Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  2. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  3. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  4. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  5. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  6. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  7. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  8. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  9. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  10. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  13. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  14. "Derselbe Polarstern"
  15. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger

Papst Leo: „Wer sagt, dass ich nicht gebetet habe? ... Vielleicht bete ich sogar jetzt“

10. Dezember 2025 in Spirituelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst bezeichnet die Behauptungen, er habe in Istanbuls Blauer Moschee nicht gebetet, als „merkwürdig“ – „Tatsächlich bete ich lieber in einer katholischen Kirche in Gegenwart des Allerheiligsten Sakraments“ - VIDEO - Von Petra Lorleberg


Castel Gandolfo (kath.net/pl) Berichte über diesen besonderen Moment in Istanbuls Blauer Moschee bezeichnete Papst Leo XIV. als „merkwürdig“. Er war gestern in Castel Gandolfo von Journalisten gefragt worden, warum er in der Moschee nicht so „sichtbar“ gebetet habe wie seine Vorgänger. Seine Antwort: „Wer sagt denn, dass ich nicht bete? Man hat es behauptet, aber ich habe es ja schon im Flugzeug erklärt – ich erwähnte ein Buch („Die Übung der Gegenwart Gottes“ von Bruder Lorenz) – und vielleicht bete ich ja sogar jetzt.“ Der Papst sagte: „Die Art des Gebets, in diesem Moment und an diesem Ort... Tatsächlich bete ich lieber in einer katholischen Kirche in Gegenwart des Allerheiligsten Sakraments. Aber es wurde viel über diesen Moment gesprochen, aber es erscheint mir etwas merkwürdig…“.

Papst Leo hatte bereits zuvor seinen Besuch der Blauen Moschee während seiner Reisen in die Türkei und den Libanon als ein Erlebnis „in Stille, in einer Atmosphäre der Besinnung und des Zuhörens, mit tiefem Respekt vor dem Ort und dem Glauben der dort Betenden“ beschrieben, wie das Presseamt des Heiligen Stuhls danach mitteilte.


Dieses Buch „Leben in der Gegenwart Gottes“ von Bruder Lorenz hatte Papst Leo bei der fliegenden Pressekonferenz beim Rückflug von der Apostolischen Reise in die Türkei und den Libanon genannt.

Dort hatte er wörtlich gesagt:
„Was das Konklave selbst angeht, so halte ich mich strikt an die Geheimhaltungspflicht, auch wenn ich weiß, dass es öffentliche Interviews gab, in denen einige Dinge preisgegeben wurden. Am Tag vor meiner Wahl sagte ich zu einer Reporterin, die mich auf der Straße angesprochen hatte, als ich gerade zum Mittagessen zu den Augustinern gegenüber gehen wollte: „Was denken Sie? Sie sind einer der Kandidaten geworden!“ Und ich antwortete einfach: „Alles liegt in Gottes Hand.“ Und daran glaube ich fest. Einer von Ihnen – es ist ein deutscher Journalist hier, der neulich zu mir sagte: Nennen Sie mir ein Buch, abgesehen von Augustinus, das wir lesen könnten, um zu verstehen, wer Prevost ist. Mir sind mehrere eingefallen, aber eines davon ist ein Buch mit dem Titel »Die Übung, in Gottes Gegenwart zu sein». Es ist ein sehr einfaches Buch, geschrieben von jemandem, der nicht einmal seinen Nachnamen angibt, Bruder Lorenz. Ich habe es vor vielen Jahren gelesen.

Aber es beschreibt, wenn man so will, eine Art von Gebet und Spiritualität, bei der man einfach sein Leben dem Herrn übergibt und sich vom Herrn führen lässt. Wenn Sie etwas über mich wissen möchten, dann ist das seit vielen Jahren meine Spiritualität. Inmitten großer Herausforderungen, während ich in Peru in Jahren des Terrorismus lebte und an Orten zu dienen berufen wurde, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich dort einmal hinberufen würde. Ich vertraue auf Gott, und diese Botschaft teile ich mit allen Menschen. Wie war es also? Ich habe mich mit der Situation abgefunden, als ich sah, wie sich die Dinge entwickelten, und ich sagte mir, dass dies Wirklichkeit werden könnte. Ich holte tief Luft und sagte: 'Los geht’s, Herr, du hast das Sagen, und du weist mir den Weg.'“ (Quelle: Homepage des Vatikans/Link).

Hintergrund: Bruder Lorenz von der Auferstehung (bürgerlicher Name Nicolas Herman) lebte von 1614 bis 1691. Er war französischer Mystiker und Laienbruder im Karmel. Er suchte danach, die beständige Gegenwart Gottes zu erfahren sowie alle Tätigkeiten aus Liebe zu Gott zu verrichten. Seine Schriften wurden im deutschen Sprachraum anfangs durch den evangelischen Mystiker und Liederdichter Gerhard Tersteegen (1697-1769) übersetzt und verbreitet.

Video: Diese Papstaussagen im italienischen Original mit englischen Untertiteln

Archivfoto (c) Vatican Media


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Domspatz_AT 15. Dezember 2025 
 

@persona

Eine gute Idee haben Sie da eingebracht, neun Likes (auf soviel Zustimmung kommen Beiträge hier selten)!

Das Problem ist, wie so oft: "man" sollte, "man" müsste. Dabei hat versusdeum starke Argumente gebracht, weshalb "man" das Buch an die Bischöfe schicken sollte. Vielleicht findet ihr sehr guter Vorschlag Gehör und wir dürfen von den Rückmeldungen erfahren.


4
 
 barbaletta 11. Dezember 2025 
 

der Papst und der Islam

Sollte also nach Meinung der Medien der Papst nicht in einer Moschee beten, oder doch?
Eigentlich steckt der Papst in einer Zwickmühle - betet er in der Moschee, wird ihm die Nähe zum Islam vorgeworfen. Betet er nicht, ist er unfreundlich und islamophob.
Also, was soll er machen (das Missionieren der Muslime kann er eh vergessen, also warum die ganze Aufregung?)??
Am besten sich um die Probleme seiner Kirche kümmern, ohne sich von den Muslimen koranisieren zu lassen.


0
 
 SpatzInDerHand 10. Dezember 2025 

Spannend die Papstaussage zur Moschee - und noch viel spannender

seine Aussage zum Gebet, die darauf schließen lässt, dass er sich bemüht, in der Präsenz Gottes zu leben! Deo gratias für diesen Papst!!


6
 
 heikostir 10. Dezember 2025 
 

Ein sehr aufschlussreicher "Schlüssel" zur Persönlichkeit des Papstes.


2
 
 persona 10. Dezember 2025 
 

"Das Buch sollte man allen deutschen Bischöfen schenken"

@Versusdeum: vielleicht bist genau du genau damit berufen...auf geht's...warum nicht?


11
 
 Versusdeum 10. Dezember 2025 
 

Das Buch sollte man allen deutschen Bischöfen schicken,

damit ihnen wieder bewusst wird, wozu Gott sie berufen hat und auf welcher Basis ihre Berufung zu einem Segen für die ihnen anvertrauten Gläubigen und zur Rettung ihres eigenen Seelenheiles werden kann.


2
 
 gebsy 10. Dezember 2025 

Gottes Gegenwart

ist die "wirklichste Wirklichkeit" schlechthin; würde ER seine Schöpfung einen Augenblick "vergessen", wäre wieder NICHTS (wie vor SEINEM Schöpferwort) ...
Die Ablenkungen unsererseits sind das einzige Hindernis, um Gottes helfende Liebe zu erfahren.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gebet

  1. US-Bischof Malone betet mit seinen sieben Geschwistern wöchentlich Rosenkranz per Videokonferenz
  2. Der stumme Gott unserer Zeit
  3. Papst an Jugendliche: „Bete. Das ist die konkreteste Handlung“
  4. Die US-Bischofskonferenz lädt zur 14. Pro-Life-Novene ein
  5. „I do a little prayer time and drink my coffee”
  6. ‚Gott hat uns nicht verlassen’
  7. Mexiko: 10 Millionen Pilger zum Guadalupe-Fest erwartet

Leo XIV.

  1. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  2. "Derselbe Polarstern"
  3. Jonathan Roumie: „Wir leben in einer Zeit, in der Spaltung nur allzu leicht entsteht“
  4. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  5. Papst Leo besuchte die Ruinen der Augustinus-Stadt Hippo Regius
  6. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  7. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“







Top-15

meist-gelesen

  1. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  2. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  3. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  4. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  5. "Derselbe Polarstern"
  6. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  7. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  8. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  9. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  10. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  11. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  14. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  15. „Die Generation Z, die in Manhattan zur Messe kommt, sucht keine alternative Clubszene“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz