Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  3. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  13. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  14. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  15. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf

'Einige sähen mich lieber tot'

22. September 2021 in Aktuelles, 44 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst verteidigte die jüngst verhängte Einschränkung der Alten Messe und lehnt rückwärtsgewandtes Denken ab


Vatikanstadt  (kath.net/KAP) Papst Franziskus lehnt rückwärtsgewandtes Denken ab und hält an seinem Kurs fest. "Darunter leiden wir heute in der Kirche: die Ideologie der Rückwärtsgewandtheit. Es ist eine Ideologie, die die Köpfe kolonisiert", zitierte die Jesuiten-Zeitschrift "Civilta Cattolica" am Montag aus einem Gespräch des Papstes mit Jesuiten auf seiner Slowakei-Reise vergangene Woche. Er glaube fest daran, dass Gott die Gesellschaft auffordere, frei zu sein und vorwärts zu gehen "in Einsicht und Gehorsam". Der Weg der Strenge und des Klerikalismus sei indes von Perversionen geprägt. Er sehe ein, dass das Leben, vor allem die Freiheit beängstigend seien, insbesondere in einer Welt, "die so sehr von Süchten und Virtualität geprägt ist", so der 84-Jährige weiter. Auch der Umgang mit neuen pastoralen Erfahrungen könne Angst machen.


Er denke dabei an die Familiensynode und die Arbeit, die geleistet wurde, um den Menschen klar zu machen, dass Paare, die eine zweite Ehe eingehen, nicht zur Hölle verdammt sind. "Es macht uns Angst, Menschen mit sexueller Vielfalt zu begleiten", so Franziskus. Gender-Ideologie "gefährlich" Kritisch sieht der Papst indes abstrakte Ideologien; für gar "gefährlich" hält er die Gender-Ideologie. Diese sei in Bezug auf das konkrete Leben abstrakt, "so als ob eine Person abstrakt nach Belieben entscheiden könnte, ob und wann sie ein Mann oder eine Frau sein will", kritisierte Franziskus. Das habe jedoch nichts mit dem Thema Homosexualität zu tun. Homosexuelle Paare könne man natürlich in ihrem Glaubensleben seelsorglich begleiten. Der Papst erlebt nach eigenem Bekunden auch unter Klerikern Widerstand.

"Manchmal verliere ich die Geduld, vor allem wenn sie urteilen, ohne in einen echten Dialog einzutreten", sagte Franziskus. Er gehe dennoch weiter seinen Weg, "ohne in ihre Welt der Ideen und Fantasien einzutreten". Ausdrücklich verteidigte er dabei die jüngst verhängte Einschränkung der Alten Messe. Hierzu habe er weltweit Bischöfe befragt. "Ich lebe noch" Mit Blick auf seine schwere Darm-OP Anfang Juli sagte der Papst lakonisch: "Ich lebe noch. Obwohl mich einige lieber tot sähen. Ich weiß, dass es sogar Treffen unter Prälaten gab, die dachten, dem Papst gehe es schlechter, als gesagt werde." Die bereiteten schon ein Konklave vor. "Geduld, Gott sei Dank geht es mir gut." Er selbst habe sich gar nicht operieren lassen wollen. Es sei ein Krankenpfleger gewesen, der ihn überzeugt habe. "Manchmal verstehen Pflegekräfte eine Situation besser als Ärzte, den sie stehen direkt im Kontakt mit den Patienten", so der Papst.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  3. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  4. Drei katholische Bischöfe werden am Marsch für das Leben teilnehmen
  5. Archäologen ‚absolut‘ sicher: Bethsaida gefunden
  6. Vatikan erinnert neue Missionsbischöfe: „Liturgie ist nicht unser eigenes Werk“
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. YouTube-Kanal der Erzdiözese Łódź wurde ohne Wissen oder Zustimmung der Administratoren entfernt
  9. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  10. Die Würde des Menschen ist unverfügbar
  11. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  12. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  13. 'Schweigen angesichts des Bösen ist selbst Böses'
  14. „Die fünfsaitige Lyra der Pentarchie neu zum Klingen bringen“
  15. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz