Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  10. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  11. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  12. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  13. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  14. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  15. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf

Vatikan lässt Anklage gegen Wirtschaftsprüfer fallen

28. Juli 2018 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Libero Milone hatte stets seine Unschuld beteuert. Hat er seine Kompetenz überschritten oder ist er finanziellen Unregelmäßigkeiten der ‚alten Garde’ des Vatikan auf die Spur gekommen?


Vatikan (kath.net/jg)
Der Vatikan hat alle Anklagen gegen Libero Milone, den von Papst Franziskus 2015 eingesetzten Generalrevisor, fallen gelassen. Dies gab Milone in einem Interview für das italienische Fernsehen Ende Juni bekannt, berichtet Vatikanexperte Edward Pentin für den National Catholic Register.

Die Berufung des früheren Partners von Deloitte, einer internationalen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsfirma, zum Generalrevisor war Teil der von Papst Franziskus begonnenen Finanzreform des Vatikan. 2017 trat Milone nach einer Durchsuchung seines Büros durch die Vatikanische Gendarmerie von seiner Position zurück. Die Stelle des Generalrevisors wurde danach nicht wieder besetzt.

Milone hatte nach seinem Rücktritt stets seine Unschuld beteuert. Eine kleine Gruppe einflussreicher Personen habe seine Reputation zerstören wollen, sagte er gegenüber Reportern. Der Chef der Vatikanischen Gendarmerie habe ihm Arrest angedroht, falls er sich weigere, ein Rücktrittsschreiben zu unterzeichnen, das bereits Wochen vorher vorbereitet worden sei, sagte Milone.


Papst Franziskus habe die Finanzreform mit den besten Absichten begonnen, sei aber von der „alten Garde“ blockiert worden. Diese habe sich bedroht gefühlt, als sie erkannt hätten, was er mit eigenen Augen gesehen hätte, sagte er.

Zum tatsächlichen Hergang der Ereignisse gibt es zwei Versionen. Version 1 war im September 2017 vom damaligen Erzbischof Giovanni Angelo Becciu, Substitut des Vatikanischen Staatssekretariats, vertreten worden. Becciu hatte Milones Rechtfertigung als „falsch und ungerechtfertigt“ bezeichnet. Der Wirtschaftsfachmann habe „alle Regeln gebrochen und das Privatleben seiner Vorgesetzten und Mitarbeiter ausspioniert“, sagte Becciu. „Wäre er nicht von sich aus zurückgetreten, hätten wir ihn angeklagt“, fügte er hinzu.

Diese Version wird laut Pentin von einem hochrangigen Mitarbeiter der Vatikanischen Gendarmerie bestätigt. „Er hatte keine Erlaubnis für die Untersuchungen, die er durchgeführt hat und, was noch wichtiger ist, er hatte nicht die Kompetenz dazu.“

Für die zweite Version zitiert Edward Pentin eine weitere Quelle „mit Detailkenntnisse über den Fall“. Ihr zufolge sei Milone auf Fälle von Veruntreuung von Geldmitteln gestoßen und musste entfernt werden.

Vom Beginn seiner Tätigkeit an sei der Generalrevisor marginalisiert und seine Arbeit behindert worden, berichtete die Quelle. Wenige Monate nachdem er seine Tätigkeit aufgenommen hatte, erstattete Milone Anzeige wegen unberechtigten Zugriffs auf seinen Computer. kath.net hat hier berichtet: Hackerangriff auf Computer von Vatikan-Wirtschaftsprüfer

Die „alte Garde“ hätte Milone gewähren lassen, wenn er nicht so professionell vorgegangen wäre. Doch gemeinsam mit George Kardinal Pell, dem Präfekten des Vatikanischen Wirtschaftssekretariats, sei er „zunehmend effektiv“ geworden und sei nahe daran gewesen „gefährliche Dinge aufzudecken“, zitiert Pentin seine Quelle.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  8. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  9. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  10. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Leo XIV.: „Ihre Anwesenheit ist ein leuchtendes Zeugnis für die ungeschuldete Zuwendung Gottes“
  4. 'Schweigen angesichts des Bösen ist selbst Böses'
  5. „Die fünfsaitige Lyra der Pentarchie neu zum Klingen bringen“
  6. „Bin ich Konvertitin oder von Kindesbeinen an katholisch?“
  7. Auf Christus schauen!
  8. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  9. Tschechien: Kirchenkommission warnt vor prorussischer Desinformation
  10. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  11. Die Geburt des neuen Antisemitismus aus dem verurteilten alten Antisemitismus
  12. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  13. Papst Leo XIV. berät mit seinen Behördenleitern
  14. Primat in Synodalität – Synodalität in Communio
  15. Altabt bei Jugendfestival: Jesus als Vorbild für gelebte Liebe nehmen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz