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Der Segen – das Gebet

2. Dezember 2020 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Franziskus: der universale Segen Gottes. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus. Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel. Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Grundlegung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor ihm. Er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden durch Jesus Christus und zu ihm zu gelangen nach seinem gnädigen Willen, zum Lob seiner herrlichen Gnade. Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn“ (Eph 1,3-6).

Generalaudienz in Live-Streaming über Fernsehen und Internet aus der Bibliothek der ehemaligen Papstwohnung im Apostolischen Palast. In seiner Katechese setzt Papst Franziskus seine Katechesenreihe zum Gebet fort. Den 17. Teil stellte er unter das Thema: : „Der Segen“

Heute wollte der Papst sich einer weiteren wesentlichen Dimension des Gebetes widmen: dem Segen. In den Schöpfungsgeschichten (vgl. Gen 1-2) segne Gott das Leben immer wieder. Er segne die Tiere, er segne Männer und Frauen, und schließlich segne er den „Sabbat“, den Tag der Ruhe der ganzen Schöpfung. Auf den ersten Seiten der Bibel sei es eine ständige Wiederholung von Segnungen. Gott segne, aber auch die Menschen segneten Der Segen besitze so eine besondere Kraft, die den Empfänger sein ganzes Leben lang begleite und das menschliche Herz dazu veranlasse, sich von Gott verändern zu lassen.


Schon in der Genesis segne Gott das Werk seiner Hände. Auch als der Mensch sich dann von Gott entferne und entfremde, könne nichts das Gute auslöschen, das Gott in seine Schöpfung hineingelegt habe: „Gottes Liebe bleibt. Gottes Segen bleibt“.

Gottes großer Segen sei dann Jesus Christus. Er sei das ewige Wort, mit dem der Vater uns gesegnet habe, als wir noch Sünder waren (vgl. Röm 5,8): „Wort, das Fleisch geworden ist und für uns am Kreuz geopfert wurde“.

Und er begleite uns ein Leben lang und mache unser Herz bereit, sich verwandeln zu lassen. Gott sei geduldig und hoffe auf diese Verwandlung: „Denken wir an die Begegnung Jesu mit Zachäus“ (vgl. Lk 19,1-10).

Die meisten Menschen „sahen nur das Böse in ihm, Jesus aber sah das verborgene Gute, den unauslöschlichen Segen des Vaters“. Jesus Christus sei das ewige Wort, mit dem der Vater uns gesegnet habe, „als wir noch Sünder waren“ (Röm 5,8).

Eine starke Erfahrung sei es, diese biblischen Segenstexte in einem Gefängnis oder in einer Rehabilitationsgemeinschaft zu lesen. Den Menschen, die trotz ihrer schwerwiegenden Fehler gesegnet blieben, das Gefühl zu geben, dass der Vater im Himmel sie weiterhin liebe und hoffe, dass sie sich endlich dem Guten öffneten. Wenn selbst ihre engsten Verwandten sie verlassen hätten, „weil sie jetzt als unwiederbringlich gelten“, seien sie immer noch Kinder Gottes. Manchmal geschähen Wunder: „Männer und Frauen werden neu geboren. Denn Gottes Gnade verändert das Leben: Er nimmt uns, wie wir sind, aber er lässt uns nie, wie wir sind“.

Auf die Liebe Gottes, der uns „mit allem Segen seines Geistes gesegnet hat“, antworteten wir mit Lob, Anbetung und Dank. Das komme im Lateinischen besonders schön zum Ausdruck: „Benedicere“ bedeute sowohl „segnen“ als auch „preisen“ und bezeichne so in einem Wort sowohl die reiche Gnade Gottes als auch die Antwort des Menschen. „Weil Gott Segen spendet, kann das Herz des Menschen dafür den lobpreisen, der die Quelle allen Segens ist“ (KKK 2626).

Auf Gott, der segne, „antworten wir auch mit Segen: es ist das Gebet des Lobpreises, der Anbetung, der Danksagung. Das Gebet sei Freude und Dankbarkeit. Gott habe nicht darauf gewartet, dass wir uns bekehrten, damit wir anfangen, einander zu lieben, sondern er habe dies schon viel früher getan: „als wir noch in Sünde waren“.

„Wir können diesen Gott, der uns segnet, nur segnen“, so der Papst anschließend: „der Vater liebt uns. Und alles, was uns bleibt, ist die Freude, ihn zu preisen und ihm zu danken und von ihm zu lernen, nicht zu verfluchen, sondern zu segnen“.

Die Zuschauer und Zuhörer aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Liebe Brüder und Schwestern deutscher Sprache, im Advent bereiten wir uns für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus. In ihm und durch ihn wird uns aller Segen zuteil. In Gemeinschaft mit ihm wollen auch wir für unsere Brüder und Schwestern zum Segen werden, indem wir Gottes Gaben großherzig weitergeben. Ich wünsche euch einen guten und fruchtbaren Advent.


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