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Kirchensteuer, Kindergärten, Caritas – weg damit

21. Jänner 2019 in Kommentar, 39 Lesermeinungen
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Die sozialen und medizinischen Dienste müssen um ihrer selbst und der Kirche willen aus dem Komplex der Kirche und der Kirchensteuer entlassen werden - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Ganz gleich, wie grausam das klingen mag, es ist eine Chance für die Kirche. Man darf den Gedanken durchdeklinieren. Auf dem Neujahrsempfang seines Bistums regte Bischof Gregor Maria Hanke an, über die Zukunft der Kirchensteuer nachzudenken. Er ist wohl der erste Diözesanbischof, der über den „engen Junktim zwischen Geld und Gnade“ sprach. Bischof Hanke ging es dabei um den Glauben, um die Gefahr der „Homöopathisierung des Glaubens“.

Ein Aspekt davon ist das Sozialengagement der Kirche. Der Glaube ist gesellschaftlich nicht einmal mehr in homöopathischer Potenzierung vorhanden. Er ist so weit verdunstet, dass er im Alltag der Menschen keine Rolle spielt. Die Kirche als Arbeitgeber betreibt zahlreiche wertvolle Einrichtungen. Nur eines muss man diesen Einrichtungen bescheinigen: Das Attribut katholisch gebührt ihnen nicht mehr. Zwar herrscht da nominell ein irgendwie katholischer Geist, dieser ist von katholisch deutlich verschieden. Das Christentum ist kein reines Lehrgebäude, es ist eine Begegnung mit dem lebendigen Christus. Es ist die Begegnung mit Zeugen für Christus. Katholische Pfarrer dürfen froh sein, wenn in ihrem Kindergarten eine wirklich katholische Erzieherin arbeitet, die zudem idealerweise nicht in irregulären Verhältnissen lebt.
Wie soll das Konzept „katholischer Kindergarten“ funktionieren, wenn das lebendige Zeugnis fehlt? Andere Frage: Wäre katholischer Kindergarten mit Erziehung zum Glauben, täglichem Gebet und katechetischer Unterweisung der Kinder überhaupt noch in der Breite der Bevölkerung akzeptiert?


Gleiches lässt sich äquivalent über Krankenhäuser, Altenheime, Sozialstationen, Schulen und vieles andere mehr sagen. Die Kirche war Pionier in den sozialen Diensten, der Medizin und der Bildung. Das ist ein Verdienst, der betont werden muss. Die Geschichte ist weitergelaufen. Standards haben sich gesellschaftlich durchgesetzt.

Der Glaube hingegen spielt keine Rolle mehr. Die Kirche ist ein milliardenschwerer Player in Sozialbusiness. Die kirchliche Arbeitsordnung musste(?) wider die Moral der Kirche geändert werden.

Sonst hätte man die meisten Mitarbeiter hätte entlassen müssen. Ein Chefarzt in einem katholischen Krankenhaus muss entlassen werden, wenn er sich scheiden lässt und erneut zivil heiratet. Muss?

Es ist so ein Aspekt von „Homöopathisierung des Glaubens“, wenn kirchliche Einrichtungen um jeden Preis in der Kirche gehalten werden, die Mitarbeiter auf Grund ihrer Lebensführung und ihrer persönlichen Ansichten aber keine lebendigen Zeugen sein können. Muss ein Chefarzt die Moral der Kirche teilen, um ein guter Chefarzt zu sein? Man erkennt das Dilemma.

Niemand möchte sich lieber von einem frommen Quacksalber als von einem qualifizierten Häretiker operieren lassen. Niemand, der das Leben für eine Gabe Gottes hält, möchte hingegen in die Hände eines Euthanasiebefürworters geraten.

Es ist ein Konflikt zwischen Glaube, Qualität und Ethik. Die Kirche muss - um ihrer eigenen Glaubwürdigkeit wegen - den Ballast der Sozialkonzerne, nicht jedoch den Anspruch der Caritas als authentischer Ausdruck christlichen Lebens abwerfen. Es geht definitiv nicht um Schließungen. Ein gesellschaftliches Chaos wäre der Fall. Es geht um ein geregeltes Outsourcen.

Die sozialen und medizinischen Dienste müssen um ihrer selbst und der Kirche willen aus dem Komplex der Kirche und der Kirchensteuer entlassen werden. Den Werken das ethische und qualitative Erbe des christlichen Glaubens mitzugeben, ist dabei sicher eine Herausforderung. Entscheidend ist die Abkopplung, die eine größere Ehrlichkeit herstellt. Entscheidend ist es, Werke aus den Händen der Kirche zu nehmen, die Kräfte binden, die die Kirche nicht mehr hat.


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Lesermeinungen

 Zeitzeuge 23. Jänner 2019 
 

Solange die Caritas sich an der "Verhütung"

beteiligt, soll sie sich bitte nicht
mehr katholisch nennen.

Von mir bekommen die keinen Cent, da spende ich lieber an z.B. "Kirche in Not",
aber auch nicht die "Malteser", hat hier
eigentlich jemand etwas Neues über die
sog. "Kondom- und Millionenaffäre" bei
den Maltesern gehört? Hat der Papst hier
eingegriffen? Gerne warte ich auf Infos, danke!


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 griasdigott 23. Jänner 2019 

Wo man "hilft" und wo man spenden soll

Caritas und Co

Hauptsächlich "hilft" man, wenn man Steuergelder (=Raubgeld) abgegriffen werden können, besonders lukrativ zur Zeit die Asylindustrie.

Wenn Geld gebraucht wird z. B. für arme Rentner, ruft man zu Spenden auf.

Da lässt man sich doch dann von der Politik vorgeben, was gefördert wird und was nicht!

Gäbe es Steuergeld für Obdachlose, Strassenkinder, Mütter in Not, deutsche Familien in Not, ja dann wären die Caritas und andere kirchliche Sozialbetriebe genau dort aktiv.

Der Arbeitende ist immer der Betrogene. Es wird über Steuer und Abgaben an die 70 % weggenommen. In Berlin z.B. gibt es eine Siedlung, da wohnte früher der Mittelstand. Dieser kann sich das heute nicht mehr leisten. Dort wohnen nur noch Leute, wo der Steuerzahler für die Miete aufkommen muss.

So war christliche Caritas nie gemeint, ja das ist ja geradezu eine Karikatur davon!


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 lesa 23. Jänner 2019 

Weniger ist mehr

@phil 2: Sicher muss die Kirche es sich gut überlegen.
Aber richten sich Ihre Vorwürfe bezüglich der "reinen Lehre" nicht letztlich gegen den Auftrag Christi zu authentischem Zeugnis?
Er sagte: "Euer Ja, sei ein Ja, euer Nein ein Nein". "Sorgt euch zuerst um das Reich Gottes, alles andere wird euch dazu gegeben."
Der Wirkungsradius kann kleiner werden und das Zeugnis wirkungsvoller.
Wo die Authenzität der wirtschaftlichen Effizienz und dem "Funktionieren des Systems" untergeordnet wird, kommen Gott und der Mensch erfahrungsgemäß zu kurz. Der Gründer eines Hospitals sagte: "Unsere Häuser haben mit der Pflege eines einzigen Kranken begonnen. Wenn schließlich nur noch ein einziger Kranker als ein anderer Christus gepflegt würde, wäre das die Glut, aus der neues Feuer entstehen könnte. Und das wäre besser, als die nur prakt. Sorge für viele Kranke in vielen Häusern unter dem Christennamen fortzusetzen. An Krankenbetten ist bei uns kein Mangel."
Gerade unsere Zeit braucht DIES!


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 leibniz 23. Jänner 2019 
 

Danke, Labrador61,
Sie haben hervorragend beschrieben, was "Caritas" bedeutet.
"Caritas" bedeutet auf jedenfalls nicht:
dem Kunden 4000 Euro abzunehmen und ihm dafür am Tag nicht einmal eine Stunde an Pflege und Betreuung zu geben.


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 silas 23. Jänner 2019 

Herr verzeih, sie wissen nicht was sie reden...


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 Diasporakatholik 23. Jänner 2019 
 

Phil2 - Ich stimme Ihnen weitgehend zu.

Denn ich habe selbst ähnliche Erfahrungen und Beobachtungen wie Sie gemacht - da sind wir zumindest hier in diesem Forum schon zu zweit.


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 Steve Acker 22. Jänner 2019 
 

Für den Staat ist es schön bequem, wenn die Kirchen

z.B Kindergärten betreiben.
Wenn er das bezuschusst, ist es immer noch günstiger als wenn selbst eins zu betreiben.

vor ein paar Jahren gab es mal folgendes in einem kirchl. Kindergarten:die Leiterin ging eine Homo-Partnershaft ein.Der Pfarrer kündigte ihr.Natürlich Medienrummel und Shitstorm.
es endete damit,dass die Stadt der Kirche die Trägerschaft des Kiga entzog.
da fragt man sich wirklich warum sich die Kirche da überhaupt noch antut.

Ein sehr frommer Pfarrer den ich kenne,
erzählte mal, dass er schon ganz getrimmt darauf ist,bei Planungen für den Kindergarten die Dinge so zu gestalten,dass ein Maximum an Zuschüssen rausspringt.


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 labrador61 22. Jänner 2019 
 

Lieber Phil2 - wegen beschmutzen und so

Meinen Sie wirklich es wäre Caritas, zu Tagessätzen die man vom „Staat“ (der Allgemeinheit) erhält, irgend etwas Soziales zu tun?

Hurra, das städtische Altersheim ist auch Caritas!!

Ich sagen Ihnen das Folgende so direkt ins Gesicht, weil Sie zB auch Leibniz, seit 20 Jahren in der Pflege, vorwerfen, sich nicht beschmutzen zu wollen, weil Sie eine andere Position wohl begründet vertritt.

Caritas wäre zB, wenn Sie nächstes Mal den Obdachlosen, dem Sie begegnen, zu sich nach Hause einladen, ihn in Ihr Bad verfrachten und ihm während seiner Reinigung ein Essen kochen. Ich halte es, je nach Obdachlosen, durchaus für möglich, dass Sie danach das Bad mit einem Chlorreiniger desinfizieren ...

Kunden (oder Kollegen) in der Arbeit mit einem freundlichen Gesicht zu begegnen, halte ich hingegen nicht deshalb für Caritas, bloß weil es in einem KH oder Altenheim passiert.


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 griasdigott 22. Jänner 2019 

Asylindustrie

Dadurch, dass die Caritas die Asylindustrie für sich entdeckt hat, spätestens seit dem ist sie unglaubwürdig geworden. Das kann so richtig Steuergeld abschöpfen. Der Nebeneffekt ist leider, dass unser Land islamisiert wird mit allen Nebenwirkungen wie Vergewaltigung, Gruppenvergewaltigung, Messerstecherei und "Ehrenmord".


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 Phil2 22. Jänner 2019 
 

@AdVerbumTuum

Dass sich die Kirche mittelfristig von Gebäuden, Angeboten und Trägerschaften trennen muss, ist wohl unbestritten, dem was Sie dazu ausführen stimme ich weitgehend zu.

Mir geht es, da vermuten Sie ganz recht, vielmehr um die Motivation und hierbei kritisiere ich den leichtfertigen Ruf nach Rückzug um der reinen Lehre willen. Darum geht es doch Herrn Winnemöller und anderen, die die Caritas wie ein aussätziges Glied abstoßen möchten.

Es wird nicht gefragt, wie können wir die kirchlichen Einrichtung qualitativ, auch in der Hinsicht wie wahrnehmbar sie Ausdruck unserer Nächstenliebe sind verbessern (und wenn dazu eine Reduzierung nötig ist, dann ja, natürlich). Nein, es geht um den Rückzug eines "heiligen Restes" aus der schlechten Welt, weil man meint sich mit der Caritas zu beschmutzen.

Und wird die Seelsorge und die Glaubenserziehung (so verbesserungswürdig sie auch sein mögen) in staatlichen Einrichtungen in Zukunft überhaupt noch möglich sein, wenn die Kirche hier das Feld räumt?


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 Ad Verbum Tuum 22. Jänner 2019 

Gesundschrumpf-FraktionGes II

Kath. Schule & Kita? Meine Erfahrungen bei Erstkommunion & Firmung sind leider so, dass die angebl. religiöse Prägung höchstens in kleinsten Nuancen erkennbar wird und die typischen kirchl. umstrittenen Themen (Zölibat, Sexualität u.ä.) auch dort negativ reflektiert vorbesetzt sind.
Der verantwortliche Lehrer für Religion am kath. Gymnasium ist ein Protestant ...
Die Formulierung Spaemanns kommt nicht von ungefähr - und so kann es doch nicht bleiben, dass kath. Eltern z.B. keine passenden Schulen finden können.
Ich bin überzeugt: weniger ist mehr, weniger Quantität, dafür aber wieder kath. Qualität.


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 Ad Verbum Tuum 22. Jänner 2019 

Gesundschrumpf-Fraktion

Lieber @Phil2,
ich glaube Sie schätzen hier Menschen falsch ein ... und zwar indem Sie aus dem Tun 1:1 auf die Motivation & auf Abgebrühtheit schließen.
So habe ich z.B. schon 2 Mal unter inneren Schmerzen in meiner berufl. Laufbahn für organ. Änderungen gekämpf - wohl wissend, dass ich mich damit überflüssig mache - aber es zum langfristigen Wohl der Firma ist. Unter gleichen Vorzeichen kämpfe ich auch dafür lokal die Anzahl an genutzen Kirchen/Gebäuden zu reduzieren - auch wenn mein Herz weint. Wir müssen diese Dinge doch angehen, solange wir ihnen noch eine Richtung geben können, solange wir noch handeln können, um so Ressourcen, personell und finanziell frei zu machen für Erneuerung und Zukunft der Kirche.
Und sollten wir m.E. auch viel mehr darüber nachdenken wie wir in hochprofessionalisierten Einrichtungen (Krankenhäuser etc.) z.B. aus der Trägerschaft auszusteigen und uns stattdessen auf die Seelsorge dort konzentrieren.
ff.


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 Phil2 22. Jänner 2019 
 

@leibniz (2)

nur "fromme oder gläubige" Menschen in der Pflege und im Kindergarten arbeiten.

Zum anderen ist der Reichtum auch differenziert zu betrachten. Da ist zum einen der Immbobilienbestand. Da sind sicher viele wertvolle dabei, die aber keinen oder kaum Ertrag abwerfen oder deren Erhalt gar Zuwendungen benötigt. Da man sich auf immer weiter sprudelnde Kirchensteuereinnahmen in der Zukunft nicht verlassen kann, müssen genügend Erträge aus den Immobilien bezogen werden, um diese in ihrer Gesamtheit erhalten zu können. Oder man reduziert sukzessive den Bestand, das bedeutet aber auch, dass wenn man die Sahnestücke, die Erträge erwirtschaften abstößt, man auch im gleichen Maße die unrentablen reduzieren muss. Und das sind häufig Kirchen, Kapellen, Friedhöfe, Pfarrhöfe, Pfarrzentren, Säle Gemeinderäume, usw.
Das wird die Anhänger der Gesundschrumpffraktion nicht schmerzen, es wird auch bis zu einem gewissen Grad nötig sein, aber seinen Preis hat es eben doch.


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 Phil2 22. Jänner 2019 
 

@leibniz (1)

Die Kirche muss nicht genauso arbeiten, wie staatliche Einrichtung. Das stimmt teilweise, sie muss natürlich die Auflagen (Heimgesetz, SGBs, Richtlinien der Kassen usw.) genauso erfüllen, aber natürlich kann die Kirche die Vorgaben übertreffen, genau so wie sie natürlich mehr Personal stellen kann und es besser bezahlen kann. Aber trotzdem muss ein Heim letztlich wirtschaftlich geführt werden, das heißt, es muss mit seinen Einnahmen die Kosten decken und etwas für zukünftige Investitionen zurücklegen. Eine Gewinnerzielungsabsicht in dem Sinne, dass der Eigentümer etwas augeschüttet bekommt liegt ja bei den kirchlichen Trägern nicht vor, allenfalls werden Überschüsse, wenn sie denn einmal vorkommen zur Querfinanzierung defizitärer Angebote verwendet.

Und ja, die deutsche Kirche ist reich. Und ja, bestimmt könnte man noch mehr davon in die caritative Arbeit stecken, aber hier wird jetzt ja schon kritisert, dass diese Arbeit zu groß ist, mit den beklagten Folgen, dass eben nicht mehr ...


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 leibniz 22. Jänner 2019 
 

Fortsetzung

Die Kirche muss nicht genauso arbeiten wie die staatlichen oder städtischen Einrichtungen. Sie könnte den Pflegebedürftigen eine menschenwürdige Pflege ermöglichen und sie könnte ihre Angestellten besser behandeln. Natürlich würde sie dann weniger Geld verdienen. Dann wäre aber die Pflege Werbung für das Evangelium. Die Kirche in Deutschland ist unermesslich reich. Erkundigen Sie sich bitte, lieber Phil2, wie viele Immobilien allein im Bistum München im Besitz der Kirche sind.


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 Phil2 22. Jänner 2019 
 

@leibniz

Da kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung erwidern, ich habe einige Jahre in einem Seniorenzentrum in evangelischer Trägerschaft gearbeitet, ich kenne den wirtschaftlichen Druck und die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter. Der ist jedoch bei nichtkirchlichen Trägern genauso groß oder noch größer. Trotz der schwierigen Bedingungen wurde dort großer Wert darauf gelegt, christliche Nächstenliebe spürbar zu machen. Und das kann auch gelingen, auch wenn nicht alle Mitarbeiter Christen sind, oder nur auf dem Papier oder in irregulären Lebensverhältnissen leben, usw.

Natürlich würden die Menschen auch gepflegt werden, wenn es keine kirchlichen Träger mehr gäbe, aber was wäre die Verbesserung?

Ich bleibe dabei, es geht bei den Rückzugsfantasien nicht um die betreuten Menschen, sondern vielmehr darum, sich nicht die Hände schmutzig machen zu wollen, wenn die in diesen Einrichtungen die reine Lehre mit der gesellschaftlichen Realität kollidiert.


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 Phil2 22. Jänner 2019 
 

@Hausfrau und Mutter

Natürlich soll man Missstände ansprechen, nur so kann sich etwas verbessern. Und wenn es bei Ihnen vor Ort um die katholischen Kindergärten so schlecht bestellt ist, dann sind Ihre Kinder vielleicht wirklich besser an einem anderen, kommunalen oder privaten, aufgehoben, das werden Sie schon vernünftig gelöst haben. Nur macht es keinen Sinn aus schlechten Beispielen den allgemeinen Schluss zu ziehen, am besten alle katholischen Einrichtung gleich ganz abzuschaffen. Dadurch wie die soziale Landschaft nicht qualitativ besser, sicher auch nicht christlicher, nur ärmer, weil es eben auch die guten Beispiele gibt.


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 Hausfrau und Mutter 22. Jänner 2019 
 

@der Gärtner

Die von Ihnen beschriebene Kontakte haben wir selbstverständlich angesprochen. Es kam jedoch nur zum Ergebnis, dass wir lieber die Einrichtung verlassen sollten.

@Phil2: ich habe es lieber, wenn meine Kinder keine falsche Glaubensbeispiele bekommen. Es ist leider so, dass in keiner dieser katholischen Kitas eine regelmäßige Arbeit mit der Gemeinde angestrebt wurde. Mitarbeiter der Gemeinde (Kaplan, Gemeinde Referentin, pastoral Referentin) kamen nur ausnahmsweise. Ich weiß, dass diese Zusammenarbeit in einigen Gemeinden gut funktioniert. Umso mehr soll man es sagen, wenn das nicht der Fall ist.

H&M


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 lesa 22. Jänner 2019 

Die christliche Nächstenliebe darf nicht als Etikette ausgespielt werrden für Geld

@johack: Wie @leibnitz und andere poster aus eigener Erfahrung berichten,
scheinen die "caritativen Einrichtungen" eben gerade nicht die christliche Nächstenliebe zu bezeugen, sondern zu verdecken bzw. diese nur als Etikette zu benützen. Darum geht es bei der Infragestellung der Fortführung der derzeitigen Praxis durch Herrn Winnemöller. Eben gerade nicht um das Ausspielen der Wahrheit gegen die soziale Tat. Sondern die soziale Tat soll nicht zum "ausgespielt werden" für den Mammon, denn das wäre geradezu ein "Antizeugnis" des Christentums.


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 Selene 22. Jänner 2019 
 

@Andrezej123

Erfreulich, dass Sie zumindest mir und anderen Mitbloggern wenigstens noch unsere positiven Erfahrungen mit katholischen Krankenhäusern "glauben".

Diese Erfahrungen sind selbst gemacht und stammen nicht vom Hörensagen wie die Ihren offensichtlich.


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 Andrzej123 21. Jänner 2019 
 

Türen und Weizen

"Ich verstehe daher nicht ganz, warum die Verkündigung des Glaubens immer wieder gegen soziale Hilfestellung ausgespielt wird, wenn genau diese Hilfestellung für viele das Tor zum Christentum geöffnet hat und öffnet."
"Die Vertreter der reinen Lehre reißen lieber den Weizen mit dem Unkraut aus."

Die Patienten wissen meist überhaupt nicht, dass sie sich in einem katholischen Krankenhaus befinden. Dies ist heute auch oft überhaupt nicht mehr bemerkbar, es sei denn man entdeckt bei längerem Aufenthalt den Kapellenraum.
Schwestern, die über viele Jahre dort Patienten aufgesucht hatten, wurden gebeten, dies künftig zu unterlassen und waren sehr traurig darüber.
Moslems äußern sich empört darüber, mit welcher Selbstverständlichkeit Christen ihre Angehörigen oft nicht mehr selber pflegen, auch wenn sie es könnten.
Wo ist der "Weizen" bei dieser Praxis?
Welche Türen werden hier geöffnet?
(Ich freue mich, dass hier auch von anderen Erfahrungen berichtet wird und glaube diese.)


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 Selene 21. Jänner 2019 
 

@Eremitin und Phil2

Ich kann Ihnen nur voll und ganz zustimmen.

Ein Christentum ohne Caritas/Diakonie wäre kein glaubhaftes Christentum mehr.

Die Aufgabe katholischer Schulen und Kindergärten wäre ein gesellschaftliches Eigentor.

Und was die katholischen Krankenhäuser angeht haben ich und andere Betroffene aus eigener Erfahrung bereits alles gesagt.


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 lesa 21. Jänner 2019 

Salz und Licht des Evangelium

@phil 2: Da vereinfachen Sie die Dinge in ziemlich unrealistischer Weise. So unbedarft sind die Überlegungen von Peter Winnemöller und jener, die seiner Meinung sind, wie Sie es hier simplifizierend hineininterpretieren, nicht.
Kann sein, dass Sie recht haben, dass viel Gutes unterbunden werden würde. Aber "wenn das Salz schal geworden ist" - und das kann, gemessen am Evangelium doch noemand leugnen, wird es Zeit, zu fragen, was der Wille Gottes ist. Die Art und Weise, wie Ordensleute wirkten, die voll und ganz das Evangelium zu leben versuchten und regelmäßig beteten kann man nicht mit dem jetzigen Zustand vergleichen, wenn auch heute ebenfalls Erfreuliches geschieht.


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 Der Gärtner 21. Jänner 2019 

@ Hausfrau und Mutter

Eine Ihrer Informationen kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ein Verwaltungsrat oder eine Pfarrgemeinde sind evtl. der (finanzielle) Träger eines Kindergartens. Die Fachaufsicht liegt aber immer beim Diözesan-Caritasverband. Nur dort sind die notwendigen Fachleute zu finden. Ich kann allen nur raten, sich auch genau dort hin zu wenden, wenn es solche skurrilen Umstände gibt, wie Sie die beschreiben. Ebenso, wie es auch oft vorkam, wenn Pfarrer fachfremd in die Kita hineinregieren wollen. Wenn es ganz hart kommt, gibt es in den Ordinariaten/Generalvikariaten die Personalverwaltung.


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 Phil2 21. Jänner 2019 
 

Schwierig

Ich kann Herrn Winnemöller nur bis zu einem gewissen Grad folgen. Der Rückgang der Kirchlichkeit lässt die katholischen sozialen Einrichtungen oft wie Relikte aus einer vergangenen Zeit dastehen. Dazu fordert vor allem die Professionalisierung aber auch das allgemeine Rechtsempfinden oft schmerzhafte Kompromisse im Arbeitsrecht.

Gewiss, es wäre schön, wenn die dort Beschäftigten alle fromme Christen und glaubwürdige Zeugen des Evangeliums wären. Sind sie meist nicht. Waren sie früher auch nicht. Auch so manche Ordensschwester nicht.

Dann braucht man auch nicht lange suchen, bis man eine Einrichtung findet, die als schlechtes Beispiel dient und schon kommt man zu dem einfachen Schluss: weg damit.

Doch was damit alles an Gutem aufgegeben wird, siehe die anderen Beispiele, scheint irrelevant. Die Vertreter der reinen Lehre reißen lieber den Weizen mit dem Unkraut aus. Dann ist das Feld leer oder wird von einem anderen bestellt und man macht sich die Hände nicht mehr schmutzig.


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 johack 21. Jänner 2019 
 

die gute Tat

Die Ausbreitung des Christentums war wesentlich auch dadurch bedingt, dass die Gläubigen aufeinander geachtet haben. Den finanziell Schwächeren wurde geholfen, die Kranken wurden gepflegt, Waisen wurden versorgt usw. Gerade der liebevolle Umgang miteinander hat das Christentum anziehend gemacht. Ich verstehe daher nicht ganz, warum die Verkündigung des Glaubens immer wieder gegen soziale Hilfestellung ausgespielt wird, wenn genau diese Hilfestellung für viele das Tor zum Christentum geöffnet hat und öffnet. Natürlich kann man über den Umgang mit Ressourcen diskutieren und auch berechtigt die Frage stellen, weshalb sich nicht zuerst um die Schwestern und Brüder im Glauben gekümmert wird. Das soziale Engagement aufzugeben, um missionarischer zu sein, ist aber ein Trugschluss, denn wir sind zu guten Taten berufen (vgl. Titusbrief 2,14)!


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 Wawamann 21. Jänner 2019 

Entkernte Kirchenglieder

Zum Religionsunterricht an Christlichen Schulen, die leider auch nach den staatlichen Lehrplänen arbeiten müssen, fällt mir Robert Spaemanns Bemerkung ein, in der er sagte: „Dass meine Kinder heute noch im christlichen Glauben stehen, hängt auch damit zusammen, dass wir sie vom (liberalen) Religionsunterricht an staatlichen Schulen abgemeldet hatten“
So wird es auch in allen anderen Bereichen werden, denn wer bezahlt macht die Regeln. Und die Sozialindustrie wird eben letztlich vom Staat bezahlt.


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 Eremitin 21. Jänner 2019 
 

Viele unterschiedliche Meinungen-und hier meine Erfahrung

ich bin sehr froh, dass es in meiner Diasporastadt ein katholisches Krankenhaus gibt und wurde nach einem Unfall mit 3 OPs sehr gut behandelt und auch seelsorgerisch betreut.Ich möchtedas nicht missen. Alle , die glauben, dass eine Entkernung der sozialen und schulischen Einrichtungen von der kath.Kirche samt Kirchensteuer eine neue gute Lösung zur Verbesserung des Glaubens wäre, dem würde ich nur sagen: das klappt vielleicht woanders, aber NICHT in Deutschland. Einmal weg,für lange Zeit weg.....Privatisierungen haben noch nie irgendeinen Segen für die Menschen gebracht. Der Glaube würde noch viel schneller verdunsten und zurück blieben einige treue Gläubige, die keine Heimat mehr haben , denn mit wegfall der Kirchensteuer fällt auch alles andere weg.....ich halte nichts von dieser Selbstabschaffung letzter Reserven.


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 Andrzej123 21. Jänner 2019 
 

katholisches Gymnasium: Religionsunterricht

Mein Sohn war auf einem katholischen Gymnasium. Eigentlich eine wunderbare Schule mit wenig Konflikten und sehr engagierten Lehrern.
Aber der Religionsunterricht:
Themen aus der Bibel wurden mitunter behandelt, jedoch war die sehr wichtige Message der Religionslehrerin, dass es für die Wunder "natürliche Erklärungen" gäbe.
Häufig wurden im Religionsunterricht sozialpolitische Themen, wie z. B. das dt. Rentensystem behandelt.
Es gab dann eine Diskussion in der Klasse, ob das nun Religionsunterricht sei. Ergebnis: Nein... aber wir machen das trotzdem.
Sehr traurig... auch wenn die Schule ansonsten im weltlichen Sinne "toll" war.


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 Andrzej123 21. Jänner 2019 
 

Wichtiger als die Kirchensteuer!

"Der Glaube hingegen spielt keine Rolle mehr. Die Kirche ist ein milliardenschwerer Player in Sozialbusiness,"
Und dieser Player muss - schon allein "zur Erhaltung der Arbeitsplätze" - seine öffentlichen Verlautbarungen und Handlungsweise den Erwartungen anpassen.
Es würde mich nach wie vor interessieren, ob es in Deutschland unter katholischer Ägide (Caritas u. ä.) operierende Krankenhäuser gibt, die Abtreibungen durchführen.
Hierzu hört man nichts... gibt es auch hier "Vertuschung"?


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 Hausfrau und Mutter 21. Jänner 2019 
 

@Tisserant

Was sich weniger verstehen lässt, ist das diese Umstände länger bekannt sind, und niemand unternimmt etwas.

Mein Hauptanliegen war, dass Kinder im Alter von 3 Jahre alt niemals in der Lage sind, sich in irgendetwas einzutragen (ganz einfach, weil sie üblicherweise nicht schreiben können) und meistens auch nicht fähig sind, sich sinnvoll einen Tagesablauf zu organisieren.

Auch die Tatsache, dass sich die Leiterin geweigert hat, zwei Kinder (= Zwillinge) aus der selben Familie gleichzeitig aufzunehmen, spricht Bände. Dennoch mussten wir die Kitagebühre für beide Kindern trotzdem zahlen, um den Platz zu sichern!

Mich hat sehr schockiert, dass ich aufgefordert wurde, zu verheimlichen, dass die Kinder die deutsche Staatsangehörigkeit haben, um einen Platz in einer katholischen Kita zu bekommen. Ich habe es zwar nicht gemacht, aber die Kitas sind sehr stark hinter den Integrationszuschüßen, die -glaube ich- vom Land gezahlt werden.

H&M


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 Hausfrau und Mutter 21. Jänner 2019 
 

Kirchliches Krankenhaus

Ergänzend zu unseren schlechten Erfahrungen in katholischen Kitas kann ich hinzufügen, dass wir mit dem katholischen Krankhaus St Josef in Wiesbaden sehr zufrieden sind...Eine meiner Teenagers bekam eine sehr komplizierte OP und der dortige Professor hat sich die Zeit der Welt genommen, um uns sämtliche Schritte und mögliche Probleme zu erklären. Er hat uns auch zu Hause am Vorabend der OP (das Kind war bereits aufgenommen worden), um uns noch die Ergebnisse der letzten Voruntersuchungen zu erläutern. Sowohl das dortige Pflegepersonal als auch die Ärzte waren stets freundlich. Die Erfahrung war für uns zwar sehr schwierig, aber wir haben uns zu Hause gefühlt. Der Tumor wurde entfernt... das Organ konnte gerettet werden (was allein eine große Erleichterung war). Der Professor hat "das Kind" stets persönlich nachbetreut, auch nach der Entlassung nach 7 Wochen Aufenthalt! Das Seelsorgeteam war mehrmals am Krankenbett.

H&M


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 Tisserant 21. Jänner 2019 

Liebe Hausfrau und Mutter,
diesen schon faschistoiden Wahnsinn, den Sie da beschreiben ist in Worte nicht mehr zu fassen!
Was sind das bitte für Chebsweiber von Erzieherinnen?
Eindeutig den Beruf verfehlt, die hätten im jeder Diktatur ihren Platz gefunden!

Wer noch normal denkt, fühlt und handelt, der ist in diesem Land inzwischen ein Exot.
Die bekloppten haben das Ruder übernommen!


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 Selene 21. Jänner 2019 
 

Unsere katholischen Kindergärten

im Großraum Stuttgart arbeiten eng mit den jeweiligen Kirchengemeinden zusammen und Kindergartengruppen sind in regelmäßigen Abständen an der Gottesdienstgestaltung zusammen mit ihren Erzieherinnen beteiligt.

Es handelt sich um die Diözese Rottenburg - Stuttgart.


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 Selene 21. Jänner 2019 
 

Als Patientin

die in den letzten zehn Jahren elf Operationen mit stationären Aufenthalten hatte, kenne ich den Unterschied zwischen Krankenhäusern kommunaler und kirchlicher Trägerschaft und bin überaus dankbar, dass es in meiner Nähe ein gutes Krankenhaus in Trägerschaft der Vinzentinerinnen gibt.

Dort gibt es ein entsprechendes seelsorgliches und gottesdienstliches Angebot, das mir bei jedem Aufenthalt Trost und Hilfe war.

Vor einer großen OP wurde ich u.a. gefragt, ob ich die Krankensalbung empfangen will.

Das dortige Gottesdienstangebot wird u.a. auch von der Nachbarschaft angenommen. U.a. bevorzugt mein Hausarzt dieses Krankenhaus, WEIL es in kirchlicher Trägerschaft ist.

Ich kenne auch aus Erfahrung ein Diakonissenkrankenhaus, das auch weitaus besser ist als z.B. unser Kreiskrankenhaus.

Alle diese Erfahrungen habe ich als stationäre Patientin gemacht.


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 Hausfrau und Mutter 21. Jänner 2019 
 

Katholische Kitas (4)

Zudem wurden die Frühstücksdosen eingehend untersucht... so durfte man kein Obst (wegen Fructose) kein Honig aufs Brot usw. in die Dosen tun. Weißbrot war verboten (das wurde mir gleich am ersten Tag vorgetragen... ). Ein meiner Kinder bekam mit 3 J alt seine Brotdose am ersten Tag weg, da drin eine Apfel und ein belegtes Weißbrötchen mit Salami waren. Die Kitaleiterin wartete schon bedrohlich auf mich und informierte mich laut und vor allen anderen Müttern, die gerade da waren, dass es nicht in Ordnung sei.
Mein Kind (dass gerade Abi mit 1,3 bestanden hat) hat sich daraufhin geweigert, diese Kita zu besuchen... das Zwillingskind wurde 1 Monat später aufgenommen und wir wechselten dann zum nächstmöglichen Termin die Kita.

Diese Leiterin soll bekannt sein, solche Übertreibungen vorzunehmen... die Männer im Verwaltungsrat blicken nicht durch... diese Kita hat eine sehr hohe Anzahl an muslimischen Kindern...

H&M


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 Hausfrau und Mutter 21. Jänner 2019 
 

Katholische Kitas (3)

Am Besten war das Tischgebet:

Rolle rolle rolle,
der Tisch ist volle,
der Bauch ist leer,
brummt wie ein Bär,
brummt wie ein Brummer,
guten Hunger!


Kurz vor Martin wurde Laterne gebastelt… jedes Kind war -ausnahmsweise- eingeladen, eine Laterne zu basteln. Lieder wurden gelernt und sogar der Kaplan organisierte einen kleinen Umzug im Kita-Minigarten...Die Kita-Leitung organisierte währenddessen eine Sonderbetreuung für die muslimische Kinder, da man könnte den doch nicht zumuten, an solchen Aktivitäten teilzunehmen...Das Gleiche gilt für die seltene Tage (Fastenzeit 1 Mal und ein Mal vor den Sommerferien), wo man in die Kirche gegangen ist.

In den zwei städtischen Kitas, wo wir waren, haben sämtliche Kinder Laterne gebastelt. Alle Kinder hatten eine feste Gruppe mit eine Haupt- und einer Nebenerzieherin. Man konnte meistens erfahren, ob und was sein Kind gegessen oder abgelehnt hatte.

Geburtstagsfeier wurde in einer katholischen Kitas verboten, da Kuchen "Gift" sei.


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 Hausfrau und Mutter 21. Jänner 2019 
 

Katholische Kitas (2)

Zuständig als Führung der katholischen Kitas sind somit Ehrenamtlichen. In beiden Fällen handelte es sich überwiegend um Männer im Rentenalter, die keine pädagogische Ausbildung hatten und die sich Einiges gefallen ließen, was im städtischen Kitas nicht vorhanden war bzw. nicht darstellbar gewesen wäre. So wurden die Gruppen abgeschafft und die Kinder ab 3 Jahre alt sollten sich morgens bis 8:15 in Listen eintragen, um sich für deren Aktivitäten des Tages anzumelden !!!! Die Kinder hatten KEINE feste Erzieherinnen. Eine Erzieherin war für Basteln zuständig, eine für Malen, eine für Bauklotz usw. Jede Aktivität nahm nur 15 Kinder... es gab zwei Damen (davon eine Erzieherin, die die Kinder die nicht für eine Aktivität angemeldet waren, draußen betreut hat...) Mein Kind war den ganzen Tag auf der Rutsche! Wenn Erzieherinnen krank waren, dann waren viele Kinder draußen! Das Ganze unter den Titel "Montessori"... sie muss sich im Grab umdrehen!
Fortsetzung


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 Hausfrau und Mutter 21. Jänner 2019 
 

Katholische Kitas (1)

Wir durften -umzugsbedingt- zwei katholischen und zwei städtischen Kitas erleben.

Warum sind wir jeweils zu städtischen Kitas gegangen? Weil wir keinen Platz in den katholischen Kitas erhalten haben, da die Aufnahmebedingungen etwas seltsam sind (soziale Hintergründe spielen eine Rolle: ausl.Kinder und tw. Kinder von Alleinerziehenden werden bevorzugt). Die Kitas erhalten einen Zuschuss, wenn ein bestimmtes Prozent von ausländischen Kindern erreicht ist. Ich wurde sogar ausdrücklich gebeten, damit ich einen Platz erhalte, auf dem Anmeldebogen nicht zu schreiben, dass die Kinder neben der franz. Staatsangehörigkeit (SA) auch die dt SA besitzen, was ich abgelehnt habe... und ich erhielt den Platz nicht! Später stellte ich jedoch fest, dass andere dt Kinder einen Platz bekamen, die nur mit der ausländischen SA angemeldet wurden.

Es gab aber andere Probleme: die städtische Kitas werden geführt von der Stadt während die katholischen Kitas vom Verwaltungsrat geführt werden...

Fortsetzung


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