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Bätzing spaltet politisch! Ein absoluter Tiefpunkt in der deutschen Kirchengeschichte!

12. November 2025 in Deutschland, 32 Lesermeinungen
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Peter Hoeres, Professor für Neueste Geschichte an der Universität Würzburg, übt scharfe Kritik an Marx, Kampf der Kirchen gegen "rechts" und Bischof Bätzing - Bätzing habe in den vergangenen drei Jahren keinen einzigen Priester mehr geweiht


Würzburg (kath.net)
"Wenn sich eine Kirche nicht mehr als Integrationsinstanz versteht, die versucht zu befrieden, sondern stattdessen politisch spaltet – wie es etwa der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz Georg Bätzing tut –, dann verfehlt sie ihren sozialen Auftrag." Mit derart scharfen Worten hat Peter Hoeres, Professor für Neueste Geschichte an der Universität Würzburg, in einem Interview mit IDEA Kritik an seiner eigenen katholischen Kirche geübt.

Für Hoeres, der regelmäßig für Tageszeitungen schreibt und mehrere Bücher veröffentlicht hat, stehen viele Kirchenfunktionäre und auch Reinhard Kardinal Marx nicht auf der Seite der Opfer, wenn sie nach jedem grauenhaften Anschlag auf Frauen und Kinder wie in Aschaffenburg oder Kandel reflexartig dem „Kampf gegen rechts“ beitreten. "Sie lassen die Opfer damit im Stich. Sie machen mit. Aufgabe und Verantwortung der Kirchenfunktionäre wäre, zu integrieren und zu versöhnen und bei der Spaltung der Gesellschaft nicht auch noch mitzumachen."

Beide Kirchen hätten laut Hoeres sich keine Gedanken über die Opfer gemacht, wenn die nicht in ihr politisches Konzept passten. Dies betreffe sowohl die Kölner Silvesternacht 2015 bis zu den Gruppenvergewaltigungen und den von ungeprüft hereingelassenen sogenannten Flüchtlingen getöteten Opfern. Hier wäre es die Aufgabe der Kirchen gewesen, sich an der Seite der Opfer zu stehen. Besonders kritisch sieht der Professor das Bistum Limburg. Dort habe der Bischof in den vergangenen drei Jahren keinen einzigen Priester mehr geweiht. Dies sei ein absoluter Tiefpunkt in der deutschen Kirchengeschichte.


Hoeres erinnerte auch, dass in der Bibel "rechts" die gute Seite sei, in der politische Zuschreibung "rechts“ negativ belastet sei. In seinem neuesten Buch befasst er sich mit der gefährlichen Vereinfachung im "Kampf gegen rechts". Vergleichsstudien zeigen, dass das Rechts-Links-Muster religions- und kulturübergreifend sei. Überwiegend sei die rechte Seite mit Positivem und Heiligem verbunden, die linke mit Negativem bis Dämonischem. "Von der Bibel über Gemälde, z. B. vom Jüngsten Gericht bis zum Kirchenbau, ist die rechte Seite klar privilegiert, heilig. Zur rechten Seite Gottes sitzt der Menschensohn. Der 'gute Schächer', der sich noch am Kreuz bekehrt, hängt auf der rechten Seite von Jesus. Und die linke Seite ist eben das Negative, Böse, wo der Herr am Jüngsten Tag laut Matthäus (25,33 ff.) die Böcke, die Verfluchten, stellen wird."

Angesprochen auf die deutsche AfD meinte der Professor, dass man in der Partei viele kritisch sehen müsse. "Aber man kann weder diese Partei noch deren Wähler komplett ausgrenzen. Das ist ein unchristliches Verhalten und führt zu der Verfestigung der Situation. Was hat der 'Kampf gegen rechts' denn im Hinblick auf die AfD gebracht, außer einer Verdopplung der Stimmenzahl, im Osten sogar bis hin zu 40 Prozent? Wer überzeugt ist, dass diese Partei nationalsozialistisch ist, sollte sofort versuchen, sie zu verbieten, und das ernsthaft betreiben", betont Hoeres. Nationalsozialistisch sei die Partei nicht, da es keine Kernelemente des Nationalsozialismus wie Führerherrschaft, ein eliminatorischer Antisemitismus, ein expansionistisches Lebensraumkonzept und eine Schläger-Truppe als Parteiarmee gäbe. Aus den Reihen der Linksfraktion kommen laut Hoeres übrigens Äußerungen, die viel stärker auf Gewalt zielten und zweitens auch viel stärker gegen Israelis und Juden gerichtet seien. Aber auch hier könne man nicht sagen, dass dies alles Stalinisten seien. Ein bisschen Differenzierungspotenzial müssen man sich bewahren, wenn die Gesellschaft nicht komplett auseinanderfliegen solle.

Hoeres kritisierte auch, dass die deutschen Kirche mit vehementen Abtreibungsbefürwortern bei den Grünen und Linken kuschen. "Zumindest in der katholischen Kirche verbietet sich das ganz klar, Abtreibung ist von Exkommunikation bedroht. Da hat man überhaupt keine Probleme, Gemeinsamkeit zu suchen. Auf der rechten Seite hingegen schon – ein absoluter Selbstwiderspruch. Mein Logikprofessor hat immer gesagt: „Der liebe Gott hat leider vergessen, logische Fehlschlüsse mit Schmerzempfinden zu koppeln.“ Dann würden im Moment sehr viele Leute vor Schmerz schreien." Hierzulande fühlen sich die Leute in ihren Alltagssorgen  von den Kirchen verraten und von vielen leitenden Kirchenvertretern im Stich gelassen.


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