Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  5. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  6. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  7. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  11. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf

Kardinal Müller kritisiert Vatikan für Schweigen zu Zen in China

1. September 2022 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Emeritierter Kurienkardinal gegenüber Zeitung "Il Messaggero": Niemand hat "das sehr ernste Problem unseres Bruders Zen" bei Kardinalsversammlung angesprochen


Rom (kath.net/KAP) Kardinal Gerhard Ludwig Müller hat den Vatikan scharf für sein Schweigen zur Causa Zen kritisiert. Kardinal Joseph Zen Ze-kiun (Archivfoto), früherer Bischof von Hongkong, nahm an der vergangenen Kardinalsversammlung nicht teil. Nach einer Verhaftung sollen seine Dokumente eingezogen worden sein. Nun wartet er auf seinen Prozess Mitte September. Niemand habe "das sehr ernste Problem unseres Bruders Zen" beim Treffen der Kardinäle angesprochen, so der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller gegenüber der Zeitung "Il Messaggero" (Donnerstag). Weder der Dekan des Kardinalskollegiums, noch Staatssekretär Parolin, noch der Papst. Es habe kein Dokument der Solidarität, keine Gebetsinitiative für ihn gegeben.


Er glaube, es gebe auf Seiten des Heiligen Stuhls politische Gründe, die solche Initiativen verhindern, so Müller weiter. Zudem sei seiner Meinung nach, "die Angst, sich bei einem solchen Thema, das mit den Beziehungen zu China zu tun hat, einzumischen, offensichtlich". Er hoffe jedoch, dass Zen nicht "im Stich gelassen" wird. Er selbst habe aus Mangel an Gelegenheit bei der Versammlung nicht persönlich die Initiative ergreifen können, erklärte der Kardinal. Es habe zwar einen Austausch zwischen einigen gegeben, die verfügbare Zeit sei aber zu knapp gewesen.

Der 90-jährige Zen zählt zu den kirchenpolitisch prägenden katholischen Kirchenvertretern Asiens. Über seine Amtszeit hinaus gehört der Ordensmann der Salesianer Don Boscos zu den prominenten Kritikern der chinesischen Regierung und ihrer Religionspolitik, zuletzt zunehmend auch des Vatikan und seiner China-Politik.

Im Mai war er mit anderen Demokratieaktivisten festgenommen und angeklagt worden. Die ursprüngliche Anklage von "Zusammenarbeit mit ausländischen Mächten", die laut Sicherheitsgesetz ein Straftatbestand ist, wurde inzwischen reduziert auf den Vorwurf, eine Stiftung zur juristischen Hilfe für verhaftete Demokratieaktivisten nicht ordnungsgemäß registriert zu haben. Der Vatikan hatte sich über die Festnahme "sehr überrascht und besorgt" gezeigt. Der Prozess beginnt am 19. September.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  2. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  3. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  4. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben
  5. Britische Regierung will ein Verbot für katholische Premierminister aufheben
  6. Tantum ergo Sacramentum
  7. Stift Heiligenkreuz unter neuer Leitung
  8. '40 Tage für das Leben' in Wien
  9. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes
  10. Fünf Jahre seit der Seligsprechung von Kardinal Wyszyński: „Wer hasst, hat schon verloren“
  11. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  12. Papst feiert Namenstag: Feiertag im Vatikan
  13. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf
  14. Vatikan wirbt für Religionsdialog - Eine Islamfeindlichkeit im Westen?
  15. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz