Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. Leere der kirchlichen Lehre
  14. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  15. Maria, die Mutter des Friedens

Vatikan begrüßt orthodoxen Vorstoß für gemeinsames Osterdatum

11. März 2021 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kurienkardinal Koch reagiert auf Aussagen des Vertreters des Ökumenischen Patriarchats beim Weltkirchenrat in Genf, Erzbischof Getcha - Wunsch nach gemeinsamem Osterdatum liege auch Papst Franziskus und dem koptischen Papst Tawadros "sehr am Herzen"


Rom/Genf (kath.net/KAP) Der vatikanische "Ökumene-Minister" Kardinal Kurt Koch begrüßt den jüngsten Vorstoß aus der orthodoxen Kirche für ein gemeinsames Osterdatum der Christen ab dem Jahr 2025. "Ostern ist das höchste Fest der Christen. Deshalb wäre es ein sehr schönes und wichtiges Zeichen, wenn wir Christen für dieses Fest ein gemeinsames Datum hätten", zitierte das Schweizer Portal kath.ch (Mittwoch) den Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. Dieser Wunsch liege "auch Papst Franziskus und auch dem koptischen Papst Tawadros sehr am Herzen". Ein gemeinsames Osterdatum zu vereinbaren, werde zwar nicht leicht sein; es lohne sich aber, sich dafür einzusetzen, so Koch.

Zuvor war bekannt geworden, dass sich der Leiter der Ständigen Vertretung des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel beim Weltkirchenrat (ÖRK), Erzbischof Job Getcha von Telmessos, für eine orthodoxe Kalenderreform ausspricht. Mit Blick auf das 1.700-Jahr-Jubiläum des Ersten Ökumenischen Konzils von Nizäa 2025 meinte er im jüngsten Newsletter der Vertretung, dies wäre "eine gute Gelegenheit, die Christen über die Notwendigkeit einer Kalenderreform und eines gemeinsamen Osterdatums aufzuklären, um den Beschlüssen des ersten Ökumenischen Konzils wirklich treu zu bleiben". Dass das östliche und das westliche Osterdatum im Jahr 2025 zusammenfallen, sollte als Ermutigung in diese Richtung verstanden werden.


Erzbischof Job Getcha betonte, das Konzil von Nizäa habe nicht nur ein Glaubensbekenntnis verkündet, das universell werden sollte, sondern auch eine gemeinsame Osterfeier für die gesamte Christenheit sichergestellt. Zuvor gab es kein gemeinsames Datum, da einige Christen Ostern zusammen mit dem jüdischen Pessachfest feierten und andere am darauffolgenden Sonntag. In Nizäa wurde beschlossen, Ostern am ersten Sonntag nach dem Vollmond nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche zu feiern.

Das Konzil habe sich auf astronomische Daten - die Tagundnachtgleiche und den Vollmond - bezogen, um das Datum zu bestimmen, so der Erzbischof, und nicht auf einen bestimmten Kalender oder ein bestimmtes Fest, wie das jüdische Pessachfest. Dennoch seien die Kirchen "heute leider geteilt, was die Feier dieses großen Festes angeht. Der Grund dafür ist, dass nicht alle die gleichen Hilfsmittel verwenden". So verwendeten die Orthodoxen immer noch den Julianischen Kalender, der zur Zeit 13 Tage hinter der astronomischen Realität zurückliegt, und zudem auch alte Lunationstabellen, was zu einem verspäteten Osterdatum führe.

Eine Kalenderreform sei zwar schon mehrmals diskutiert worden, so auf dem panorthodoxen Kongress von Konstantinopel 1923, wo auch angesichts des Widerwillens einiger Orthodoxer, den "römisch-katholischen" Gregorianischen Kalender zu übernehmen, der serbische Astronom Milutin Milankovic einen revidierten Julianischen Kalender vorgeschlagen habe. Dieser sei "tatsächlich präziser" gewesen als der Gregorianische, aber von einigen lokalen orthodoxen Kirchen nur für den Zyklus der feststehenden Feste akzeptiert worden, nicht aber für den österlichen Zyklus.

Getcha erinnerte daran, dass der ÖRK 1997 eine Konsultation abgehalten habe, um ein gemeinsames Osterdatum festzulegen. Diese empfahl, die nizänischen Normen beizubehalten, dass Ostern auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond fallen sollte, die astronomischen Daten, also die Frühlings-Tagundnachtgleiche und den Vollmond, aber mit möglichst genauen Methoden zu berechnen und als Grundlage dafür den Meridian von Jerusalem zu verwenden, dem Ort von Tod und Auferstehung Christi.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

 Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
  6. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  7. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  8. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
  9. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  10. Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
  11. Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  14. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  15. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz