Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  6. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  12. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

Bischof Barron in ‚offenem Widerspruch’ zum Abschlussbericht der Synode über die Synodalität

4. Dezember 2023 in Weltkirche, 23 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wissenschaftliche Fortschritte sagen nichts darüber aus, ob eine Handlung gut oder schlecht ist. Das gelte auch für die Beurteilung homosexueller Handlungen, betont der Bischof.


Rom (kath.net/CNA/jg)
Rober Barron, der Bischof von Winona-Rochester und Gründer des „Word on Fire“-Apostolats hat den Abschlussbericht der Synode über die Synodalität kritisiert. In dem Bericht wird die Forderung erhoben, der Fortschritt der Naturwissenschaften verlange eine „Weiterentwicklung“ der kirchlichen Morallehre über die menschliche Sexualität.

In einem Artikel vom 21. November, der auf der Internetseite des „Word on Fire“-Apostolates veröffentlicht worden ist, schreibt Bischof Barron, es sei „beunruhigend“ zu sehen, wie Mitglieder der deutschen Bischofskonferenz die Sprache des Synodenberichts verwenden, um größere Neuformulierungen der Sexuallehre der Kirche zu rechtfertigen.

Bischof Barron wendet sich insbesondere gegen die im Synthesedokument aufgestellte Behauptung, dass „Fortschritte im wissenschaftlichen Verständnis ein Überdenken unserer Sexuallehre verlangen, deren Kategorien offenbar nicht ausreichen, um die Komplexität menschlicher Sexualität angemessen zu beschreiben“.


Er bezeichnet die Wortwahl als „herablassend gegenüber der gut verständlichen Tradition der moralischen Reflexion im Katholizismus“, einschließlich der von Papst Johannes Paul II. entwickelten Theologie des Leibes. „Zu behaupten, dass dieses vielschichtige, philosophisch durchdachte, theologisch dichte System nicht in der Lage ist, die Feinheiten der menschlichen Sexualität zu behandeln, ist einfach absurd“, schreibt Bischof Barron wörtlich.

Das eigentliche Problem sei aber ein Kategorienfehler, welcher dieser Art der Argumentation zugrunde liege, nämlich der, dass Fortschritte in den Naturwissenschaften als solche eine Weiterentwicklung der Morallehre erfordern würden. Am Beispiel der Homosexualität werde deutlich, dass Evolutionsbiologie, Anthropologie und Chemie neue Einsichten in die Ursachen und leiblichen Dimensionen der gleichgeschlechtlichen Neigung geben können, sie aber nichts darüber sagen, ob homosexuelles Verhalten richtig oder falsch ist. Die Erörterung dieser Frage gehört zu einen anderen Art von Diskurs, schreibt der Bischof.

Während der Diskussionen der Synode habe es eine scheinbare Spannung zwischen Liebe und Wahrheit gegeben, fährt Bischof Barron fort, insbesondere hinsichtlich des Umgangs mit LGBT-Personen. Praktisch jeder auf der Synode habe die Ansicht vertreten, dass diejenigen, deren Sexualleben außerhalb der Norm sei, mit Liebe und Respekt behandelt werden sollen. Die Synode habe diesen pastoralen Punkt richtigerweise betont. Aber vielen Teilnehmern sei es wichtig gewesen, dass die Wahrheit der Morallehre der Kirche hinsichtlich der Sexualität nicht verschwiegen werden dürfe. Es sei besser, von einer Spannung zwischen Entgegenkommen und Wahrheit zu sprechen. Wenn die Begriffe richtig verstanden würden, gebe es keine wirkliche Spannung zwischen Liebe und Wahrheit, weil Liebe kein Gefühl sei sondern ein Akt, mit dem man für den anderen das Gute will. Man könne daher niemanden wirklich lieben, wenn man nicht wahrhaft erkenne, was für diese Person wirklich gut sei, schreibt Bischof Barron.


Link zum Artikel von Bischof Robert Barron (englisch) auf der Internetseite von „Word in Fire“: My Experience of the Synod

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bischofssynode

  1. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  2. Kardinal Fernandez, Präfekt des Glaubensdikasteriums: „Synodalität: Warum nein und warum ja?“
  3. Synodenrat gibt Auftrag für allgemeine Kirchenversammlung 2028
  4. Das Schweigen der Synode zum Alten Ritus
  5. Erzbischof Fisher/Sydney: Nicht alles dem Heiligen Geist zuschreiben
  6. ‚Verwirrt und verwirrend’ – Kardinal Zen äußert Bedenken zur laufenden Bischofssynode
  7. Mexikanischer ‚Dubia’-Kardinal: Synode hat keine lehramtliche Autorität
  8. Kardinal Zen befürchtet Manipulation der Synode über die Synodalität
  9. Bischof Bonnemain: Sexualmoral ‚kann und muss ... vertieft und weiterentwickelt werden’
  10. Bischof Bonnemain lässt die 'Schweizer Katze' aus dem Sack







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  4. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  5. Über das Dämonische
  6. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  7. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  8. 'Ich habe mich geirrt'
  9. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  14. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  15. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz