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Bischof Neymeyr: Religionsfreiheit ‚ist ein hohes Gut, kein beliebiges’

1. Dezember 2020 in Deutschland, 7 Lesermeinungen
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Im Landkreis Hildburghausen in Thüringen sind seit Sonntag alle Gottesdienste auf Grund der Covid-19-Pandemie verboten. Der evangelische und der katholische Bischof halten die Maßnahme für unangemessen.


Hildburghausen (kath.net/jg)

Die Bischöfe Thüringens haben kein Verständnis für das Gottesdienstverbot im Landkreis Hildburghausen. Die Bestimmung sei unverhältnismäßig, kritisierten Friedrich Kramer, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und Ulrich Neymeyr, der katholische Bischof von Erfurt. Dies berichtet RTL Deutschland.


 

Im Landkreis Hildburghausen gilt seit Sonntag, den 29. November, ein strenges Versammlungs- und Veranstaltungsverbot. Die 7-Tages-Inzidenz von positiven Tests auf das Coronavirus SARS-CoV war letzte Woche die höchste in ganz Deutschland.

 

Der Evangelische Bischof Kramer betont, alle Kirchengemeinden hätten anerkannte Hygienekonzepte umgesetzt. „Durch keinen der Gottesdienste unserer Landeskirche hat es aufgrund der Schutzmaßnahmen bisher einen Hotspot gegeben“, zitiert ihn RTL Deutschland.

 

Der Katholische Bischof Neymeyr verwies auf den besonderen Schutz der Religionsfreiheit in der Verfassung. „Das ist ein hohes Gut, kein beliebiges“, sagte er wörtlich. Beide Bischöfe kritisierten, dass der Landkreis nicht vor dem Gottesdienstverbot das Gespräch gesucht hätte. Sie wollen nun von sich aus den Kontakt zum zuständigen Landrat suchen.

 


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Lesermeinungen

 Steve Acker 1. Dezember 2020 
 

Adamo

er ist von der CDU.


1
 
 Adamo 1. Dezember 2020 
 

Mich würde interessieren, welcher Partei diese Landrat des Landkreises Hildburghausen angehört, der seine Kompetenzen dermaßen überschritten hat.


0
 
 edith7 1. Dezember 2020 
 

Selbstverschuldete Irrelevanz

Jetzt rächen sich vorauseilende Gefügigkeit und widerspruchslose Hinnahme der von der Bundesregierung verordneten einschränkenden Zwangsmaßnahmen durch die deutschen Bischöfe, wie wir es im ersten Lockdown im Frühjahr erlebt haben.
In der Krise zeigt die säkularistisch entkernte Staatsmacht ihre hässliche Fratze: Sie schert sich (unter anderem) um die grundgesetzlich verbürgte Religionsfreiheit einen Dreck.
Sosehr der Widerspruch der Erfurter Oberhirten im ökumenischen Einklang Lob verdient – wer Verbot und Verstümmelung der Liturgie, die eine heilige Handlung darstellt, wochen- und monatelang in einer die Gläubigen erniedrigenden Weise duldet, dem ist das Fundament verlorengegangen, dem sind ihr Wert und der innere Bezug abhandengekommen, vom Empfang des wahren Leibes Christi in der Kommunion ganz zu schweigen.
Die Zukunft gehört den privat verabredeten Gottesdiensten im häuslichen Kreis – ohne staatliche Kontrolleure.


1
 
 Stefan Fleischer 1. Dezember 2020 

Leider

gibt es immer noch kaum Anzeichen dafür, dass unsere Kirche die nötigen Lehren aus der Krise gezogen hat und sich bewusst wurde, wie entscheidend es für das Überleben der Institution Kirche ist, die Gläubigen wieder davon zu überzeugen, dass die Gottesdienste, vornehmlich das Heilige Messopfers und die anderen Sakramente, nicht einfach «nice to have» sind, sondern im wahrsten Sinn des Wortes «need to have», nötig, lebensnotwenig, ja überlebensnotwendig für unser ewiges Leben. Solange wir den Eindruck erwecken, wir würden den Menschen ein irdisches Heil versprechen, als sei das ewige Heil des Menschen ein Automatismus, eine Schuldigkeit Gottes uns gegenüber, verlieren wir je länger je mehr unsere Existenzberechtigung als Kirche, werden wir keine weltliche Behörde davon überzeugen können, dass Gottesdienste für dem Menschen mindestens so wichtig sind wie das tägliche Brot, wie unser tägliches Vergnügen.


3
 
 P. Johannes 90 1. Dezember 2020 
 

klare Worte

Die Bischöfe sollten sich klar und vernehmlich zu Wort melden! Über die Einschränkung grundlegender Freiheiten sollte man nicht im Hinterzimmer verhandeln. ein klares Wort der Bischöfe würde auch den Geistlichen wie den engagierten Gläubigen den Rücken stärken und manchem die Augen öffnen!


1
 
 AngelView 1. Dezember 2020 
 

Und jetzt?!

Wann beginnen die Hirten endlich damit, nicht nur verbal ein Bedauern über eine Situation zu äußern, sondern aktiv dagegen anzugehen? In anderen Ländern trägt das, wenn auch kleine, aber dennoch Früchte. Gottesdienstverbote etc. werden von den Gerichten gekippt.
Wann klagt endlich mal ein Bischof/Priester gegen die staatlichen Übergriffe und die Rechtverletzung durch die Deutsche Politik?
Aber da müßte man dann mal Kante zeigen und kann sich nicht mehr verstecken. Das ist unbeque, ja, aber notwendig. Bischöfe sollten den Glauben verteidigen, nicht ihn auf die hinteren Ränge verschieben.
Bischöfe kommt endlich raus aus Eurer Komfortzone!!!


4
 
 Chris2 1. Dezember 2020 
 

Warum auch sollte man das Gespräch suchen?

Interessant ist nur, dass die Tyrannis jetzt auch schon auf Kreisebene angekommen ist...


4
 

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