Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  2. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  3. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  4. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  7. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  8. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  9. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  10. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  11. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  12. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  13. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  14. 'Nicht mehr zeitgemäß': Katholischer Kindergarten aus Österreicht streicht Muttertagsgedichte
  15. Bericht des US-Justizministeriums: Regierung Biden hat traditionelle Christen intensiv durchleuchtet

Egal wo Du stehst, Gott zählt auf uns. Er braucht dich!

18. März 2022 in Jugend, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


So wie wir eine Verletzung am eigenen Leib unmittelbar spüren, so spürt auch Gott unseren Schmerz, unsere Ängste, Sorgen und Nöte unmittelbar - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Zimmermann


Salzburg (kath.net)

Ich stell mir vor, dass Jesus jetzt gerade neben mir sitzt und mir beim Schreiben zusieht. Er legt seinen Kopf zur Seite und stützt ihn mit der Hand am Tisch ab. Dabei lächelt er. Er mag es, wenn ich schreibe. Ich mag das auch. Und ich frage ihn: „Was soll ich heute schreiben? Was brennt dir auf dem Herzen?“ In meiner Vorstellung werden Jesus Augen bei dieser Frage traurig und ich spüre den Schmerz der Welt in seinem Herzen. „Liebt einander.“

Was ich in den letzten Tagen ganz neu erkennen durfte ist, wie innig Gott mit uns verbunden ist. Wir können uns nicht einmal den kleinen Zeh stoßen, ohne es zu merken. So können auch in der Welt nicht Krieg, Hass und Ungerechtigkeit toben, ohne dass der Himmel schreit und weint. So wie wir eine Verletzung am eigenen Leib unmittelbar spüren, so spürt auch Gott unseren Schmerz, unsere Ängste, Sorgen und Nöte unmittelbar.


Ich bin überzeugt davon, würde Gott dem Menschen den freien Willen nehmen, hätte all das Leid schlagartig ein Ende. Aber er hat kein Interesse an einer Herrschaft über Marionetten. Und er kommt auch nicht wie „Superman“ vom Himmel herab, um die Welt zu retten. Wenn man die Bibel liest, zeigt sich eines um das andere Mal, dass Gott durch uns Menschen, lieben, retten, siegen und befreien will. Auch Jesus hat nicht alles selbst gemacht, sondern hat seine Jünger ausgesendet, damit sie in seinem Namen Wunder wirken und das Evangelium verkünden. Offensichtlich will Gott nicht, dass wir nur zusehen und staunen und nicken und kuschen, sondern dass wir Seite an Seite mit ihm kämpfen.

In meinem Alltag sieht das konkret so aus: Ich kann meinem Mann selbstmitleidig die kalte Schulter zeigen oder mich noch einmal umdrehen und ihn umarmen. Ich kann meine Werte so wichtig nehmen, dass alle die ihnen nicht entsprechen, automatisch zum Feind werden oder ich bleibe liebevoll und gelassen und lasse auch einmal fünf gerade sein. Ich kann noch eine halbe Stunde im Internet surfen oder mich hinknien und für meine Brüder und Schwestern da draußen beten. Ich kann mich in meine Sorgen und Ängste versteigen und alle um mich herum panisch machen oder ich entscheide mich, Gott zu vertrauen und die Hoffnung nicht aufzugeben.

Jeder steht woanders. Manche vielleicht buchstäblich an der Front, manche vielleicht am Wickeltisch oder im Großraumbüro. Egal wo, Gott zählt auf uns. Er braucht dich. Er braucht mich. Es sind nicht nur die großen Dinge, sondern die unzählig vielen kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Oft mache ich es wie oben beschrieben. Ich stell mir Jesus vor. Ich stell mir vor, wie er mich ansieht und frage mich, was mir sein Blick und seine Haltung sagen. Ich frage mich, was er genau jetzt, in diesem Moment, tun und sagen würde. Und dann tu ich es auf meine Art. Denn das habe ich gelernt, Gott will meine Stimme hören. Er will durch mich hindurch strahlen. Er will durch mich hindurch lieben. Er will durch mich hindurch in dieser Welt sein. Er, der Gott mit uns.

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  2. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  3. Brennt dein Herz noch für Gott?
  4. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  5. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  6. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  7. Gnade in jedem Augenblick
  8. Die Sehnsucht Christi nach dir
  9. Gerufen, das Blut Christi zu lieben
  10. Große Veränderung beginnt von kleinen Fortschritten






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Schisma auf leisen Sohlen
  4. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  5. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  6. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  7. Kennen Sie schon das Martinshorn-Gebet?
  8. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  9. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  10. Kardinal Müller: Geld war bei Papstwahl nicht entscheidend
  11. Der blinde Fleck: Wieviel Epstein steckt in uns?
  12. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  13. Erste Enzyklika von Papst Leo XIV. wird Mitte Mai erwartet
  14. Festnahme nach Angriff auf Nonne in Jerusalem
  15. Bericht des US-Justizministeriums: Regierung Biden hat traditionelle Christen intensiv durchleuchtet

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz