Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  2. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  3. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  4. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  7. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  8. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  9. Die Stunde der Heuchler
  10. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  11. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  12. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition
  13. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  14. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  15. Einzugstermin für Papst Leo XIV. im Vatikan weiter offen

Johannes Hartl: „Auch Christen können Depressionen haben“

11. Jänner 2019 in Spirituelles, 30 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Leiter des Gebetshauses Augsburg: „Klinische Depressionen sind „ein sehr schweres Leiden“. „Bei Depressionen ist professionelle Hilfe angesagt, nicht nur Beten und auch nicht nur Aussitzen!“


Augsburg (kath.net/pl) „Auch Christen können Depressionen haben.“ Darauf weist der Augsburger Theologe Johannes Hartl auf seiner Facebookseite hin. Er hatte zunächst eine Fotokollage von glücklich wirkenden Menschen gepostet, die infolge ihrer Krankheit Selbstmord begangen hatten. Dazu hatte er gemahnt: „Lass uns zart miteinander umgehen, nicht schnell richten und uns nicht von Fassade blenden lassen. Viele Menschen in Deiner Umgebung haben innerlich mit schrecklichen Dingen zu kämpfen, von denen andere keine Ahnung haben.“ Gott liebe jeden Menschen und er habe einen Weg der Hoffnung und des Lebens für jeden, „lasst uns Boten der Wärme, der Zuversicht und des Mutes sein!“ Das Thema regte zu einer engagierten Diskussion an, daraufhin reagierte der Gründer und Leiter des Augsburger Gebetshauses nochmals mit Erläuterungen. Es sei „ziemlich normal, depressive Phasen zu haben, davon seien aber klinische Depressionen zu unterscheiden, „die ein sehr schweres Leiden darstellen. Bei Depressionen ist professionelle Hilfe angesagt, nicht nur Beten und auch nicht nur Aussitzen!“ Zwar stimme es, dass Gedanken Auswirkungen auf Gefühle hätten „und ja, die meisten therapeutischen Ansätze helfen auch, mit Gedanken bewusster umzugehen, aber in einer dunklen depressiven Etappe sind solche Tipps mitunter absolut kontraproduktiv, weil nichts geht“.


Ausdrücklich wies Hartl darauf hin, dass Medikation „durchaus zeitweise helfen“ könne und daran nicht „grundfalsch“ sei. Gleichzeitig könnten Medikamente „aber eine Therapie in der Regel nicht ersetzen“. Er wies darauf hin, dass es „sehr gute Therapeuten“ gebe, „die nicht gläubig sind und es gibt sehr gute christliche therapeutische Einrichtungen“. Es gebe „auch viel Seelsorgearbeit oder christliche Seminare, die sich sehr positiv auf die Psyche auswirken können“.

Er stufte „ein gesundes geistliches Leben“ als „die beste Voraussetzung dafür“ ein, „seelische Krisen gut bewältigen zu können oder überhaupt nicht hinein zu rutschen“. Hier zählte er ausdrücklich auf: „Gebet, aber auch Gemeinschaft, Bibel, Hobbys, Sport, Schlaf, gesundes Arbeitspensum“.

Gleichzeitig wies er aber darauf hin, dass „die Gründe für psychische Krisen so vielfältig“ seien, „dass weder Ursachenforschung noch Lösungsvorschläge pauschalisiert werden können“.

Dann schrieb er: „Menschen, die seelische Krisen bewältigt haben – das dauert meistens viele Monate, oft sogar Jahre – haben etwas Tiefes über sich gelernt, was man auf andere Weise nicht lernen kann. Sie können zu einem Schatz an Lebensweisheit werden. Und sind meistens auch deutlich weniger schnell drin, andere zu verurteilen.“

Der Gebetshausleiter beschäftigte sich auch schon in zwei Folgen seiner Kurzvideoreihe „90 Sekungen Hardfacts“ mit dem Thema (siehe unten).

Dr. Johannes Hartl/Gebetshaus Augsburg - ´Brauche ich Therapie?´ - 90 Sekunden Hardfacts


Johannes Hartl: ´Wie komm ich raus aus Depression und Selbstverletzung?´ - 90 Sekunden Hardfacts


Foto oben (c) Gebetshaus Augsburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gebetshaus Augsburg

  1. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  2. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete
  3. "Der Wind dreht sich. Es gibt immer mehr Menschen, die sich die Frage nach Gott stellen"
  4. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  5. „Ich fragte mich: Welche Drogen hat er jetzt genommen?“
  6. "Finde heraus wie Gott ist und sag ihm das. Bleib nicht nur stehen beim Denken"
  7. „Freude – Das gigantische Geheimnis des Christen“
  8. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht
  9. Gebetshaus Augsburg reagiert mit Stellungnahme auf ARD-Doku „Die hippen Missionare“
  10. Wer MEHR will, soll MEHR bekommen






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  7. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  8. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Die Stunde der Heuchler
  11. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder
  12. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  13. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  14. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  15. Einzugstermin für Papst Leo XIV. im Vatikan weiter offen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz