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„Deutsche Bischöfe im Weltkrieg“

30. April 2020 in Chronik, 28 Lesermeinungen
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Wort der deutschen Bischöfe zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren veröffentlicht - DBK-Vorsitzender Bätzing: „eine ‚Erinnerungslücke‘, wohl auch eine ‚Bekenntnislücke‘“


Bonn (kath.net/DBK) Bei einer Video-Pressekonferenz ist heute (29. April 2020) das Wort „Deutsche Bischöfe im Weltkrieg“ veröffentlicht worden. In ihm wird die Haltung der zur Zeit des Nationalsozialismus amtierenden katholischen Bischöfe zum Zweiten Weltkrieg behandelt. Das Dokument erscheint mit Blick auf den 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs, dessen in der kommenden Woche am 8. Mai 2020 gedacht wird.

In der Pressekonferenz hob der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, hervor, dass viele Aspekte des umfassenden Themenfelds „Kirche im Nationalsozialismus“ inzwischen gut ausgeleuchtet seien. Anders verhalte es sich bei der Frage, wie es die katholischen Bischöfe mit dem Krieg gehalten hätten. „Diesbezüglich gibt es – so sagen viele – eine ‚Erinnerungslücke‘, wohl auch eine ‚Bekenntnislücke‘“, so Bischof Bätzing. Überall in Europa werde der 8. Mai 1945 seit Jahrzehnten als „Tag des Glücks und der Freude“ erinnert. Die Deutschen hätten sich hingegen mit diesem Datum lange schwergetan. Mit wachsendem Abstand vom Geschehen sei aber auch hierzulande immer tiefer verstanden worden, dass der 8. Mai auch für die Deutschen „vor allem ein Tag der Befreiung“ war. „Auch wir sind befreit worden: von den Grauen des Krieges, von Nazi-Unterdrückung und Massenmord.“ Gerade heute gebe es Grund zur Dankbarkeit für die vielfältigen politischen und gesellschaftlichen Initiativen, die sich in den Jahrzehnten nach dem Krieg für die Aussöhnung der Völker, für Frieden und Gerechtigkeit eingesetzt hätten. Nicht zuletzt Christen und Kirchen in Ost und West hätten hier Beachtliches geleistet. Dennoch bleibe auch der Kirche „das Lernen aus der Geschichte nicht erspart“. Dies gelte auch für die Frage nach dem Verhalten der Bischöfe während des Krieges, mit dem sich ihre Nachfolger kritisch auseinandersetzen müssten. „Dass uns dies nicht ganz leichtfällt, braucht nicht verschwiegen zu werden“, so Bischof Bätzing. „Denn wir wissen, dass uns die Rolle des Richters über unsere Vorgänger nicht gut zu Gesicht steht. Keine Generation ist frei von zeitbedingten Urteilen und Vorurteilen. Dennoch müssen sich die Nachgeborenen der Geschichte stellen, um aus ihr zu lernen für Gegenwart und Zukunft.“


Bischof Dr. Heiner Wilmer (Hildesheim), Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax, erläuterte, dass sich aus der Vielzahl der „unstrittigen historischen Fakten“ über die Haltung der Bischöfe zum Krieg „ein Bild der Verstrickung“ ergebe. „Bei aller inneren Distanz zum Nationalsozialismus und bisweilen auch offener Gegnerschaft war die katholische Kirche in Deutschland Teil der Kriegsgesellschaft.“ Zwar habe sich die Perspektive vieler Bischöfe im Laufe des Krieges verändert, die Leiden des eigenen Volkes hätten in der Bewertung jedoch im Vordergrund gestanden. „Die Leiden der Anderen kamen nur ungenügend in den Blick.“ Bischof Wilmer zitierte in diesem Zusammenhang den Kernsatz des neuen Dokuments: „Indem die Bischöfe dem Krieg kein eindeutiges ‚Nein‘ entgegenstellten, sondern die meisten von ihnen den Willen zum Durchhalten stärkten, machten sie sich mitschuldig am Krieg.“

Ein eigenes Kapitel des neuen Dokumentes bemüht sich um Zugänge des Verstehens: Warum nahmen die deutschen Bischöfe keine kritischere Haltung gegenüber einem Krieg ein, dessen verbrecherischer Charakter je länger je mehr zutage trat? Bischof Wilmer fasste die wesentlichen Gesichtspunkte zusammen: „1. die traditionelle Lehre über die Legitimität staatlicher Autorität und das Verhältnis von Kirche und Staat, 2. die traditionelle Lehre vom Gerechten Krieg, 3. die gesellschaftliche Akzeptanz der selbstverständlichen Anwesenheit des Militärischen im Alltag; 4. das Verhältnis von katholischer Kirche und deutscher Nation, 5. die grundlegende Ablehnung des Kommunismus“, die den Krieg gegen die Sowjetunion akzeptabel zu machen schien. Wie die Archive zeigen, war die damalige Bischofskonferenz zudem innerlich blockiert: Bischöfe, die sich gegenüber der Politik des NS-Regimes offen kritisch verhalten wollten, scheiterten am Einstimmigkeitsprinzip und damit am Einfluss des Vorsitzenden, Kardinal Adolf Bertram, der die Bischofskonferenz auf einem vorsichtigen und in der Öffentlichkeit zurückhaltenden Kurs gegenüber der Reichsregierung halten wollte. Das neue Wort der deutschen Bischöfe erwähnt aber auch, dass es deren Vorgängern 1943 bei ihrer letzten Zusammenkunft vor dem Kriegsende gelungen sei, sich auf das gemeinsame Hirtenwort Zehn Gebote als Lebensgesetz der Völker zu verständigen, das eine deutlichere Abgrenzung gegenüber der nationalsozialistischen (Kriegs-)Politik beinhaltete.

Dr. Christoph Kösters (Bonn) von der Kommission für Zeitgeschichte ergänzte um Einblicke in den geschichtswissenschaftlichen Forschungsstand. Er erinnerte an die im Jahr 1965 getroffene grundlegende Entscheidung der deutschen Bischöfe, eine umfassende Erforschung des kirchlichen Handelns im Nationalsozialismus auf den Weg zu bringen. Der Ausspruch des Münchner Erzbischofs Kardinal Julius Döpfner, „die Kirche fürchtet nicht die Dokumente“, sei seither für die von den Bischöfen unterstützte wissenschaftliche Auseinandersetzung bestimmend. Leitfragen dieser Forschung und Auswahl der Themen seien dabei jedoch eingebunden in den allgemeinen geschichtswissenschaftlichen Diskurs: „Um die deutsche katholische Kirche nicht mehr nur als ‚Gegenüber‘ des totalitären NS-Regimes, sondern zugleich auch als Teil der Kriegsgesellschaft zu erforschen, bedurfte es einer grundlegenden Perspektiverweiterung; diese hatte einen wesentlichen Ausgangspunkt in den systematischen Nachforschungen über den Zwangsarbeitereinsatz in kirchlichen Einrichtungen“, so Kösters. „Der in den letzten Jahren erreichte Forschungsstand“ zeige darüber hinaus, dass die deutschen Bischöfe von einem seelsorglichen Bemühen geleitet gewesen seien, „dem Krieg religiösen Sinn zu verleihen“: Dieses „tradierte Denken und Sprechen über den Krieg aber scheiterte an der Realität des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges“.


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Lesermeinungen

 Montfort 5. Mai 2020 

Es ist ja durchaus erhellend, die Kritik an den damaligen Bischöfen

- über deren Angemessenheit man diskutieren müßte - einfach einmal umzulegen auf die "Kollaboration" mancher heutiger Bischöfe im derzeitigen "Corona-Krieg" - da könnte man heute schon zu einem Urteil kommen, das die derzeit"Corona-Krise-hörigen" Anordnungen der Bischöfe an die Ihnen anvertrauten Gläubigen vielleicht noch kritischer bewerten muss als das von diesen Bischöfen getroffene Urteil über ihre Vorgänger es könnte.

Heilige Corona, bitte für uns!
Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns...


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 Diasporakatholik 4. Mai 2020 
 

Man sollte hier sehr vorsichtig und differenziert werten und urteilen

Wir lebten in einer menschenverachtenden Diktatur, die die Kirche hasste und verachtete.
Offen sich gegen den Krieg zu stellen, war "Wehrkraftzersetzung" - ein damals mit dem Tode zu ahndendes Verbrechen.

Die Bischöfe waren auch verantwortlich für die Millionen einfachen Gläubigen Kirchenmitglieder, denen es dann hätte ähnlich schlimm ergehen können wie anderen diskriminierten Volksgruppen.

Das Leben im NS-Staat war ein ständiger Balanceakt, wie ihn sich heute Lebende nur schwer vorstellen können.


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 Zeitzeuge 2. Mai 2020 
 

Werter Andrzej123!

