Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  3. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. Realitätsverlust im Bistum Chur
  8. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  9. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  10. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  11. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  12. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  13. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  14. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

Synodenteilnehmer kritisiert ‚linke Konservative’ in Lateinamerika

15. Oktober 2019 in Weltkirche, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Manche in der Kirche Lateinamerikas seien in den 1970er Jahren stehen geblieben. Marxistische Kategorien werden der komplexen Realität der Amazonas-Region nicht gerecht, sagt P. Martin Lasarte.


Rom (kath.net/jg)
P. Martin Lasarte SDB, ein von Papst Franziskus nominierter Teilnehmer an der derzeit laufenden Amazonien-Synode, hat Missionare in Lateinamerika kritisiert, die immer noch an linken politischen Ideen, die vor Jahrzehnten populär gewesen seien, festhalten.

Diese „linken Konservativen“ würden einen Sektor in der Kirche bilden, der in den 1970er Jahren verhaftet geblieben sei, als Klassenkampf und die „Kirche, die zu den Armen geht“ en vogue gewesen seien. Hier seien sinnvolle Elemente zu finden, doch die Mission der Kirche sei damit nicht erfüllt, sagte er gegenüber der katholischen Plattform CRUX.


Durch die Überbetonung der „Option für die Armen“ sei die Evangelisierung vernachlässigt worden, sagte der aus Uruguay stammende Salesianerpater. Die Verkündigung des Evangeliums sei die fundamentale Aufgabe der Kirche. „Die Liebe für die Armen und ein soziales Engagement sind Konsequenzen aus dem Glauben. Das wichtigste, die Vermittlung des Glaubens, wurde unterbrochen. Wir leben in einer anderen Welt als in den 1970ern und wir können nicht mehr die Forderungen der 1970er stellen“, sagte wörtlich.

Die vereinfachenden Kategorien des Marxismus würden der komplexen Wirklichkeit nicht gerecht. Viele in der Kirche würden die Realität Lateinamerikas nur in den Begriffen von arm und reich sehen; die Verhältnisse seien aber nuancierter. „Es gibt arm und reich, ja, aber es gibt auch Männer und Frauen, indigene Völker, die in den Anden leben, die im Amazonas leben und es gibt eine wichtige afrikanischstämmige Kultur“, stellte Lasarte fest.

Manche hätten auch den „Mythos“ übernommen, dass Evangelisierung die Kultur zerstöre und daher negative anthropologische Konsequenzen habe. In der Folge hätten manche in der katholischen Kirche die Evangelisierung überhaupt aufgegeben, in der Überzeugung, ihr eigenes Zeugnis sei genug. Lasarte hält dies für einen großen Fehler. Papst Paul VI. habe in seinem apostolischen Schreiben „Evangelii nuntiandi“ (1975) ausdrücklich betont, dass zur Evangelisierung die Verkündigung des Wortes und der Lehre Christi gehöre. Zeugnis und Dienst seien zentral, aber ebenso die Verkündigung, erinnerte er.

Der Salesianer kritisierte auch die Überbetonung des Priesterzölibats durch die Synode. Der Zölibat betreffe die ganze Kirche und sei daher kein Thema für eine Regionalsynode, sagte Lasarte.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bischofssynode

  1. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  2. Kardinal Fernandez, Präfekt des Glaubensdikasteriums: „Synodalität: Warum nein und warum ja?“
  3. Synodenrat gibt Auftrag für allgemeine Kirchenversammlung 2028
  4. Das Schweigen der Synode zum Alten Ritus
  5. Bischof Barron in ‚offenem Widerspruch’ zum Abschlussbericht der Synode über die Synodalität
  6. Erzbischof Fisher/Sydney: Nicht alles dem Heiligen Geist zuschreiben
  7. ‚Verwirrt und verwirrend’ – Kardinal Zen äußert Bedenken zur laufenden Bischofssynode
  8. Mexikanischer ‚Dubia’-Kardinal: Synode hat keine lehramtliche Autorität
  9. Kardinal Zen befürchtet Manipulation der Synode über die Synodalität
  10. Bischof Bonnemain: Sexualmoral ‚kann und muss ... vertieft und weiterentwickelt werden’






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  5. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. Realitätsverlust im Bistum Chur
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  11. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  12. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  13. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  14. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  15. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz