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Pakistan: Juristischer Rückschlag für verschleppte minderjährige Christi

8. August 2020 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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Muss Maira zu ihrem Entführer zurück? - Pakistanische Menschenrechtsaktivistin: „Mit diesem Urteil ist kein christliches Mädchen in Pakistan in Sicherheit“


Islamabad (kath.net/KIN) Beim Einsatz für die Befreiung der verschleppten und zwangsverheirateten 14-jährigen Katholikin Maira Shabaz aus Islamabad/Pakistan hat es einen schweren juristischen Rückschlag gegeben: Das Oberste Gericht von Lahore entschied am 04. August unerwartet zugunsten des Angeklagten Mohamad Nakash. Das berichteten Anwälte und Prozessbeobachter dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“.

Nakash wird vorgeworfen, das Mädchen Anfang Mai verschleppt und geheiratet zu haben, obwohl Maira noch minderjährig ist. Auch sei das Mädchen gezwungen worden, den muslimischen Glauben anzunehmen. Das Oberste Gericht von Lahore hob nun die Entscheidung der Vorinstanz auf. Ein Bezirksgericht hatte die vom mutmaßlichen Entführer vorgelegten Unterlagen als Fälschungen anerkannt. Damit hatte er beweisen wollen, dass das Mädchen volljährig und die Ehe rechtmäßig geschlossen ist. Auch hatte das Gericht angeordnet, Maira in einem Frauenhaus unterzubringen. Beobachtern zufolge sollte das Mädchen für eine Tätigkeit in der Sexindustrie vorbereitet werden.


Muss Maira zu ihrem Entführer zurück?

Das Oberste Gericht in Lahore kassierte nun die getroffenen Entscheidungen. Maira müsse demnach wieder zu ihrem Entführer zurückkehren. Prozessbeobachter berichteten „Kirche in Not“, die 14-Jährige sei nach dieser Entscheidung in Tränen ausgebrochen. Der Anwalt des Mädchens, Khalil Tahir Sandhu, erklärte gegenüber dem Hilfswerk: „Es ist unglaublich. Was wir da erlebt haben, ist ein islamisches Urteil. Unsere Argumente waren stark und schlüssig.“ Sandhu hatte dem Gericht unter anderem die Geburtsurkunde von Maira vorlegt und die Aussage eines islamischen Geistlichen zitiert, wonach die vom Entführer beigebrachte Heiratsurkunde eine Fälschung sei.

„Kein christliches Mädchen in Pakistan mehr sicher“

Auch berief sich die Verteidigung auf die pakistanische Gesetzgebung, wonach Minderjährige nur mit Erlaubnis ihrer Eltern die Religion wechseln dürfen. All diesen Argumenten folgte das Gericht nicht. Der Anwalt erklärte, er werde nun erneut Berufung einlegen – zunächst vor dem Gericht in Lahore selbst und, falls nötig, auch vor dem Obersten Gerichtshof Pakistans.

Die Menschrechtsaktivistin und Freundin von Mairas Familie, Lala Robin Daniel, zog gegenüber „Kirche in Not“ das Fazit: „Mit diesem Urteil ist kein christliches Mädchen in Pakistan in Sicherheit.“ Der Menschenrechtsorganisation „Bewegung für Solidarität und Frieden“ zufolge werden in Pakistan jedes Jahr rund 1000 christliche und hinduistische Frauen und Mädchen entführt und zwangsverheiratet.

Foto: Die entführte 14-jährige Christin Maira Shahbaz aus Faisalabad. © Kirche in Not


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Lesermeinungen

 Adamo 8. August 2020 
 

Kirche in Not macht dieses islamische Unrecht publik.

Aber weshalb schreibt keiner an seinen CDU-Abgeordneten im Bundestag oder einen Leserbrief an seine Tageszeitung und weist auf dieses Unrecht hin?


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 Chris2 8. August 2020 
 

Nur eine Frage der Zeit,

bis die Scharia auch bei uns einzieht. Eine Paralleljustiz ("Friedensrichter") gibt es ja schon lange, und der Staat ermittelt bisweilen auch schon wegen "staatsschutzreevanter Islamfeindlichkeit", so, wie man es eher in Saudi-Arabien erwarten würde. So oder so müssen schon jetzt viele Mädchen und Frauen bei uns schweres Leid ertragen oder gar sterben (wie zuletzt die junge Mutter in Plattling vor den Augen ihres kleinen Kindes durch einen Afghanen), weil eine absolut verantwortungslose Politik jeden muslimisch aussehenden jungen Mann ohne Papiere und mit straffreien falschen Identitäten ins (und im) Land lässt...


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 laudeturJC 8. August 2020 

Grosses Schweigen

derer, die sonst immer was sagen haben oder sogar Krawall machen...kein „Aufschrei“, keine AI, EU, UNO, keine BLM-Unterstützer, linke „Menschenrechtler“, Gutmenschen...


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 wedlerg 8. August 2020 
 

Unfassbares Leid

Solches Leid - und das kommt millionenfach auf dieser Welt vor - macht natürlich unseren Mainstreamern nichts. Hauptsache der Islam ist gut, unsere Kultur muss "gecancelled" werden und Spass und Sozialismus kommen.

An solchen Fällen könnten unsere Weltverbesserer zeigen, wie ernst es ihnen ist, eine bessere Welt zu erzeugen. Aber seltsamerweise will hier keiner von denen kämpfen.


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