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Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz

26. November 2025 in Deutschland, 27 Lesermeinungen
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Ernennung durch Papst Leo XIV. / Weihegottesdienst am 15. März im Mainzer Dom


Vatikan/Mainz (kath.net) Papst Leo XIV. hat Pater Joshy George Pottackal O. Carm. zum neuen Weihbischof des Bistums Mainz ernannt. Das wurde am Mittwoch, 26. November, um 12.00 Uhr zeitgleich im Vatikan und in Mainz bekannt gegeben. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat den Mainzer Karmeliten im Rahmen einer Pressekonferenz im Erbacher Hof in Mainz vorgestellt. Die Bischofsweihe wird am Sonntag, 15. März, im Mainzer Dom stattfinden. Der neue Weihbischof wird künftig als Bischofsvikar für die Orden zuständig sein und bis zur Ernennung eines Nachfolgers wird er auch seine Tätigkeit im Personaldezernat fortführen. Pater Joshy wird Titularbischof von Ceramussa. Das untergegangene Bistum lag in der römischen Provinz Numidien in Nordafrika.

Bischof Kohlgraf würdigte bei der Pressekonferenz den ernannten Weihbischof: „Zu seinen Charakterzügen zählen Bescheidenheit, Kompetenz, ein klarer Blick und ein gutes Urteil. Er ist ein Mann mit ausgeprägtem pastoralem Interesse und ein Seelsorger mit Herz. Seine Verwurzelung in der Spiritualität der Karmeliten ist ihm wichtig; das Leben in Gemeinschaft und die geistlichen Strukturen seines Ordens gehören wesentlich zu seinem Selbstverständnis.“ Und weiter: „Für mich persönlich bedeutet seine Ernennung nicht nur Unterstützung in der täglichen Arbeit, sondern auch einen mitbrüderlichen Gesprächspartner – für die Themen unseres Bistums wie auch für die Aufgaben in der Bischofskonferenz.“


Wörtlich sagte Bischof Kohlgraf: „Er ist zum Weihbischof ernannt worden, weil er die dafür notwendigen Fähigkeiten mitbringt. Dennoch wird es gewiss Kommentare geben, die betonen, dass er nicht deutscher Herkunft ist, auch wenn er die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Gerade das macht diese Ernennung bemerkenswert. Ich halte sie für ein starkes und wichtiges
Zeichen in unsere Zeit hinein. In unserer weltweiten katholischen Kirche gibt es keine Unifor mität. Wir sind berufen, Einheit in Vielfalt zu leben – mit unterschiedlichen Glaubenswegen und kulturellen Hintergründen. Es gibt in dieser Kirche keine Fremden. Wer die Ernennung von Pater Joshy außergewöhnlich findet, möge sich daran erinnern, dass Bischof Prevost als US-Amerikaner Bischof in Peru war.“

Statement von Pater Joshy:
„Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich eines Tages die Berufung zum Weihbischof erhalte“, sagte Pater Joshy bei der Pressekonferenz. Wörtlich sagte er: „Als junger Ordensmann hatte ich ganz andere Träume - missionarische Arbeit in Nordindien oder Afrika, später dann, hier angekommen, schlug bis vor kurzem noch mein Herz für die deutsche Auslandsseelsorge. Ich bin kein Theoretiker mit Doktortitel! Meine Predigten sind selten länger als fünf Minuten. Kann ich mit den Gaben, die mir Gott gegeben hat, das Amt des Weihbischofs ausfüllen und trotzdem authentisch bleiben? Obwohl oder gerade weil Fragen und Zweifel bleiben, vertraue ich auf Gott und seinen Weg für mich. Und so sage ich heute einmal mehr ja, ich lasse mich darauf ein. ,Durch Vertrauen geführtʼ (per fidem ductus) (nach Psalm 37,5) nehme ich die Ernennung an und sage frei nach Augustinus: ,Mit Euch bin ich Christ und für Euch bin ich Weihbischof.ʼ“ 

Pater Joshy verwies auf seine Erfahrung in der Jugend- und Gemeindepastoral im Bistum Mainz: „Ich bin dankbar für die Ermutigung und die große Unterstützung, die ich dabei von vielen Seiten erfahren habe.“ Und weiter: „Es waren sehr intensive Jahre, in denen ich die vielfältigsten Aufgaben kennenlernen durfte. Nah an den Menschen in der Gemeinde, mit ihren Freuden und Sorgen zu sein und auch zu hören und zu verstehen, was ihnen wichtig ist, was für sie Glaube bedeutet, was sie an der Kirche schätzen, aber auch was sie an der Institution Kirche manchmal kritisch sehen, war mir immer ein Anliegen. Dankbar bin ich für die Kontakte zu allen Generationen der Gemeinde.

Foto: (c) Bistum Mainz


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