Im Link eine Rezension des Grazer
Historikers Martin Moll der jüngsten
Auflage des Standardwerkes von:

Rudolf Morsey: Das "Ermächtigungs-
gesetz" vom 24.03.1933,

228 S., Droste,Vlg. 2010

Darin sind auch zahlreiche, zeitgenös-
sische Quellen abgedruckt.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß
Hitler sich bei einer Zustimmungs-
verweigerung nicht trotzdem zum
Diktator entwickelt hätte.

Die wenig ruhmreiche Geschichte der
"Brückenbauer" ist mir natürlich bekannt, diese waren in allen Gesell-
schaftsschichten zu finden, ich denke
jetzt nicht nur an Heidegger, die
kath. Theologen wie z.B. Adam, Schmaus, Lortz oder Eschweiler hatten zumindest
temporär Sympathien für den NS, für uns
heute unbegreiflich, aber es ist leicht,
aus heutiger Sicht darüber zu urteilen,
was keine Entschuldigung sein soll.

Aber: Ist nicht heute sehr großer Teil
der Uni-Theologen/innen Diener/innen
des relativistischen Liberalismus?

Auch das ist eine unchristliche Ideologie!

www.koeblergerhard.de/ZRG129Internetrezensionen2012/DasErmaechtigungsgesetzvom24Maerz1933.htm


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 Andrzej123 2. Mai 2020 
 

".. die Bekennende Kirche

(hat) sich sehr wohl gegen den Nationalsozialismus gestellt."

Dies betraf die Einmischung des Nationalsozialismus in die Lehre.

Bzgl Maßnahmen des NS wie den Rassengesetzen opponierte die Bekennende Kirche, bis auf Ausnahmen, leider nicht.
Bzgl eines ihrer führenden Vertreter lesen wir bei Wikipedia:
" Niemöller hatte seit 1924 nationalsozialistisch gewählt und die Einführung des „Führerstaates“ 1933 begrüßt."
(Machen wir es uns nicht zu einfach!)


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 Andrzej123 2. Mai 2020 
 

"Berlin wurde damals die Zentrumspartei

von den Kath.Christen bevorzugt."
Und für das Inkrafttreten der Ermächtigungsgesetze war die Zustimmung dieser Zentrumspartei eben entscheidend - da es infolge der Gegenstimmen der SPD ansonsten keine Mehrheit gegeben hätte - und diese erfolgte!
(Machen wir es uns nicht zu einfach!)


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 Devi 2. Mai 2020 
 

Artikel Devi!Kirche im Nationallsozialismus!

In meinem kleinen Bericht ist mir ein großer Fehler passiert! Berichtigung :
Der Plan eine,Nationalkirche zu gründen entspricht nicht Ihrer Sendung. Führer!
Devi


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 Devi 2. Mai 2020 
 

Geschichte der Kath. Kirche im Nationalsozialismes

Wirkliche Geschichtsfälschung in der Nachkriegszeit.Gerade die Kath, Kirche und die Bekennende Kirche haben sich sehr wohl gegen den Nationalsozialismus gestellt.In Berlin wurde damals die Zentrumspartei von den Kath.Christen bevorzugt.Gerade ein Bischof hat die Möglichkeit sich bei kompetenten Historikern wie Hesemann zu informieren
Siehe auch Rundschreiben der Bayrischen politischen Polizei 18. Sept-1935 Kath, Presse gegen die NS Weltanschauung.Die Kath. Kirche steht in betonter Ablehnung zur deutschen Judenpolitik-, (326) Buch die Schuld v.Konrad Löw. weitere mutige
Katholiken- Weihbischof Eberle von Augsburg 1936 als Hitler eine Nationalkirche wollte stellte er sich Hitler mutig entgegen. Der Plan einer Nationalkirche entspricht Ihrer Sendung. Führer! Buch Der Papst Konstantin v. Bayern Ullstein Verlag Seite 85.

Es gibt unzählige Informationen. so auch die Bemühungen von der Zeitschrift: Der Fels
-Verein -Forum deutscher Katholiken Prof Dr. Hubert Gindert. Devi







.


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 Stephaninus 2. Mai 2020 
 

Der Mut der Corona-Bischöfe

mehr möchte ich nicht sagen!


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 Konrad Georg 1. Mai 2020 
 

Es gibt aber noch einen sachlich

gewichtigeren Vorwurf, der nicht nur die Altvorderen trifft.

1917 - Fatima - Rosenkranz und Buße, sonst Krieg!
Wie hat unser Klerus darauf reagiert? Der Speckpater hat schon 1935 davon erfahren. Schneckenpost von Fatima nach Flandern wäre vermutlich schneller gewesen. Da war die Sache schon gelaufen.

Es ist der Widerwille gegen Privatoffenbarungen:
Trotz der an die Jungfrau Maria im Jahr 5 v. Chr. und an den Kaufmann Mohammed 632 n. Chr.
Diese zwei haben weltgeschichtliche Bedeutung.

Und die weiteren?
Heede, Heroldsbach, Amsterdam, Fatima/Rom, Medjugorje/Balkankrieg, Garabandal

Statt die Bitten der Muttergottes zu erfüllen, sucht man krampfhaft nach der Nadel im Heuhaufen, um sich drücken zu können.

Ich stelle fest, die Rolle des Anklägers kann ich mir nicht leisten.


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 Konrad Georg 1. Mai 2020 
 

Hic Rhodos - hic salta!

Muß doch einmal meine grandiosen Lateinkenntnisse heraushängen lassen.
Nun, wie verhalten sich unsere Hochwürdigsten Herren Bischöfe im jetzt schon 40-jährigen Krieg gegen unsere gezeugten Ungeborenen?
Täglich sterben in Deutschland (ohne die Genannten) 2500 Menschen. Diese Zahl mal 365 = 912500 Verstorbene, für die als Ersatz mindestens die gleiche Zahl Lebendgeburten erfolgen müssten. 2019 waren es nur knapp 780000.
Fiala geht davon aus, daß in DE an die 300000 abgetrieben werden

Hallo, liebe Bischöfe, ich höre nichts!

Oder seid Ihr wie die Linken, die täglich auf die NS-Zeit verweisen, um die Verbrechen der Genossen dahinter verstecken zu können.

1988 fand ich im Archiv der Augsburger Allgemeinen einen einzigen Bericht über den Holodomor in der Ukraine, und der war aus der Schweiz.


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 Matthäus 1. Mai 2020 

Es ist immer wieder erhebend,

sich an die Brust seiner Altvorderen zu klopfen.


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 girsberg74 1. Mai 2020 
 

Das ist der persönliche Punkt für einen Sprecher der DBK:

M.Schn-Fl : „ … Die Lehre für die deutschen Bischöfe muss heute sein, dass sie nicht feige sich vor dem Zeitgeist, geprägt durch die sogenannten "Eliten", verbeugen wie viele Bischöfe vor den Nazis. …"


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 kathleser 1. Mai 2020 
 

kathleser

So eine politisch-ideologische Geschichtsbetrachtung ist vollkommen unhistorisch, oberflächlich, unfair und Realitätsfremd; passt aber perfekt zum jetzigen Zeitgeist. Ein misslungener Versuch der DBK, vom eigenen totalen Versagen in der jetzigen Lage abzulenken!


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 KatzeLisa 1. Mai 2020 
 

Verstörend

Das Dokument der Deutschen Bischofskonferenz zur Haltung der deutschen Bischöfe zum Nationalsozialismus und während des 2. Weltkriegs finde ich unangemessen. Wer hat dafür geforscht und recherchiert? Die Bischöfe sind keine Historiker, wer hat sie unterstützt? Waren das unabhängige Wissenschaftler mit kontroversen Einstellungen? Bei der Beurteilung von Papst Pius XII. in der Zeit des 2. Weltkriegs gibt es ganz unterschiedliche Ergebnisse (Hesemann/Wolf).
Ich frage mich auch, über wieviele Bischöfe dieses lapidare Urteil gefällt wurde. Wie Bischofskonferenzen instrumentalisiert werden können, erleben wir auch heute noch. Die beiden Sprecher, der Vorsitzende der DBK Bischof Bätzing und der Vorsitzende der Deutschen Kommission Iustitia und Pax Bischof Wilmer, sind mir bisher nicht durch besondere Glaubenstreue aufgefallen. Umso mehr verstört es mich, wenn diese Beiden sich bemüßigt fühlen, das Verhalten ihrer Kollegen in einer schrecklichen Zeit zu be- und verurteilen.


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 Zeitzeuge 1. Mai 2020 
 

Das "Wort" der seit der "Königsteiner Erklärung"

im moraltheolgischen Schisma stehenden

DBK-Bischöfe erinnert an die Rhetorik

der 68er-Bewegten "Was hast du, Vater,

im Krieg und im NS-Staat gemacht"?

"Vergangenheitsbewältigung" war ein

Mittel der Umerziehung!



Was hätten die Bischöfe damals tun

"müssen" nach Meinung ihrer

theologisch betrachtet heute teilweise

unwürdigen Nachfolger?

Zur Massendesertation aufrufen?

1932 gab es in Deutschland ca. 33%
nominelle Katholiken, also eine
Minderheit. Welche Chance diese
Minderheit überhaupt hatte, sich
zu artikulieren, s. Link.

Das Regime war totalitär, in einer
Nachbarpfarrei hier bei uns grüßte
der Pfarrer Göring bei einer zufälligen
Begegnung nicht mit dem Hitlergruß,
er starb im KZ!

Die deutschen "Staatsbischöfe" haben doch
ohne staatl. Zwang vor 50 Jahren die kath.
Schulen weitgehend aufgegeben, der
Abtreibungsgesetzgebung keinen ernsth. Widerstand geleistet und
auch nicht "Euthanasie" und "Homo(pseudo)ehe", ist das keine
"Mitschuld"? Wie unbestreitbar b.d.
Kirchenkrise!

www.kas.de/c/document_library/get_file?uuid=3f334202-cbdf-aa27-fa26-605998c00907&groupId=252038


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 berno 30. April 2020 
 

Die meisten Kommentare hier verwechseln die Themen "Bischöfe und Nationalsozialismus" und "Bischöfe und 2. Weltkrieg". Um letzteres geht es in dem Schreiben.

Es gab während dem 2. Weltkrieg eben noch ein anderes Kriegsethos als danach, und auch die Bischöfe waren wohl davon betroffen. Ein Wehrdienstverweigerer wie Franz Jägerstätter ist dafür ein gutes Beispiel. Er wurde von seinem Bischof gedrängt, den Wehrdienst zu leisten, tat es aber nicht und wurde - unverstanden von seiner Kirche - hingerichtet. Dass er später seliggesprochen wurde, war ja auch schon ein Teil der Abkehr vom Kriegsethos der Bischöfe im 2. WK.


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 kathleser 30. April 2020 
 

Es ist zum Heulen, was wir für Bischöfe haben. Eigentlich sollen sie uns Gläubige führen, aber nun ist es offensichtlich umgekehrt.
Da haben sieTheologie studiert, aber die 10 Gebote haben sie nicht gefunden.
Du sollst nicht töten (die Abtreibung)
Du sollst nicht unkeusch sein, naja das scheint Definitionssache geworden zu sein.....
Usw.


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 bornpert 30. April 2020 
 

Geschichtsverfälschung

Und schon ein Titel in SZ "katholische Kirche schuld an zweiten Weltkrieg"Die Kirchenhasser verdrehen ganze Geschichte. Warum deutsche Bischöfe geben Atheisten solche Gelegenheit?


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 matthieu 30. April 2020 
 

geschockt

Vielen Dank für alle Wortmeldungen hier. Ich war echt geschockt, als ich die Nachricht im Radio hörte. Gerade habe ich ein gutes Buch gelesen über den Bischof von Münster, den tapferen Clemens von Galen, Titel: "Gehorsam und Gewissen." Sehr differenziert. Dagegen ist diese Verurteilung dünn und ungerecht.


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 Lilia 30. April 2020 
 

Und was lernen weichgespülte Bischöfe wie Bätzing und Wilmer daraus?!

Hoffentlich, dass sie in nicht allzu ferner Zukunft auch als Mitläufer in die Geschichte eingehen werden, wenn sie nicht endlich aufhören, die Kirche dem Zeitgeist und der Politik anzubiedern und unterzuordnen.


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 M.Schn-Fl 30. April 2020 
 

Pauschalierungen

Bischof Bätzing. „Denn wir wissen, dass uns die Rolle des Richters über unsere Vorgänger nicht gut zu Gesicht steht. Keine Generation ist frei von zeitbedingten Urteilen und Vorurteilen. Dennoch müssen sich die Nachgeborenen der Geschichte stellen, um aus ihr zu lernen für Gegenwart und Zukunft.“

Ein richtiger Satz. Die Lehre für die deutschen Bischöfe muss heute sein, dass sie nicht feige sich vor dem Zeitgeist, geprägt durch die sogenannten "Eliten", verbeugen wie viele Bischöfe vor den Nazis. Außerdem darf nicht das Heer von katholischen Märtyrern, darunter 2000 Priester, vergessen werden.
Wo bleibt der Widerstand gegen die Abtreibung, Gender und viele andere Themen (bis auf wenige Ausnahmen bei einigen Bischöfen), mit denen die DBK den Papst alleine im Regen stehen lässt? Angepasste Feigheit!
Die Unterstellung Kösters, die Bischöfe seien bemüht gewesen aus seelsorglichen Gründen "dem Krieg religiösen Sinn zu verleihen", halte ich als Historiker für eine bösartige Verzerrung.


