Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  5. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  6. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  7. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  8. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  9. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  10. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  12. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  13. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  14. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!
  15. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“

Kardinal Bo: Eucharistie ist auch Schrei nach Gerechtigkeit

9. September 2021 in Spirituelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof von Yangon plädiert bei Internationalem Eucharistischen Kongress in Budapest für Suche nach "globaler Eucharistie der gemeinsamen Ressourcen" - Aufruf zum Gebet für Menschen in Myanmar


Budapest (kath.net/KAP) Kardinal Charles Bo aus Myanmar hat den aktuellen Eucharistischen Weltkongress der Katholischen Kirche in Budapest als starkes Zeugnis für einen lebendigen und pulsierenden Glauben gewürdigt. "Unsere Sprachen mögen unterschiedlich sein. Aber wir sind geeint in der Botschaft Jesu", sagte der Erzbischof von Yangon am Mittwoch vor den im Messezentrum der ungarischen Hauptstadt versammelten internationalen Teilnehmern des einwöchigen kirchlichen Großereignisses. Bo erinnerte an Herausforderungen durch Armut, Covid-Pandemie oder Konflikte wie in seinem Heimatland. "Ich bin fest davon überzeugt, dass dieser Kongress der Ausgangspunkt für eine weltweite Heilung ist", so der Kardinal und Vorsitzende der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen (FABC).

Bo betonte die Bedeutung des Sakraments der Eucharistie für die Gläubigen. Die Auswirkungen des Coronavirus etwa hätten viele Menschen ihrer sonntäglichen Kommunion als "Quelle und Höhepunkt des geistlichen Lebens" beraubt. Das kirchliche Verständnis der Eucharistie reicht laut dem Kardinal aber über diesen Punkt hinaus. Im Sinne der Verbindung von eucharistischer Frömmigkeit und karitativem Wirken brauche es eine "globale Eucharistie der gemeinsamen Ressourcen, der wirtschaftlichen und ökologischen Gerechtigkeit - eine Welt, in der Gottes Gerechtigkeit siegt", sagte Bo. Die Eucharistie sei "ein prophetischer Schrei, der von Millionen Altären ausgeht: ein Schrei nach Gerechtigkeit, nach einem Krieg gegen Armut, gegen Hunger, gegen die Unterdrückung der Schwachen".


In seiner Katechese hob Bo die insbesondere Bedeutung von Geduld als Lebenskraft und die Eucharistie als das "Sakrament der göttlichen Geduld" hervor. "Wer Geduld hat, verwandelt jede Herausforderung in eine lebensverändernde Chance", sagte der Kardinal. Geduld sei zudem "der einzige Weg, wie diese Welt in Frieden leben kann", verwies Bo auf historische Entwicklungen, in denen "ungestüme, impulsive, ungeduldige Führer die Welt in die Katastrophe geführt haben".

Myanmar braucht Heilung

Der 72-jährige Kardinal Bo ist seit 2003 Erzbischof in der myanmarischen Metropole Yangon. In seinen Worten in Budapest bat er erneut um Gebet für das Volk von Myanmar, das in den vergangenen Monaten mit "Konflikten, Covid, dem Zusammenbruch des Landes und Klimakatastrophen" konfrontiert gewesen sei. Auch die Katholiken im Land hätten sehr gelitten, "Kirchen wurden angegriffen", sagte der Kardinal. "Viele unserer Leute sind Flüchtlinge in unserem eigenen Land." Die Katholische Kirche in Myanmar versuche die Menschen "in ihren Tränen und ihrer Zerrissenheit" zu begleiten. "Unsere Nation braucht Heilung", betonte der Erzbischof von Yangon.

Myanmar ist ein mehrheitlich buddhistisches Land. Radikale buddhistische Mönche betreiben seit Jahren eine Hasskampagne gegen die muslimische Minderheit, die im Sommer 2017 in der gewaltsamen Vertreibung von 750.000 Rohingya nach Bangladesch gipfelte.
Seit dem Militärputsch vom 1. Februar führt die Junta zudem einen Krieg gegen die bewaffneten Milizen ethnischer Minderheiten, von dem vor allem die Unionsstaaten Kayah, Karen, Kachin und Chin betroffen sind, in denen zwischen 40 und 80 Prozent der Bevölkerung Christen sind. Im Frühjahr waren dabei auch mehrere Kirchen von Artilleriefeuer getroffen worden.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ADIOS!
  4. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  5. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  6. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  7. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  10. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  11. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  12. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  13. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  14. Maria 1.0: Immer wieder Deutschland - „Deutsch-Synodale“ Reformatoren schaffen Realität
  15. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz