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Johannes Hartl: „Auch Christen können Depressionen haben“

11. Jänner 2019 in Spirituelles, 31 Lesermeinungen
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Leiter des Gebetshauses Augsburg: „Klinische Depressionen sind „ein sehr schweres Leiden“. „Bei Depressionen ist professionelle Hilfe angesagt, nicht nur Beten und auch nicht nur Aussitzen!“


Augsburg (kath.net/pl) „Auch Christen können Depressionen haben.“ Darauf weist der Augsburger Theologe Johannes Hartl auf seiner Facebookseite hin. Er hatte zunächst eine Fotokollage von glücklich wirkenden Menschen gepostet, die infolge ihrer Krankheit Selbstmord begangen hatten. Dazu hatte er gemahnt: „Lass uns zart miteinander umgehen, nicht schnell richten und uns nicht von Fassade blenden lassen. Viele Menschen in Deiner Umgebung haben innerlich mit schrecklichen Dingen zu kämpfen, von denen andere keine Ahnung haben.“ Gott liebe jeden Menschen und er habe einen Weg der Hoffnung und des Lebens für jeden, „lasst uns Boten der Wärme, der Zuversicht und des Mutes sein!“ Das Thema regte zu einer engagierten Diskussion an, daraufhin reagierte der Gründer und Leiter des Augsburger Gebetshauses nochmals mit Erläuterungen. Es sei „ziemlich normal, depressive Phasen zu haben, davon seien aber klinische Depressionen zu unterscheiden, „die ein sehr schweres Leiden darstellen. Bei Depressionen ist professionelle Hilfe angesagt, nicht nur Beten und auch nicht nur Aussitzen!“ Zwar stimme es, dass Gedanken Auswirkungen auf Gefühle hätten „und ja, die meisten therapeutischen Ansätze helfen auch, mit Gedanken bewusster umzugehen, aber in einer dunklen depressiven Etappe sind solche Tipps mitunter absolut kontraproduktiv, weil nichts geht“.


Ausdrücklich wies Hartl darauf hin, dass Medikation „durchaus zeitweise helfen“ könne und daran nicht „grundfalsch“ sei. Gleichzeitig könnten Medikamente „aber eine Therapie in der Regel nicht ersetzen“. Er wies darauf hin, dass es „sehr gute Therapeuten“ gebe, „die nicht gläubig sind und es gibt sehr gute christliche therapeutische Einrichtungen“. Es gebe „auch viel Seelsorgearbeit oder christliche Seminare, die sich sehr positiv auf die Psyche auswirken können“.

Er stufte „ein gesundes geistliches Leben“ als „die beste Voraussetzung dafür“ ein, „seelische Krisen gut bewältigen zu können oder überhaupt nicht hinein zu rutschen“. Hier zählte er ausdrücklich auf: „Gebet, aber auch Gemeinschaft, Bibel, Hobbys, Sport, Schlaf, gesundes Arbeitspensum“.

Gleichzeitig wies er aber darauf hin, dass „die Gründe für psychische Krisen so vielfältig“ seien, „dass weder Ursachenforschung noch Lösungsvorschläge pauschalisiert werden können“.

Dann schrieb er: „Menschen, die seelische Krisen bewältigt haben – das dauert meistens viele Monate, oft sogar Jahre – haben etwas Tiefes über sich gelernt, was man auf andere Weise nicht lernen kann. Sie können zu einem Schatz an Lebensweisheit werden. Und sind meistens auch deutlich weniger schnell drin, andere zu verurteilen.“

Der Gebetshausleiter beschäftigte sich auch schon in zwei Folgen seiner Kurzvideoreihe „90 Sekungen Hardfacts“ mit dem Thema (siehe unten).

Dr. Johannes Hartl/Gebetshaus Augsburg - ´Brauche ich Therapie?´ - 90 Sekunden Hardfacts


Johannes Hartl: ´Wie komm ich raus aus Depression und Selbstverletzung?´ - 90 Sekunden Hardfacts


Foto oben (c) Gebetshaus Augsburg


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Lesermeinungen

 Frauenmantel 12. Jänner 2019 
 

Kann den Vorpostern auch zustimmen!

Ich kenne mehrere Fälle, wo es zwar nicht um Depression ging, sondern um Schlaflosigkeit wegen Gedankenkarussell : Ein junger Mann der mal bei uns war muß immer Psychopharmaka nehmen, sonst steigert er sich beim Versuch, ganz normal einzuschlafen,so in Gedanken, die dann zu regelrechten Wahnideen werden.
2. Eine Mutter von 2 Kindern, die im Beruf Erzieherin ist, eigentlich ein bodenständiger Mensch, wenn man davon absieht, dass sie nicht gläubig im kath. Sinne ist, sondern eher der Esoterik zugewandt. Bei Beginn der Menopause ging ihre Schilddrüse so an zu spinnen, dass sie Tagelang nicht mehr schlafen konnte. Als der Leidensdruck so groß wurde, dass sie am liebsten aus dem Fenster gesprungen wäre, ging sie freiwillig in die Psychatrie.
3.Eine Bekannte von uns, die den Glauben praktiziert, erlebte, als sie in der Fastenzeit anfing zu fasten, plötzlich ( ansatzweise) auch so eine Belastung : negative Gedanken wie Mückenschwärme, die sie trotz Gebet nicht zum Schlafen kommen liessen...


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 Rolando 12. Jänner 2019 
 

Ein weitverbreitetes allgemeines Denken,

welches die dämonische Beeinflussung des Menschen durch die Sünde als rückständig und überholt betrachtet fördert die psychischen Krankheiten, weil nicht die Ursache sondern die Symptome bekämpft werden. Sakramente kosten nichts, Heilungsexerzitien auch nichts, außer wenigen Unkosten, die man Zuhause auch hat. Wieviel Geld wird für Psychiatrie ausgegeben, die selbst sagt, nicht heilen zu können? Das Problem ist mangelndes Sündenbewusstsein, mangelnde Sündenerkenntnis, mangelnde Reue. Warum gibt es in medizinisch hochentwickelten Ländern soviel psychisch Kranke? Das ist einen allgemeine Sicht, es gibt Fälle, wo die Ursache nicht ersichtlich ist, der Mensch gut lebt, jedoch Schwierigkeiten hat mit Situationen, die er gerne anders hätte, oder Vorfahrenprobleme, deswegen Heilungsexerzitien.


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 Rolando 11. Jänner 2019 
 

Nummer 10

Da stimme ich Ihnen zu, einer meiner beiden Bekannten hatte während der psychiatrischen Behandlung einen Selbstmordversuch. Ich fragte ihn später mal, wie war das, er sagte, ich stand auf den Balkon, (4.Stock), unten riefen „sie“ spring, er sprang nicht, ging in die Wohnung zurück, dann sagten „sie“, trink, er trank alkoholischen Reiniger. Seine Schwester rief mich an, da er nicht ans Telefon ging, ich hatte einen Schlüssel und somit Zugang, ich fuhr sofort hin, er kollabierte und brach unmittelbar zusammen. Dann Notarzt, Krankenhaus und wieder Psychiatrie. Er hatte lebensbedrohlichen Alkoholkonsum durch den Reiniger. Er lag im Koma, er sagte, ich sah Fratzen aus der Wand kommen und wieder verschwinden. Er ist noch nicht zur Beichte zu bewegen, um den ersten „Stein“ wegzurollen. Aber es zeigt sich die geistige Dimension, ich hab da viel begriffen. Ich bitte hier auch mit um Gebet für ihn, Danke.
Freilich, Therapeuten können eine Hilfe sein, heilen können sie nicht.


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 Nummer 10 11. Jänner 2019 

Psychiater sagt: "Psychiater können nicht heilen."

Also ich bin da mittlerweile ganz anderer Meinung als Johannes Hartl.
Eine mir sehr gut bekannte Klosterschwester - sie hat jahrzehntelange Erfahrung in der Seelsorge/ seriöser und kompetenter geistlicher Begleitung - fragte unter vier Augen einen Psychiater: "Könnt ihr heilen?" Arzt: "Nein, wir können nicht heilen. Aber an Symptomen können wir manipulieren." Ich kenne gleich mehrere Betroffene, die durch Psychopharmaka ruiniert wurden. Lieber Johannes Hartl, lesen Sie mal bitte die Beipackzettel! Und folgende Iternetseite: Verein Psychatrie-Erfahrener. Psychoph. sind chem. Fesseln! Dann gibt es noch einen sehr überzeugenden Film auf Youtube, der in 3SAT lief: "Tod auf Rezept".
Viele Medikamente machen deppressiv, haben Nebenwirkung "Selbstmordabsicht"!
Dagegen wurde mir bezeugt, dass deppressive Menschen nach einer Medjugorje-Wallfahrt die Medikamente sofort weglassen konnten - ALLERDINGS ist das schon Jahrzehnte her - neue Medikamente lassen die Patienten kaum mehr raus! vgl.Huxley!


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 hape 11. Jänner 2019 

Werte @Mariat

Der Friedensgruß in o. Ritus ist wohl weniger als Zeichen der Vergebung seitens der Gläubigen gedacht.

Vielmehr steht der Friedensgruß „mit Ostern in Verbindung. Er macht deutlich: Der Friede ist Frucht der Erlösung, die Christus mit seinem Tod und seiner Auferstehung in die Welt gebracht hat, und Gabe, die der Auferstandene seiner Kirche immer neu zuspricht, wenn sie sich um den Altar versammelt. Er unterstreicht, dass die Eucharistie immer als Gemeinschaft der Kirche in der Einheit mit dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn gefeiert wird. Der Friede, den wir verschenken, ist nicht Werk der Gläubigen, sondern geht vom Herrn aus und ist seine Gabe.“ (Pfr. Ulrich Müller, Liturgiereferent im Bistum Augsburg). –

Insofern bedeutet der Friedensgruß m.M.n. also die Vergebung des Herrn, die von den Gläubigen nur weitergegeben wird. Von der Hl. Eucharistie gestärkt zeigen gläubige Opfer ihre Vergebung gegenüber einem Täter später außerhalb der Hl. Messe. So habe ich das verstanden.


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 Mariat 11. Jänner 2019 

Danke @Rolando

Ja, die Vergebung: " Allen, alles vergeben", ist der Schlüssel. Nicht den Lebenden oder bereits Verstorbenen jahrelang etwas vorwerfen.
Auch sie hatten es nicht leicht.
Nicht umsonst beten wir vor dem Empfang der Hl. Kommunion, das Vaterunser mit der Bitte: "und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern". Dann reichen wir anderen die Hand zum Friedensgruß. Allen, alles vergeben.


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 Mariat 11. Jänner 2019 

@priska viel Gebet auch für Heilung und Befreiung der Generationen

Liebe priska, ich möchte Ihnen mein Mitgefühl aussprechen. Es ist einschneidend, schmerzhaft für die ganze Familie, besonders für die Kinder. So mancher macht sich Vorwürfe: In etwa: hätte ich es verhindern können? Wenn ein Familienmitglied, in diesem Fall, Ihre Schwägerin, eine Mutter ist, könnten Kinder sich die Schuld geben.
Die tatsächliche Ursache warum?,kennen wir nicht. Ich weiß nur, dass diese Menschen, nicht mehr klar denken können, an die Kinder z. B.
Sie möchten einfach RUHE finden. Heraus aus dieser Last. So manchen hält die Furcht vor Gott davon ab, diesen Schritt zu tun.
Manchmal allerdings kommt es in einer Familie erneut zu einem Suizid.
Deshalb ist es wichtig, dass Sie, liebe priska, viel beten für Ihre Schwägerin, Hl. Messen lesen lassen und auch bei jeder Hl. Messe eure Generationen, wie auch die der Schwägerin, mütterlicher -und väterliche Seite, bei der Gabenbereitung auf den Altar legen. So wird alles in Heilung verwandelt. Den Kindern kommt es auch zugute.


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 Fink 11. Jänner 2019 
 

Zu diesem Thema sollte man medizinische Experten befragen !

Spontan fallen mir dazu 2 christliche Psychiater ein: Dr. Manfred Lütz aus Köln und Dr. Raphael Bonelli aus Wien.
"Frag den Experten!"


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 MaterEcclesiae 11. Jänner 2019 
 

Dazu der heilige Papst Pius V.:

"Wir empfinden brüderliches Mitgefühl, daß Ihr (...) Euch wegen so vieler Entbehrungen inmitten so vieler Gefahren müde fühlt. Bedenkt aber, daß Leiden der normale Weg ist, der in den Himmel führt, und daß wir den Platz nicht verlassen dürfen, den uns die Vorsehung zugewiesen hat.

Glaubt Ihr denn, daß wir inmitten so vieler Sorgen und so großer Verantwortung nicht auch manchmal des Lebens müde sind? Und daß wir nicht auch wünschen, zu unserem ursprünglichen Status eines einfachen Ordensmannes zurückzukehren?

Dennoch sind wir entschlossen, unser Joch nicht abzuschütteln, sondern es mutig zu tragen, bis uns Gott zu sich rufen wird. Verzichtet daher auf jede Hoffnung, Euch in ein ruhigeres Leben zurückziehen zu können".

Es ist heilsam, sich regelmäßig mit sich selbst zu beschäftigen. Kapitulieren dürfen wir jedoch nie!


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 Diadochus 11. Jänner 2019 
 

Erquickung

Es ist schwer, bei dem Thema die richtigen einfühlsamen Worte zu finden. Die Depression hat viele Facetten. Entsprechend unterschiedlich kann die Heilung sein. Es sind hier schöne Gedanken dazu geäußert worden. Ein Wort Jesu müsste aber für jeden gelten: "Kommt zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last leicht." (Mt. 11,28-30) Bei Jesus habe auch ich meine Ruhe gefunden. Ruhe finden wir z. B. in der Beichte und im Gebet. Außerhalb gibt es kein Heil. Meiner Meinung nach sollte bei schweren Fällen auch eine dämonische Belastung oder eine Besessenheit in Erwägung gezogen und geprüft werden. Auch eine Abtreibung kann eine Ursache sein. Ein Therapeut und ein Priester sollten sich gegenseitig ergänzen.


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 priska 11. Jänner 2019 
 

@Marita

die Schwangerschaft-Depressionen sind nicht zu Unterschätzen meine Schwägerin hatte Sie,Sie nahm sich das Leben und die Kinder waren recht klein der Bub war vier das Mädchen knapp ein Jahr ,sie war in Behandlung ,das liegt jetzt 15 Jahre zurück..ihre Mutter war an Krebs verstorben ,die sie in Jungen Jahren pflegen musste ..Ja vielleicht hätte die Hagio -Therapie geholfen ,aber zu dieser Zeit hat man von dieser Therapie noch nichts gehört.


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 Stock 11. Jänner 2019 
 

Buchempfehlung zum Thema

Ich kann speziell zur hier besprochenen Problematik zwei Publikationen von Frau Monika Renz vorzüglich empfehlen:
"Erlösung aus Prägung: Botschaft und Leben Jesu als Überwindung der menschlichen Angst-, Begehrens- und Machtstruktur" (2008) und
"Zwischen Urangst und Urvertrauen: aller Anfang ist Übergang : Musik, Symbol und Spiritualität in der therapeutischen Arbeit" (2009).

Es führt hier zu weit, näher auf diese außerordentliche Theologin und Psychotherapeutin einzugehen, genug: Frau Dr. Renz ist eine christliche Autorin.


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 St. Hildegard 11. Jänner 2019 
 

@Antonia54

Ihre Ausführungen stimmen aus medizinischer Sicht, aber Körper, Geist und Seele wirken zusammen. Christen sollten das Thema "Ganzheitlichkeit" nicht den Esoterikern überlassen! Und natürlich spielen u.a. Sünde und Buße bei Heilungsprozessen (seelisch wie körperlich) eine Rolle, wenn es auch nicht immer DIE Ursache ist. Es ist allerdings fatal, dass viele Therapeuten dies (bzw. die Bedeutung des Glaubens) ausklammern - dasselbe gilt übrigens für Seelsorger, die meinen, dass für Heilungen ausschließlich die Medizin bzw. Psychotherapie zuständig ist.
Ein Prieser meiner Gemeinde erzählte einmal folgendes: Eine schwerkranke Frau fuhr zur Wallfahrt nach Lourdes. Im Zug traf sie zufällig (?) ihren Bruder, mit dem sie seit fünfzehn Jahren zerstritten war. Die beiden versöhnten sich - bei der Frau trat eine unerwartete Heilung ein. So etwas sollte doch zu denken geben.


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 Rolando 11. Jänner 2019 
 

Mariat

Ja, das ist der Schlüssel, vergeben, im Namen Jesu vergeben, allen, alles, am besten sofort. Immer in vergebender Haltung lebend, ist ein guter Schutz.
Da eben mein Hinweis auf gute Heilungsexerzitien, da kann der Hl. Geist verborgene Verletzungen und Schuld aufdecken, wo man dann auch ggf. den Vorfahren vergeben kann, ja muß. Nuchtvergeben ist selbstschädigend. Ich schreibe deshalb so ausführlich, weil viele die echten Hilfen nicht kennen, obwohl sie beichten und treue Kirchgänger sind. Doch manchmal muß man tiefer „schürfen“, oft schmerzhaft, jedoch heilsam.
Beim Zahnarzt tuts auch weh, aber es ist heilsam.


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 Mariat 11. Jänner 2019 

@priska zur Schwangerschafts - Depression

nach meiner Erfahrung bei Müttern die daran erkrankt waren, gab es bei ihnen Verletzungen in der Kindheit. Die vergraben wurden, wie so oft bei traumatischen Erfahrungen. Diese Verletzungen verursachen dann die Depression. Eine Mutter lag nach der Geburt von 2 Töchtern, immer öfters im Bett. Dies ging über Jahre so.
Als ich hinzugezogen wurde und tiefer schürfte, efuhr ich, dass sich die Mutter in ihrer Kindheit von der eigenen Mutter zurückgesetzt, abgewiesen fühlte, gegenüber auch ihrer anderen Geschwister, da sie das Haus verlassen, woanders wohnen mußte.
Da ihre Mutter bereits verstorben war, dieses Problem also nur noch auf geistigem Weg zu lösen ist, gibt es in der Hagiotherapie folgenden Lösungsansatz: Die Verstorbene(unsere Seelen leben ja weiter), sitzt nun in Gedanken auf einem Stuhl gegenüber. Nun spricht man ihr gegenüber über den Schmerz. Sprcit alles aus, ist ganz ehrlich. Um ihr dann zu vergeben.


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 Rolando 11. Jänner 2019 
 

Der Zusammenhang, Sünde und Krankheit ist da,

es würde hier den Rahmen sprengen. Wieviel unbewusste Unvergebenheiten zu den Mitmenschen mag es geben? Wieviel unbewusste Schuld, allein durch den Gebrauch der Pille, in diesen Fällen auch die Männer mit, mag es geben?
Wieviel Verstrickungen in Esoterik, Heilpraktiken, Homöopathie, Horoskope, fernöstliche Praktiken, Yoga, Zen, usw. ?
Das alles gibt es bei treuen Kirchengängern, denen ist es nicht bewusst. Dann kommt die Vorfahrenschuld dazu, die ungesühnt mit in den Tod genommen wurde, was biblisch begründet ist.
Hier mehr,
https://www.segenskreis.at/index.php/vortraege/22-vortraege/124-vortraege-br-gabriel-hueger-2014-bis-heute
Empfehlenswert sind gute Heilungsexerzitien.
Man muß unterscheiden, man kann die Konfrontation mit der Sünde nicht jeden Betroffenen zumuten, es braucht Gebet und Feingefühl. Doch man kann Vorbeugen. Ganz was anderes ist Sühneleiden, das ist eine Gnade.


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 priska 11. Jänner 2019 
 

Ich glaube Depressionen ist die schlimmste Krankheit die es gibt ,es gibt viele Faktoren die eine solche Krankheit auslöst...Schwangerschaft-Depression ,durch schwierige Lebensumstände usw...wichtig ist das man sich Hilfe sucht bei guten Ärzten ,nebenbei kann man für solche Menschen beten möchte dies an erster Stelle stellen.Sicher kann es auch Gläubige Menschen auch treffen ,jeder kann diese Krankheit bekommen.Jesus Christus heile Du,und schenke uns gute Ärzte die diesen armen Menschen helfen können.


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 Kurti 11. Jänner 2019 
 

Depressionen sind psychisch und auch physisch bedingte

Erkrankungen, die auch Christen betreffen können. Da kann Beichte, Bekehrung helfen oder die Erkrankung ganz beseitigen in manchen Fällen, muss aber nicht. Eine medizinische Behandlung kann das Leiden lindern oder auch ganz beseitigen nach längerer Behandlung. Die vorhandene Stosswechselstörung, denn immer auch ist eine physiologische Komponente dabei, wird heutzutage mit Medikamenten behandelt, aber es wird nicht berücksichtigt, dass man auch versuchen muss den Stoffwechsel wieder in die Reihe zu bringen, das bedeutet eben auch das Immunsystem zu stabilisieren, heute sagt man moderieren dazu. Das wird sehr selten gemacht, da die Schulmedizin das immer noch verwirft.


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 Mariat 11. Jänner 2019 

zunächst ist Zuhören angesagt, da sein - Licht bringen ...

"“ Gott liebe jeden Menschen und er habe einen Weg der Hoffnung und des Lebens für jeden..."
Als Christen sollten wir uns immer bewußt sein, tief in uns verankern: "dass Gott uns so liebt, wie wir sind!" Nicht wie andere uns beurteilen - mitunter auch verurteilen. Denn dies kann unser Selbstbewußtsein schwächen. Im Laufe des Lebens auch zerstören.
Das Bußsakrament ist immer hilfreich. Aber der Glaube an die Vergebung ist wichtig! Wenn jemend an einer Depression erkrankt ist, muss man mit Fingerspitzengefühl herangehen. Nicht gleich mit Sünden kommen. Erst wenn man die Lebensgeschichte, das Versagen des Erkrankten durch ihn erfährt, kann man vorsichtig diesen Rat erteilen. Tut man es unüberlegt, kann sich der Erkrankte auch noch von Gott bestraft fühlen. Dies kann dann schwere Folgen haben.
Viel Licht, Bewegung - Liebe und Annahme - ist hilfreich. Ebenso das Gebet, Psalmen, die der Situation entsprechen.


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 mphc 11. Jänner 2019 

@Paddel

Ja im Liebesbündnis verbunden - danke für Ihr Gebet.


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 gebsy 11. Jänner 2019 

@freya

Könnte es sein, dass (spätere) Heilige ihren Auftrag von Gott erkannt haben, jedoch nicht SOFORT ausführen konnten (wollten)?
Jona im Fischbauch wäre da ein Bild für Depression …
Franz von Assisi spricht von "Verwirrung", welcher mit beharrlichem Gebet zu begegnen ist …
Wie verhält es sich mit Menschen, welche dauernd Ablenkung konsumieren müssen, um nicht "durchzudrehen"?
Das Glück des Menschen ist die Erlösung, die es ihm ermöglicht, in der Liebe zu leben und den Frieden zu schenken ...


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 Paddel 11. Jänner 2019 

@mphc

Im Liebesbündnis verbunden, nehme ich Ihre Frau in mein Rosenkranzgebet mit auf und empfehle sie der Fürsprache unseres lieben Vaters und Gründers PJK.


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 freya 11. Jänner 2019 
 

Die Neigung zu Depressionen kann auch erblich bedingt sein

d.h. Eltern können diese Krankheit weitervererben - muss natürlich nicht sein.
Es wäre auch interessant herauszufinden wieviele Heilige an Depressionen litten und diese als Sühneleiden trugen.


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 mphc 11. Jänner 2019 

Meine Frau hat Winterdepression

in Folge einer chronischen Immunerkrankung. Sie geht jeden Tag zur Hl.Messe und beichtet monatlich. Weil es sich körperlich verschlechtert hat, befindet sie sich im Spital in einem Vierbettzimmer, mit einer Bosniakin mit lautem Organ und einer Inkontinenzpatientin, wo es manchmal stinkt.


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 julifix 11. Jänner 2019 

@Rolando; @ Antonia54

Ich bitte dringend, davon abzusehen, irgendwelches Halbwissen zu verbreiten. Als Betroffener weiß ich sehr genau, wovon ich rede, wenn ich sage, beides, was Sie jeweils geäußert haben, stimmt in gewisser Weise und beides aber auch nicht. Das hier genau auszuführen, würde allerdings diesen Rahmen hier vollkommen sprengen.
Leider ist es in unserer Zeit sehr schwer, einen Theraüeuten zu finden, der den christlichen Glauben zumindest nicht pauschal ablehnt oder gar als "schädlich" aburteilt. Auch hier weiß ich, wovon ich rede. Und die wiederholte Therapeutensuche bedeutet auch immer, ALLES Belastende jedesmal wieder neu auf- und ausgraben zu müssen - eine grausame Belastung und ein grausames Leid, glauben Sie mir.


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 Antonia54 11. Jänner 2019 

@ Rolando

Es ist nicht zulässig eine klinische Depression mit nicht gebeichteten Sünden in Verbindung zu bringen! Das wird den Kranken nicht gerecht. Es gibt so viele " Sünder" die nicht krank werden! Depressionen sind eine Stoffwechselkrankheit im Gehirn, die je nach Vulnerabilität ausbricht, oft bei ganz kleinen Anlässen, die nicht in der Macht des erkrankten Menschen liegt, und die durch Medikamente, die man gut einstellen muss, gänzlich beseitigt werden.


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 Zeitzeuge 11. Jänner 2019 
 

Wichtiges Buch zum Thema:

Der in Wien bekannte Opus-Dei Priester
Msgr. Johannes Torello (1920-2011)
war auch Facharzt für Neurologie und Psychiatrie.

Lieferbar ist sein Buch:

Psychoanalyse und Beichte

Näheres bei kath.net vom 28.05.2005
10588


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 Rolando 11. Jänner 2019 
 

Fortsetzung

Wichtig ist auch, alles Widrige dankend mit Jesus zu ertragen, in Verbindung mit seinem Leiden, für alle Zulassungen Gott danken.
Wenn man in Depression ist, ist therapeutische Hilfe nötig, sollte aber zur Beichte und zu einer tieferen Beziehung mit Jesus führen. Auch die tägliche, bewusste Weihe an die Muttergottes sollte sein.
Da viele Therapeuten selbst nicht an Gott glauben, drehen sich viele im Kreis, beten wir besonders für Diese.


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 Rolando 11. Jänner 2019 
 

Ein paar Gedanken

Ich habe zwei Bekannte, einen in der Psychiatrie, einen in psychiatrischer Behandlung, aber Zuhause. Beide erzählten mir nach langem hin und her ihr Leben. Ohne zu urteilen, es ist eine Anhäufung von Sünden, die nicht gebeichtet wurden, (beide sind kath. getauft). Da die Sünde dem Teufel Rechte gibt, wirkt sich das Sündigen aus. Man darf auch nicht vergessen, das Gebet der Angehörigen oder überhaupt kein Gebet, durch Angehörige, auch das wirkt sich mit aus. Da kein Therapeut die Sünde wegnehmen kann, ist deren Hilfe nur als Vorbereitung zur Sündenerkenntnis hilfreich. Daher ist das bewusste, ich betone, das bewusste sakramentale Leben mit regelmäßiger Beichte, (monatlich), und das bewusste Empfangen der Ablässe, sowie kein Hängen an materiellen Dingen, z.B. Besitz, Geld, Anerkennung sehr hilfreich. Auch die Demut, wenn Andere bevorzugt werden oder mehr geachtet werden, sich da trotzdem dankend an den Herrn zu halten, (es gibt die Litanei der Demut, ist sehr gut). Immer Gott danken.


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 Ihr Priester lasst uns nicht allein! 11. Jänner 2019 
 

Selbstverletzen-ich will Aggression und Kontrolle ausüben?

Bei allein fünf Personen,die mir persönlich bekannt sind,darunter ein Mädchen,dass von seiner Mutter schwer misshandelt wurde und nie wirklich gute Hilfe bekam,war es ein Ausdruck von Hilflosigkeit.Tatsächlich ein einsamer Weg,den Suizid nicht auszuführen.


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 SpatzInDerHand 11. Jänner 2019 

Jepp! Genau so ist das!


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