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 ottokar 30. April 2020 
 

Kirche im Weltkrieg und Kirche in Friedenszeiten, wo ist der Unterschied?

Kein deutscher Bischof ist heute altersmässig in der Lage auch nur annähernd abzuschätzen was es heisst in einem Leben unter Naziterror,gegenseitiger Verdächtigungen,Erniedrigungen, gefallenen Familienangehörigen, zerstörten Städten,Not - also im schrecklichen Weltkriegsmilieu zu leben.Hier ohne jeglichen Grund in überheblicher Weise Kritik an ihren Vorgängern zu üben, an wunderbar tapferen und mutigen Hirten, wie wir sie uns heute nur wünschen könnten (z.B. die Bischöfe von Berlin, Münster, München usw.) geschieht vermutlich aus Gründen der Ablenkung. Weg soll der Blick gelenkt werden von den schrecklichen sexuellen Verfehlungen von Teilen ihrer Kollegen! Im Gegensatz zu dem Naziterror zur Zeit des 2.Weltkrieges, als Widerspruch und Kritik am System tödlich waren,könnten unsere"Hirten" heute ohne jede Gefahr gegen Abtreibunsgesetze, Ehe für Alle, Sterbehilfe, Genderwahn usw.verbal und schriftlich ankämpfen.Warum tun sie es nicht? Ist es Gleichgültigkeit,Mutlosigkeit oder Zustimmung?


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 romanus der melode 30. April 2020 
 

unfassbar . Schön, daß man seinen längst verstorbenen Vorgängern mal so richtig in den Hintern treten kann...


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 elmar69 30. April 2020 
 

@proelio

Es geht bei den Untersuchungen um eine Ablehnung des Krieges, nicht die des NS-Regimes.

Ich denke eine grundsätzliche Ablehnung von Krieg war damals noch nicht so üblich wie heute.

Aus heutiger Sicht hätten die Kirchenvertreter aller anderen Länder sich auch gegen den Krieg aussprechen und die Verstrickung der eigenen Soldaten in Unrecht anprangern müssen.


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 Chris2 30. April 2020 
 

"Keine Generation ist frei von zeitbedingten Urteilen und Vorurteilen." Das gilt aber auch für die politischen Bischöfe unserer Zeit, die sich z.B. für junge Männer aus fernen Ländern einsetzen, die dadurch ermöglichten Morde oder sexuellen Gewalttaten an jungen Frauen bei uns (etliche hundert allein in der Silvesternacht 2015!) aber lautstark beschweigen. "Dennoch müssen sich die Nachgeborenen der Geschichte stellen, um aus ihr zu lernen für Gegenwart und Zukunft.“ Richtig, doch leider hat schon Hegel festgestellt, dass der Mensch noch nie aus der Geschichte gelernt hat. Die instrumentalisierung der Geschichte im "Kampf gegen rechts" führt z.B. gerade schnurstracks in eine linke Diktatur. Sozialismus statt Nationalsozialismus? Vom Regen in die Traufe. Ob Corona da gerade recht kam, wird sich weisen...


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 lakota 30. April 2020 
 

In dieser Zeit

gab es jedenfalls mehr mutige und glaubenstreue Bischöfe als heute!
(Wenn ich nur einen Bischof Sproll mit einem Bischof Fürst vergleiche).


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 proelio 30. April 2020 
 

Geschichtsverfälschung

Das,was sich die deutschen Bischöfe mit diesen Aussagen hier leisten, kann man nicht mit Dummheit erklären, das ist schon sehr bösartig und schwer sündhaft. Es gibt mittlerweile ausgewiesene Historiker, die das glatte Gegenteil beweisen. So stellt der Kirchenrechtler Prof. Dr. Georg May in seinem Buch "Kirchenkampf oder Katholikenverfolgung?" fest, "dass die deutschen Bischöfe ihr Hirtenamt angesichts des Nationalsozialismus mutig und mustergültig ausgeübt haben."
Angesichts solcher Verleumdungen fordere ich den sofortigen Rücktritt der deutschen Bischöfe und entsprechende Strafverfolgung!


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 girsberg74 30. April 2020 
 

Noch'n Wort!

Frage: Gehört das zu seinen Hausaufgaben?


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