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Ungarn: Familienfreundliche Politik, weniger Abtreibungen

7. Juni 2018 in Prolife, 4 Lesermeinungen
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Die ungarische Regierung bekennt sich ausdrücklich zu einer ehe- und familienfreundlichen Politik. Die demographischen Daten der letzten Jahre deuten auf eine Trendwende hin.


Rom (kath.net/LSN/jg)
Die familienfreundliche Politik Ungarns schafft ein Umfeld, in dem Ehen und Familien florieren und die Abtreibungszahlen sinken. Daten des Zentralen Statistischen Zentralamtes (HCSO) zeigen, dass die Zahl der Abtreibungen im Zeitraum von 2010 bis 2017 um 30 Prozent zurückgegangen ist.

Die Zahl der Lebendgeburten stieg im selben Zeitraum von 90.335 auf 91.600, die Eheschließungen von 35.520 auf 50.600, während die Scheidungen von 23.873 auf 18.600 zurückgingen.

Die ungarische Regierung bekennt sich ausdrücklich zu einer familien- und kinderfreundlichen Politik. Katalin Novàk, Ministerin für Familie, Jugend und internationale Angelegenheiten, sagte wörtlich: „Eine Voraussetzung für die mittel- und langfristige soziale Entwicklung und Zukunftsfähigkeit Ungarns ist eine dauerhafte Wende in den demographischen Trends.“ Dies könne mit Hilfe einer dauerhaften, komplexen, gezielten und flexiblen Familienpolitik erreicht werden, die sich an die wechselnden Bedürfnisse und Umstände anpasse, betonte die Ministerin am 21. Mai bei einer Konferenz in Rom.


Sie stellte eine Reihe finanzieller Maßnahmen der Regierung vor, die jungen Menschen die Gründung einer Familie schmackhaft machen sollen. Ungarn bietet Steuervorteile für verheiratete Paare im Vergleich zu unverheirateten, bezahlte Karenzzeiten, Steuervorteile für Familien mit Kindern, kostenlose Ferienlager für Kinder und weitere Unterstützungen. Allein durch die Vorteile der Familienbesteuerung sei das Einkommen der Familien seit 2010 um 63 Prozent gestiegen, sagte die Ministerin.

Ein weiteres Anliegen der Regierung sei es, die Familien bei der Vereinbarkeit von Berufstätigkeit mit familiären Verpflichtungen zu unterstützen. Dies sei von „wesentlicher Bedeutung“, sagte Novàk. Der Anteil der berufstätigen Frauen im Alter von 15 bis 64 Jahren ist seit 2010 von 50 auf 61 Prozent gestiegen.

Die Konferenz wurde von der Akademie „Johannes Paul II. für das Leben und die Familie“ anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Enzyklika „Humanae vitae“ und des 25jährigen Jubiläums der Enzyklika „Veritatis splendor“ veranstaltet.


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