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Kurienkardinal: Familienseelsorge ist vielerorts noch veraltet

14. März 2021 in Familie, 6 Lesermeinungen
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Beginnendes "Amoris laetitia"-Familienjahr der Kirche soll "weiteren Schwung geben".


Rom (kath.net/ KAP)

Katholische Seelsorge wird nach Ansicht eines leitenden Kurienkardinals vielerorts den veränderten Herausforderungen und der Lebenslage von Paaren und Familien nicht mehr gerecht. Auch um diese Herausforderungen weltweit bewusster zu machen, rufe der Papst zu einem Jahr der Familie ab dem 19. März auf, sagte der Leiter der Vatikanbehörde für Ehe, Familien, Leben, Kardinal Kevin Farrell, der Zeitschrift "Famiglia Cristiana" (aktuelle Ausgabe).

Familien erlebten seit Jahrzehnten "eine Phase großer Herausforderungen und Schwierigkeiten", so Farrell. Seiner Ansicht nach schwächt zunehmender Individualismus familiäre Bindungen und macht es für junge Menschen schwierig, den wesentlichen Unterschied zwischen Ehe als rechtlicher wie sakramentale Institution und bloßem Zusammenleben zu verstehen. Die von Franziskus einberufenen Familiensynoden 2014 und 2015 sowie sein Schreiben "Amoris laetitia" hätten die Dringlichkeit dieser Herausforderungen deutlich gemacht.


Insbesondere in Europa und Nordamerika sei eine größere Rezeption von "Amoris laetitia" leider durch die Diskussion um das achte Kapitel, in dem es unter anderem um Scheidung geht, bisher verhindert worden. Auch aus diesem Grund habe der Papst nun ein "Amoris laetitia"-Familienjahr ausgerufen. Dieses könne der dringend erforderlichen "Erneuerung der Seelsorge weiteren Schwung geben".

Eine erneute Lektüre des umfangreichen Textes biete Hinweise zu Strategien und Vorschlägen zu viel mehr Themen. Dazu gehören laut Farrell die Bedeutung der Ehe, Kindererziehung, Krankheit, Armut, Behinderung, Gewalt in der Familie, Abhängigkeit, Einsamkeit. Als besonders dringliche Aufgabe von Familienpastoral nannte der Kardinal Vorbereitung und Begleitung junger Ehepaare sowie die Beteiligung von Familien und Paaren in der Seelsorge selbst.

Das von Franziskus ausgerufene Ehe- und Familien-Jahr beginnt am 19. März mit einem Online-Symposium, bei dem auch Franziskus sprechen will. Es endet im Juni 2022 beim Weltfamilientreffen in Rom. Das Aktionsjahr soll die Anliegen des nachsynodalen Papstschreibens zu Ehe und Familie fünf Jahre nach dem Erscheinen erneut ins Bewusstsein heben.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Konrad Georg 15. März 2021 
 

Ein vernünftiges Weltbild fängt mit Genesis an

Nur wegen der Fortpflanzung gibt es zwei Geschlechter.
Nur wegen der Kinder ist das Drumherum so wichtig.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet. (Funktioniert am besten bei Enthaltsamkeit.) Solange ist man wirklich frei.


3
 
 mphc 15. März 2021 

@Paddel

100% Zustimmung!
Wo gibt es sonst eine Familienpastoral?
Das fängt schon mit einer realistischen Ehevorbereitung an.
Auch verliebte Paare reden meist nicht darüber, wie sie sch z.B. die Kindererziehung vorstellen. Bei der Schönstatt-Ehevorbereitung praktiziert das Paar solche Gespräche. Erfolg der Ehevorbereitung kann auch heißen, dass ein Paar sich trennt, weil es merkt, sie passen nicht zueinander. Damit ersparen sie sich viele Enttäuschungen und vielleicht sogar eine Scheidung!


7
 
 Smaragdos 15. März 2021 
 

Amoris Laetitia Family Year ?

- mit freundlichen Grüssen von Kardinal Caffarra, Meisner, Brandmüller und Burke!


6
 
 Paddel 15. März 2021 

veraltet?

gabs die schon mal?

Meine, die Schönstattbewegung hat die letzten 70 Jahre die Familienpastoral nahezu allein gestemmt.

Ohne Schönstatt hätte die Familie in der katholischen Kirche in Deutschland nicht überlebt. Die MTA im Liebesbündnis zusammen mit der Schönstattbewegeung hat unzählige Familien durchgetragen und wenigstens den totalen Untergang verhindert.


4
 
 Fischlein 14. März 2021 
 

Leider habe ich nicht erfahren,

was Kard. Farell unter moderner, zeitgemäßer Familienseelsorge versteht. Wenn die im Grunde genommen uneingeschränkte Zulassung Wiederverheirateter zur Kommunion zeitgemäß sein soll, dann ist mir die Antike lieber.


5
 
 Smaragdos 14. März 2021 
 

Dubia beantworten!

Solange PF wiederverheiratet Geschiedene zur Kommunion zulässt, wie in Fussnote 351 von AL geschehen, was ein ungeheurer, willkürlicher Eingriff in die Lehre der Kirche ist und einen vollkommenen Bruch darstellt mit 2000 Jahren Lehrtradition, zuletzt mit Familiaris Consortio 84., wird es keine andere Diskussion um AL geben!

PF muss erst klipp und klar die Dubia beantworten!

Möge er in dem sogenannten "Amoris Laetitia"-Jahr in sich gehen und die Dubia beantworten. Sonst bleibt dieses Dokument nur eines: Confusionis scandalum - ein Skandal der Verwirrung.


10
 

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