Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof von Limburg: Keine Interzelebration beim Ökumenischen Kirchentag, ABER...
  2. Freiheit und/oder Sicherheit! Alles oder Nichts!
  3. Ex-Mönch will seinen Freund heiraten: „Ich wusste schon im Kloster, dass ich auf Männer stehe“
  4. Initiative im Erzbistum München will mehr Aufgaben für Laien
  5. Künstliche Aufregung? - Pfarreigruß zu Ostern wurde nur an Männer verschickt
  6. US-Bischöfe raten von Covid-Impfstoffen AstraZeneca und Johnson & Johnson ab
  7. Wir sehen zum Himmel hinauf und gehen unseren Weg auf Erden
  8. Traurigkeit, Schmerz und Verwirrung
  9. „Wechsel doch! Werde Evangelisch – Protestiere mit Nachdruck gegen die katholische Kirche“
  10. Papst Franziskus warnt vor neuer Sintflut
  11. Erzbischof Jedraszewski: ‚Great Reset’ kann nur in Christus gelingen
  12. "Austragendes Elternteil" - Australische Uni möchte "Mutter" und "Vater" abschaffen
  13. Der Churer Medienbeauftragte Giuseppe Gracia verlässt nach Bischofsernennung das Bistum Chur
  14. Schweiz beschließt landesweites Gesichtsverhüllungsverbot
  15. Gruß und Dank. Der Abschied vom Irak rückt in die Nähe

Das fürbittende Gebet

16. Dezember 2020 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die Menschen mit den Augen und dem Herzen Gottes betrachten, mit seinem eigenen unbesiegbaren Mitgefühl und seiner Zärtlichkeit. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen, auch für mich, dass mir das rechte Wort gegeben werde, sooft ich meinen Mund auftue, mit Freimut das Geheimnis des Evangeliums zu verkünden; als dessen Gesandter bin ich in Ketten, damit ich in ihm freimütig zu reden vermag, wie es meine Pflicht ist“ (Eph 6,18-20).

Generalaudienz in Live-Streaming über Fernsehen und Internet aus der Bibliothek der ehemaligen Papstwohnung im Apostolischen Palast. In seiner Katechese setzte Papst Franziskus seine Reihe zum Gebet fort. Den 19. Teil stellte er unter das Thema: „Das fürbittende Gebet“.

Die heutige Katechese war also dem fürbittenden Gebet gewidmet. Wer bete, kehre der Welt nicht den Rücken zu, sondern nehme Freud und Leid, Angst und Hoffnung der Menschheit ins Gebet hinein. Wenn das Gebet nicht die Freuden und Sorgen, die Hoffnungen und Ängste der Menschheit sammle, werde es zu einer „dekorativen“, intimistischen Tätigkeit. Wir alle brauchten Innerlichkeit: einen Rückzug in einen Raum und eine Zeit, die unserer Beziehung zu Gott gewidmet seien. Das bedeute aber nicht, der Realität auszuweichen. Im Gebet „nimmt Gott uns, segnet uns und bricht uns dann und gibt uns“, für den Hunger aller. Jeder Christ sei dazu berufen, in Gottes Händen Brot zu werden, das gebrochen und geteilt werde.


Stille und Zurückgezogenheit würden also helfen, Gottes Stimme zu hören, zugleich aber müsse das Herz offen sein für die anderen, vor allem für die, denen das Beten schwerfalle oder die nicht beten könnten. Die innere Beziehung zum Herrn lasse den Beter alle und alles in Gott finden. So trage er die ganze Welt vor den Herrn, er bete für alle und jeden Einzelnen und stelle sozusagen eine „Antenne für Gott“ in dieser Welt dar.

In jedem Gebet sei die Erfahrung des Menschlichen zugegen, die Schwachheit und das Sündersein, die uns allen gemeinsam sind. Wenn ein Gläubiger, geleitet vom Heiligen Geist, für die Sünder bete, mache er dabei keine Unterschiede: er bete für alle und auch für sich selbst. Zugunsten anderer zu bitten sei Aufgabe aller Glieder der Kirche, und wer ein verantwortungsvolles Amt innehabet – Eltern, Lehrer, Geistliche und Obere – sei dazu besonders verpflichtet.

Der gute Hirte bleibe auch angesichts der Erkenntnis der Sünde seines Volkes treu. Er bleibe auch dann ein Vater, wenn seine Kinder weggingen und ihn im Stich ließen: „er verharrt im Dienst eines Hirten, selbst im Angesicht derer, die ihm die Hände schmutzig machen. Er verschließt sein Herz nicht vor denen, die ihn vielleicht haben leiden lassen“.

In der Zeit der Kirche habe das Fürbittgebet der Christen teil an der Fürbitte Christi. Es sei Ausdruck der Gemeinschaft der Heiligen: „Jedes Herz, das in die Barmherzigkeit Gottes miteinstimmt, tritt, seit Abraham, für die anderen ein und bittet für sie. In der Zeit der Kirche hat die Fürbitte der Christen an der Fürbitte Christi teil. Sie ist Ausdruck der Gemeinschaft der Heiligen. In der Fürsprache achtet jeder Beter ‚nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen’ (Phil 2,4) – ja, er betet sogar für die, die ihm Böses zufügen [Vgl. den hl. Stephanus, der wie Jesus für seine Peiniger gebetet hat: Apg 7,60; Lk 23,28.34,]“ (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, 2635).

Die Welt bewege sich voran dank dieser Kette von betenden Menschen, die Fürbitte hielten und die meist unbekannt seien. Gott aber kenne sie. Es gebe viele unbekannte Christen, die in Zeiten der Verfolgung in der Lage gewesen seien, die Worte unseres Herrn zu wiederholen: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ (vgl. Lk 23,34).

Der gute Hirte bleibe auch angesichts der Erkenntnis der Sünde seines eigenen Volkes treu. Er bleibe auch dann ein Vater, „wenn seine Kinder weggehen und ihn verlassen“. Er verharre im Dienst eines Hirten, selbst im Angesicht derer, die ihn dazu brächten, sich die Hände schmutzig zumachen. Er verschließe sein Herz nicht vor denen, die ihn vielleicht hätten leiden lassen.

In Wirklichkeit gehe es darum, die Menschen mit den Augen und dem Herzen Gottes zu betrachten, mit seinem eigenen unbesiegbaren Mitgefühl und seiner Zärtlichkeit: „Wir sind alle Blätter desselben Baumes: jede Abtrennung erinnert uns an das große Mitleid, die wir im Gebet füreinander nähren müssen“.

Die Zuschauer und Zuhörer aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Einen herzlichen Gruß richte ich an die Brüder und Schwestern deutscher Sprache. Die Fürbitte vereint uns mit dem Beten Jesu, der beim Vater für alle Menschen eintritt. Vergessen wir nicht, den Herrn für die anderen zu bitten, auch für die, die uns Böses zufügen. Allen wünsche ich einen gesegneten Advent.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Generalaudienz

  1. Das Gebet und die Dreifaltigkeit
  2. Beten im alltäglichen Leben
  3. Das Gebet für die Einheit der Christen
  4. Das Lobgebet
  5. Das Dankgebet
  6. Das Bittgebet
  7. Der Segen – das Gebet
  8. Das Gebet der frühen Kirche - die vier Koordinaten
  9. Die Jungfrau Maria – die betende Frau
  10. Das beharrliche Gebet








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net-Gewinnspiel 2021: Gewinnen Sie im MÄRZ ein neues IPAD!
  2. Ex-Mönch will seinen Freund heiraten: „Ich wusste schon im Kloster, dass ich auf Männer stehe“
  3. US-Bischöfe raten von Covid-Impfstoffen AstraZeneca und Johnson & Johnson ab
  4. Traurigkeit, Schmerz und Verwirrung
  5. Bischof von Limburg: Keine Interzelebration beim Ökumenischen Kirchentag, ABER...
  6. Erzbischof Jedraszewski: ‚Great Reset’ kann nur in Christus gelingen
  7. Freispruch von Prof. Kutschera – Gericht: Meinung ist vom Grundgesetz geschützt!
  8. „Das Ziel dieser Kampagne gegen Kardinal Ratzinger/Benedikt XVI. ist sehr durchsichtig“
  9. Der Churer Medienbeauftragte Giuseppe Gracia verlässt nach Bischofsernennung das Bistum Chur
  10. Freiheit und/oder Sicherheit! Alles oder Nichts!
  11. Keine Priester-Laien-Pfarrleitung im Bistum Trier
  12. Missbrauchskandal: Fragen, die es auch geben muss
  13. Initiative im Erzbistum München will mehr Aufgaben für Laien
  14. Treffen mit Großayatollah Sayyid Ali Al-Husayni Al-Sistani
  15. „Wechsel doch! Werde Evangelisch – Protestiere mit Nachdruck gegen die katholische Kirche“

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz