Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  3. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  10. Wir machen da was mit Medien
  11. „Wir werden erwartet“
  12. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  13. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  14. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  15. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein

US-Kardinal O'Malley „Entschuldigungen reichen nicht“

26. Juli 2018 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Deutliche Worte vom Präsidenten der Päpstlichen Kinderschutzkommission, Kardinal O’Malley, zum jüngsten Missbrauchsskandal rund um Kardinal McCarrick – In der Kritik steht u.a. auch Kurienkardinal Farrell, der angeblich nichts wusste


Washington D.C. (kath.net)
"Diese Fälle und andere verlangen mehr als Entschuldigungen!" Mit derart deutlichen Worten hat sich am Mittwoch Kardinal Sean O’Malley, Präsident der Päpstlichen Kinderschutzkommission, zum jüngsten Missbrauchsskandal rund um den liberalen Kardinal Theodor E. McCarrick, dem ehemaligen Erzbischof von Washington D.C., zu Wort gemeldet. O’Malley zeigte sich zutiefst bestürzt und verweist darauf, dass diese Enthüllungen viele Katholiken traumatisiert haben. Er sehe mindestens einen Fall der Anschuldigen (Missbrauch von Priesteranwärtern) als glaubwürdig an. Bei einer anderen Anklage, die einen Minderjährigen betreffe, finden derzeit Untersuchungen statt.


Der Kardinal räumte ein, dass bei Anschuldigungen von Bischöfen oder Kardinälen noch immer eine große Kluft in der katholische Kirche bestehe, was den Umgang mit dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs betreffe. Er möchte daher klarere Regeln bei Fällen, die Bischöfe betreffen. Die Kirche müsse schnell und entschieden reagieren.

O´Malley warnte dann, dass die moralische Autorität der Kirche bedroht sei, wenn die Kirche hier versage.

Beobachter in den USA stellen sich derzeit allerdings die Frage, ob manche US-Bischöfe nicht schon länger von den Vorfällen gewusst haben. In der Kritik steht aber auch Kurienkardinal Farrell, der mit McCarrick sich in den USA sogar eine Wohnung teilte und trotzdem behauptete, dass er in sechs Jahren an seiner Seite niemals davon etwas gehört habe. Farell ist der Präfekt des vatikanischen Dikasteriums für Laien, Familien und Leben.

Kritiker halten es für nur schwer vorstellbar, dass Farrell nicht mindestens von den Vorwürfen gegen den Kardinal gehört habe. Genau das nimmt auch der Nachfolger McCarricks, Kardinal Donald Wuerl, für sich in Anspruch. Der Erzbischof von Washington erklärte Ende Juni, er habe alle Aufzeichnungen und Dokumente der Erzdiözese angefordert, die Aufschlüsse liefern könnten. „Basierend auf der Durchsicht kann ich berichten, dass keine Forderung – glaubhaft oder nicht – gegen Kardinal McCarrick während seiner Zeit hier in Washington erhoben worden ist.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kardinäle

  1. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  2. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  3. Papst will mit Kardinälen über Kommunikation der Kirche sprechen
  4. Irakischer Patriarch Sako tritt zurück
  5. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  6. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  9. Papst Leo eröffnet das Konsistorium: „Einheit zieht an, Spaltung zerstreut“
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan-Außenminister: Papstreise nach USA 2027?
  3. “As a bishop, my duty is to proclaim the faith of the Church”
  4. Erzbischof Marini über Johannes Paul II.: Er war für mich ein zweiter Vater
  5. ‚Ghost Soldier‘ – Action-Film mit Jim Caviezel in der Hauptrolle und Gebet zum Erzengel Michael
  6. ‚Big Bang Theory‘-Produzent warnt: Gesellschaften ohne Gott fallen in Tyrannei
  7. "Österreich-Feier" im Stephansdom mit Lichterprozession und Pummerin
  8. Pakistan: Gericht prüft erneut Fall von entführter Christin
  9. Vatikan bestätigt Papstreise nach Südamerika im vollen Umfang
  10. Wir machen da was mit Medien
  11. „Habe Entwicklung zur Ausblendung wichtiger Themen und der Tabuisierung von Kritik selbst erlebt“
  12. Glaubensweitergabe im Wandel der Zeit
  13. Nach Anschlag in Paris: Kritik an Macrons Aussage über religiös motivierte Gewalt
  14. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  15. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz