Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  5. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  6. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  9. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  10. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  11. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  12. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  13. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  14. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  15. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“

'Einige sähen mich lieber tot'

22. September 2021 in Aktuelles, 44 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst verteidigte die jüngst verhängte Einschränkung der Alten Messe und lehnt rückwärtsgewandtes Denken ab


Vatikanstadt  (kath.net/KAP) Papst Franziskus lehnt rückwärtsgewandtes Denken ab und hält an seinem Kurs fest. "Darunter leiden wir heute in der Kirche: die Ideologie der Rückwärtsgewandtheit. Es ist eine Ideologie, die die Köpfe kolonisiert", zitierte die Jesuiten-Zeitschrift "Civilta Cattolica" am Montag aus einem Gespräch des Papstes mit Jesuiten auf seiner Slowakei-Reise vergangene Woche. Er glaube fest daran, dass Gott die Gesellschaft auffordere, frei zu sein und vorwärts zu gehen "in Einsicht und Gehorsam". Der Weg der Strenge und des Klerikalismus sei indes von Perversionen geprägt. Er sehe ein, dass das Leben, vor allem die Freiheit beängstigend seien, insbesondere in einer Welt, "die so sehr von Süchten und Virtualität geprägt ist", so der 84-Jährige weiter. Auch der Umgang mit neuen pastoralen Erfahrungen könne Angst machen.


Er denke dabei an die Familiensynode und die Arbeit, die geleistet wurde, um den Menschen klar zu machen, dass Paare, die eine zweite Ehe eingehen, nicht zur Hölle verdammt sind. "Es macht uns Angst, Menschen mit sexueller Vielfalt zu begleiten", so Franziskus. Gender-Ideologie "gefährlich" Kritisch sieht der Papst indes abstrakte Ideologien; für gar "gefährlich" hält er die Gender-Ideologie. Diese sei in Bezug auf das konkrete Leben abstrakt, "so als ob eine Person abstrakt nach Belieben entscheiden könnte, ob und wann sie ein Mann oder eine Frau sein will", kritisierte Franziskus. Das habe jedoch nichts mit dem Thema Homosexualität zu tun. Homosexuelle Paare könne man natürlich in ihrem Glaubensleben seelsorglich begleiten. Der Papst erlebt nach eigenem Bekunden auch unter Klerikern Widerstand.

"Manchmal verliere ich die Geduld, vor allem wenn sie urteilen, ohne in einen echten Dialog einzutreten", sagte Franziskus. Er gehe dennoch weiter seinen Weg, "ohne in ihre Welt der Ideen und Fantasien einzutreten". Ausdrücklich verteidigte er dabei die jüngst verhängte Einschränkung der Alten Messe. Hierzu habe er weltweit Bischöfe befragt. "Ich lebe noch" Mit Blick auf seine schwere Darm-OP Anfang Juli sagte der Papst lakonisch: "Ich lebe noch. Obwohl mich einige lieber tot sähen. Ich weiß, dass es sogar Treffen unter Prälaten gab, die dachten, dem Papst gehe es schlechter, als gesagt werde." Die bereiteten schon ein Konklave vor. "Geduld, Gott sei Dank geht es mir gut." Er selbst habe sich gar nicht operieren lassen wollen. Es sei ein Krankenpfleger gewesen, der ihn überzeugt habe. "Manchmal verstehen Pflegekräfte eine Situation besser als Ärzte, den sie stehen direkt im Kontakt mit den Patienten", so der Papst.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Erzdiözese Mexiko will angemessenes Begräbnis für abgetriebene und nach der Geburt gestorbene Babys
  3. Verhaftung nach Großbrand einer historisch wertvollen Holzkirche in Kanada
  4. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  5. YouTube-Philosoph Joe Schmid: „Ich spüre eine Art magnetische Anziehungskraft des Katholizismus“
  6. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  7. R.I.P. Dolly Parton
  8. 'Ich möchte meinem Vater im Himmel danken'
  9. Die US-Diözese Salt-Lake-City verzeichnet jedes Jahr hunderte neue Mitglieder
  10. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  11. Kiewer Großerzbischof Schewtschuk: "Wir bitten um Solidarität"
  12. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  13. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  14. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  15. Jerusalemer Patriarch will zwischen Putin und Selenskyj vermitteln

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz