Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  4. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  5. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  8. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  9. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  10. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  11. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  12. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  13. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  14. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  15. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt

Vatikan lässt Anklage gegen Wirtschaftsprüfer fallen

28. Juli 2018 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Libero Milone hatte stets seine Unschuld beteuert. Hat er seine Kompetenz überschritten oder ist er finanziellen Unregelmäßigkeiten der ‚alten Garde’ des Vatikan auf die Spur gekommen?


Vatikan (kath.net/jg)
Der Vatikan hat alle Anklagen gegen Libero Milone, den von Papst Franziskus 2015 eingesetzten Generalrevisor, fallen gelassen. Dies gab Milone in einem Interview für das italienische Fernsehen Ende Juni bekannt, berichtet Vatikanexperte Edward Pentin für den National Catholic Register.

Die Berufung des früheren Partners von Deloitte, einer internationalen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsfirma, zum Generalrevisor war Teil der von Papst Franziskus begonnenen Finanzreform des Vatikan. 2017 trat Milone nach einer Durchsuchung seines Büros durch die Vatikanische Gendarmerie von seiner Position zurück. Die Stelle des Generalrevisors wurde danach nicht wieder besetzt.

Milone hatte nach seinem Rücktritt stets seine Unschuld beteuert. Eine kleine Gruppe einflussreicher Personen habe seine Reputation zerstören wollen, sagte er gegenüber Reportern. Der Chef der Vatikanischen Gendarmerie habe ihm Arrest angedroht, falls er sich weigere, ein Rücktrittsschreiben zu unterzeichnen, das bereits Wochen vorher vorbereitet worden sei, sagte Milone.


Papst Franziskus habe die Finanzreform mit den besten Absichten begonnen, sei aber von der „alten Garde“ blockiert worden. Diese habe sich bedroht gefühlt, als sie erkannt hätten, was er mit eigenen Augen gesehen hätte, sagte er.

Zum tatsächlichen Hergang der Ereignisse gibt es zwei Versionen. Version 1 war im September 2017 vom damaligen Erzbischof Giovanni Angelo Becciu, Substitut des Vatikanischen Staatssekretariats, vertreten worden. Becciu hatte Milones Rechtfertigung als „falsch und ungerechtfertigt“ bezeichnet. Der Wirtschaftsfachmann habe „alle Regeln gebrochen und das Privatleben seiner Vorgesetzten und Mitarbeiter ausspioniert“, sagte Becciu. „Wäre er nicht von sich aus zurückgetreten, hätten wir ihn angeklagt“, fügte er hinzu.

Diese Version wird laut Pentin von einem hochrangigen Mitarbeiter der Vatikanischen Gendarmerie bestätigt. „Er hatte keine Erlaubnis für die Untersuchungen, die er durchgeführt hat und, was noch wichtiger ist, er hatte nicht die Kompetenz dazu.“

Für die zweite Version zitiert Edward Pentin eine weitere Quelle „mit Detailkenntnisse über den Fall“. Ihr zufolge sei Milone auf Fälle von Veruntreuung von Geldmitteln gestoßen und musste entfernt werden.

Vom Beginn seiner Tätigkeit an sei der Generalrevisor marginalisiert und seine Arbeit behindert worden, berichtete die Quelle. Wenige Monate nachdem er seine Tätigkeit aufgenommen hatte, erstattete Milone Anzeige wegen unberechtigten Zugriffs auf seinen Computer. kath.net hat hier berichtet: Hackerangriff auf Computer von Vatikan-Wirtschaftsprüfer

Die „alte Garde“ hätte Milone gewähren lassen, wenn er nicht so professionell vorgegangen wäre. Doch gemeinsam mit George Kardinal Pell, dem Präfekten des Vatikanischen Wirtschaftssekretariats, sei er „zunehmend effektiv“ geworden und sei nahe daran gewesen „gefährliche Dinge aufzudecken“, zitiert Pentin seine Quelle.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 30. Juli 2018 
 

Es stinkt nach Hölle

"Der Vatikan hat alle Vorwürfe gegen Milone fallen lassen".
Aha.
Diese kleine dürre Meldung macht die ausgiebige und besonders gehässige Wortmeldungen von Angelo Becciu endlich zu dem, was sie von Anfang waren:
Lügen und Verleumdungen.
Papst Franziskus hat übrigens vorher Becciu als seinen Vertrauensmann eingesetzt und ihn vor Kurzem noch höher promoviert.
Zu Deutsch: der Aufklärer wurde rausgeworfen, der Verleumder und Erfinder v. Version 1 wurde nach oben promoviert.
Es stinkt am Gipfel immer mehr.
Tibi christe Splendor Patris


1
 
 Roman 2505 28. Juli 2018 
 

Version 2

Meines Erachtens ist Version 2 die Wahrscheinlichste. Es ist ja allgemein bekannt das im Vatikan Geld gewaschen wurde und auch noch wird. Milone würde ja genau aus diesem Grund von PF eingesetzt. Das auch PF sich nicht gegen die alte Garde durchsetzen kann betrübt mich. Aber es hängen halt zu viele einflussreiche Personen dahinter, die jegliche Einmischung, egal von wem, zu verhindern wissen und sei es mit Verleumdung und Gewalt!


6
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  8. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  9. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  10. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  4. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  5. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  6. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  7. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  8. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  9. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  10. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  11. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  12. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  13. Karoline Preisler: Islamismus ist die größte Gefahr für Deutschland
  14. Die neue Weltjugendtag-Hymne wurde in Seoul vorgestellt
  15. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz