Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  2. „Wie Papst Franziskus mit den deutschen Bischöfen umgegangen ist, war eine Meisterleistung“
  3. Der verunglückte Rombesuch der deutschen Bischöfe
  4. "Maßgebliche Kritiker sprechen offen von einem latenten Schisma"!
  5. DBK-Vorsitzender Bätzing zeigt Verständnis für deutsche "Klimaterroristen"
  6. Papst Franziskus bekräftigt Nein zum Frauenpriestertum
  7. Als ob es Gott nicht gäbe
  8. Papst an Theologen: Kreative Treue zu Tradition bei Gender-Thema
  9. „Kirchliche Mitarbeiter müssen jetzt wahrscheinlich so tun, als wüssten und hörten sie nichts“
  10. Deutsche Kirchen auf "linksextremen Irrwegen" - Kooperation mit der Antifa!
  11. Roma locuta causa finita
  12. Bitte unterstützen Sie kath.net (nicht nur vor Weihnachten) via AmazonSmile-Programm
  13. Bistum Chur möchte keinen Exorzisten mehr
  14. „Brauchen wir eine weitere protestantische Modernisierungspastoral?“
  15. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre DRINGENDE Hilfe!

Konferenz Europäischer Kirchen beunruhigt über Hagia Sophia

17. Juli 2020 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Umwandlung schaffe möglicherweise "fruchtbaren Boden" für religiösen Hass und Gewalt - Griechischer Bischof schlägt vor, zum Zeitpunkt des ersten Freitagsgebets in der Hagia Sophia in orthodoxen Kirchen den "Hymnos Akathistos" anzustimmen


Brüssel/Athen/Washington (kath.net/KAP) Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) hat ihre Beunruhigung über den Moschee-Plan für die Hagia Sophia in Istanbul geäußert. Eine solche Aktion schaffe möglicherweise einen "fruchtbaren Boden" für religiösen Hass und Gewalt, sagte KEK-Präsident Christian Krieger in Brüssel. Seine Organisation habe auch die Unesco kontaktiert, um die Änderung des Status der Hagia Sophia zu verhindern.

 

Der orthodoxe Metropolit Cleopas von Schweden erklärte, die Hagia Sophia bringe als Museum Menschen und Kulturen aus der ganzen Welt zusammen. "Eine Änderung dieses Status schmälert zweifellos das Vermächtnis dieses bemerkenswerten Bauwerks als eine allgemein zugängliche Brücke, die Ost und West verbindet und die friedliche Koexistenz, gegenseitiges Verständnis und Solidarität zwischen verschiedenen Völkern symbolisiert", so der KEK-Vizepräsident.

 

Papst Franziskus hatte am vergangenen Sonntag nach dem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz gesagt, er empfinde einen "großen Schmerz", wenn er an das Wahrzeichen in Istanbul denke.

 

Die Hagia Sophia wurde 537 als Reichskirche des griechisch-orthodoxen Kaiserreichs Byzanz geweiht und war die größte Kirche des Christentums. Nach der Eroberung Konstantinopels, des heutigen Istanbul, durch die türkischen Osmanen wurde sie 1453 zur Moschee und mit Minaretten versehen. Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk machte sie 1934 zum Museum.

 

Griechenland: Antwort im Gebet geben

 

Die geplante Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee hat international Kritik ausgelöst. Laut Präsident Recep Tayyib Erdogan soll darin am 24. Juli erstmals ein Freitagsgebet stattfinden. In den orthodoxen Gotteshäusern in Griechenland - und in aller Welt - solle an diesem Tag der "Hymnos Akathistos" zu Ehren der Gottesmutter angestimmt werden, schlug der Generaldirektor der "Apostoliki Diakonia" der orthodoxen Kirche von Griechenland, Bischof Agathangelos (Charamantidis) von Fanarion, derweil in einem Gespräch mit "orthodoxia.info" vor. Der "Hymnos Akathistos" gehört zu den ältesten Marienhymnen der Ostkirche. Er beginnt mit den Worten: "Unbesiegbare Heerführerin, dir gelten die Lieder des Sieges! Aus der Gefahr befreit, bringt deine Stadt dir Hymnen des Dankes dar."

 

Bischof Agathangelos sagte laut Pro-Oriente-Informationsdienst im Gespräch mit "orthodoxia.info", die Antwort auf die Vorgänge um die Hagia Sophia könne nur im Gebet gegeben werden: "So wie unsere Vorfahren sich jedes Mal, wenn Feinde die Mauern von Konstantinopel belagerten, an die 'unbesiegbare Heerführerin' wandten, müssen auch wir jetzt die Fürbitte der Jungfrau Maria erflehen, damit die Hagia Sophia aus einer so großen Gefahr gerettet wird." Durch die Einheit im Glauben und die Treue zur Tradition könnten die Griechen als "orthodoxes Volk und fromme Nation" immer Zeugen der "göttlichen Weisheit" (Hagia Sophia) sein.

 

Auch US-Kirchenführer äußern sich

 

In den USA veröffentlichten unterdessen der orthodoxe Erzbischof von Amerika, Elpidophoros (Lambriniadis), und der katholische Erzbischof von New York, Kardinal Timothy Dolan, eine gemeinsame Erklärung zur Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee. "Als Brüder in Christus bedauern wir die Entscheidung der türkischen Regierung", schrieben die beiden Bischöfe und erinnerten daran, dass es der Zweck der Hagia Sophia gewesen sei, eine herausragende Stätte der christlichen Gottesverehrung zu sein. Der türkische Staatsgründer Atatürk habe durch die Veränderung des Status der Hagia Sophia von einer Moschee zu einem Museum "ein Zeichen für den Übergang von einem theokratischen Reich zu einem säkularen Staat, der die Gleichheit aller Bürger schätzt", setzen wollen.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Türkei

  1. Christlicher Missionar aus Türkei ausgewiesen
  2. Chalki-Wiedereröffnung: Orthodoxer US-Bischof appelliert an Erdogan
  3. Laschet verbietet der Presse Fragen zu „Ditib“
  4. Südost-Türkei: Ungeklärter Kriminalfall beunruhigt Christen
  5. Armenische Kirche in der Türkei abgerissen
  6. Türkei: Erster Gottesdienst nach Restaurierung im Kloster Sumela
  7. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah
  8. Christliche Bilder in der Hagia Sophia: Verhüllt aber erhalten!
  9. Hagia Sophia: Kritik an Moschee-Umwandlung geht weiter
  10. „Türkische Moschee in Köln wurde von Bundesregierung zur evangelischen Kirche umgewidmet“







Top-15

meist-gelesen

  1. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  2. Warum Sie am 2. April 2023 am Abend in Krakau sein sollten!
  3. „Wie Papst Franziskus mit den deutschen Bischöfen umgegangen ist, war eine Meisterleistung“
  4. Bitte unterstützen Sie kath.net (nicht nur vor Weihnachten) via AmazonSmile-Programm
  5. Der verunglückte Rombesuch der deutschen Bischöfe
  6. Eine einmalige kath.net-Reise ans Ende der Welt - NORDKAP + LOFOTEN
  7. "Maßgebliche Kritiker sprechen offen von einem latenten Schisma"!
  8. Roma locuta causa finita
  9. Papst Franziskus bekräftigt Nein zum Frauenpriestertum
  10. Als ob es Gott nicht gäbe
  11. Hat Kardinal Marx dem Papst erneut den Rücktritt angeboten?
  12. DBK-Vorsitzender Bätzing zeigt Verständnis für deutsche "Klimaterroristen"
  13. 'Die Pille müssen wir mit dem Tod der erotischen Liebe bezahlen'
  14. Deutsche Kirchen auf "linksextremen Irrwegen" - Kooperation mit der Antifa!
  15. Wer leitet die Synode über die Synodalität?

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz