darstellt, nicht zu zerstören. Die Polen sollten sich des Segens erinnern, den die göttliche Vorsehung uns durch diesen Papst geschenkt hat.

Warschau, 9. März 2023

Erzbischof Stanisław Gądecki
Metropolit von Poznań
Vorsitzender der Polnischen Bischofskonferenz


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  3. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  4. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  5. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  6. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  7. Irland: 30 Prozent Rückgang bei katholischen Taufen in zehn Jahren
  8. Ein Wunder der Vorsehung
  9. Die Krise des Bischofsamtes
  10. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  11. US-Regierung leitet 2 Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen um
  12. Slowakei und Polen planen gemeinsamen Johannes-Paul-II.-Pilgerweg
  13. „Wenn ich mich nicht täusche, gibt es in der Geschichte keine vergleichbare Institution“
  14. USA: Priester-Boom und Neueröffnung eines Philipp-Neri-Seminars in Kansas
  15. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz