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Im Ernstfall ist alles ein Einzelfall

26. Februar 2018 in Kommentar, 32 Lesermeinungen
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"Der neueste Einzelfallstreich ist die faktische Zulassung von Protestanten zur Kommunion. Man muß nur mit einem Katholiken verheiratet sein, schon geht das." - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net/pw)
Der Einzelfall ist die neueste pastorale Entdeckung der Bischöfe. Da fällt ein Tabu nach dem nächsten. Doch es fällt natürlich immer nur im Einzelfall. Realistisch ist wohl eher ,den Einzelfall hier als Hintertür zu betrachten. In der Praxis wird der Einzelfall wohl künftig den Regelfall dominieren und auf diesem Wege so manch ein Projekt interessierter Kreise in die kirchliche Praxis eindringen lassen.

Nachdem Amoris laetitia scheinbar – im Einzelfall, bitte! – endgültig Familiaris consortio abgeräumt hat, kommt der Zug nicht mehr zum Stillstand. Natürlich passiert das alles nicht in der Wirklichkeit, sondern nur in der veröffentlichten Meinung. Dieser aber ordnet sich ganz offensichtlich der eine oder andere Bischof einfach unter. Für den gewöhnlichen Katholiken empfiehlt es sich auch weiterhin, besser den Katechismus als die Tageszeitung in Glaubensfragen zu konsultieren.

Der neueste Einzelfallstreich ist die faktische Zulassung von Protestanten zur Kommunion. Man muss nur mit einem Katholiken verheiratet sein, schon geht das. Im Einzelfall! Der Vorsitzende der DBK, Reinhard Kardinal Marx, kündigte dazu auf der Abschlußpressekonferenz der DBK in der vergangen Woche eine Handreichung der Bischöfe an. Dabei war natürlich von einer ganzen Reihe Einschränkungen die Rede, welche die Seelsorger zu beachten haben. Keine Frage, so manch ein Protestant mag wirklich darunter leiden, nicht mit dem Partner gemeinsam zur Kommunion gehen zu können.


Bei 10 Prozent regelmäßigen Kirchgängern unter den Katholiken dürfte dann aber am Ende doch eine recht überschaubare Anzahl an tatsächlich relevanten Einzelfällen herauskommen. Es ist kaum anzunehmen, dass die Seelsorger vor Ort damit plötzlich nicht mehr fertig würden. Also muss die vermeintlich oberste Ebene der Kirche in Deutschland ran und eine Arbeitshilfe verfassen. Der Grad an Populismus solcher Maßnahmen erscheint geradezu lächerlich. Zum einen behält auch in Zeiten einer scheinbar omnipotenten und omnipräsenten Bischofsversammlung der einzelne Bischof die Jurisdiktion in seinem Bistum. Zum anderen kann auch die DBK universales Kirchenrecht nicht außer Kraft setzen.

Das Kirchenrecht bestimmt grundsätzlich, dass katholische Spender nur Katholiken die Sakramente gültig spenden. Darauf aufbauend legt der Codex Iuris Canonici eine Reihe von Ausnahmen vor, die jeder nachlesen kann. Die kirchenrechtliche Kommentarliteratur dürfte es jedem Seelsorger ermöglichen zu erkennen, ob im Einzelfall tatsächlich so eine Ausnahme vorliegt. Da ist die Frage erlaubt, warum aus dem Episkopat der Einzelfall plötzlich so große Aufmerksamkeit erfährt.

Die Ursache ist auf den zweiten Blick sehr leicht zu erkennen. In der gegenwärtigen weltkirchlichen Situation liegt die Ursache. Da hat der Papst mehrfach deutlich gesagt und durch geeignete Maßnahmen untermauert, dass der Ortskirchen – auch in der Lehre – eine höhere Verantwortung zukommen soll. Absicht des Papstes ist es, die Ortskirchen zu stärken. So weit, so gut. Eine starke Ortskirche wird durch mehr Verantwortung in der Tat gestärkt, denn wo der Glaube wächst und Früchte trägt, da regt Verantwortung das Wachstum eher noch an.

Eine schwache Kirche, die unter massivem Glaubensschwund zu leiden hat, wird unter der Last der Verantwortung vollends kollabieren. Der Spagat, in Deutschland noch für ein bis zwei Jahrzehnte die finanzstärkste Ortskirche der Welt zu stellen, steht im Kontrast zum gleichzeitigem völligen Wegbrechen der Glaubenssubstanz. Das alles passiert in einer Mediengesellschaft. Der Populismus soll es retten und wird so zum Ersatz für den Glauben. Nur so lassen sich die eigenwilligen Blüten erklären, die derzeit rund um die Kirche sprießen.

Archivfoto Peter Winnemöller


Foto (c) Michael Hesemann/kath.net


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Lesermeinungen

 Fatima 1713 28. Februar 2018 
 

@Jubilatekath

Ich freue mich auch sehr, dass Sie den Weg in die katholische Kirche, ja zurück nach Hause gefunden haben und hoffe, dass Ihnen noch viele Ihrer Schwestern und Brüder folgen werden! Danke für Ihr Zeugnis!


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 benedetto05 28. Februar 2018 
 

Mühsame Suche für Leute, die nicht so viel Zeit haben

@Rolando
Nett von Ihnen, dass Sie uns die Daten der website der Encyclika Ecclesia
de eucharistia zur Verfügung gestellt haben. Unter welchem Abschnitt, der
insgesamt 62 Abschnitte (Punkte)dieses Lehrschreibens, sind denn konkret die Bedingungen genannt,unter denen der getaufte, nicht katholische Ehepartner, den Leib des Herrn empfangen kann? Danke im Voraus für die Hilfe!


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 ashley1 27. Februar 2018 

Umkehr

@jubilatekath

Darf ich Ihnen von ganzem Herzen gratulieren dass Sie zum kath. Glauben konvertiert sind. Sie sind wahrhaftig ein Goldschatz,und für alle anderen Protestanten ein wahrhaftiges Vorbild. Eines Tages werden Sie alle draufkommen,dass die Wahrheit nur im kath. Glauben zu finden ist.
KEINER KOMMT ZUM VATER AUßER DURCH MICH. Danke Jesus dass Du wieder einer Seele die Gnade verliehen hast Dich zu finden.
Ich liebe Dich von ganzem Herzen Jesus.
Andreas aus Innsbruck


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 Jubilatekath 27. Februar 2018 
 

Schade, was gerade in der kath. Kirche passiert...

Ich bin seit 2 Jahren mit meinem katholischen Mann verheiratet und war jahrelang sehr aktiv in der evangelischen Kirche. In den letzen Jahren (schon bevor ich meinen Ehemann kennenlernte) entwickelte sich die evangelische Kirche immer mehr zu einer Gruppierung der Beliebigkeit. Zahlreiche populistische Aktionen in der Gemeinde, die mit geistlichem Leben und Spiritualität nichts mehr zu tun haben, reihen sich aneinander. Die Krönung waren Taufen im hiesigen Freibad. Kritik verhallte, als Antwort kam:
Aber wir sind eine bunte Gemeinde, die Wege zu Fernstehenden müssen offen sein.
So gibt es Häkelkreise, Seniorentanz und Pekip-Gruppen, aber keine geistlichen Impulse,"normale Gottesdienste" gab es kaum mehr, nur noch "Events", wie Themengottesdienste mit einfachem Zugang zur Kirche, da Liturgie und Gebete fast nicht mehr existierten.
Selbst die "Ehe für alle" soll auch in der evangelischen Kirche möglich werden.
Für mich gab es nur eine Möglichkeit: Konversion und ich bin jetzt glücklich!


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 Palmsonntag 27. Februar 2018 
 

Frère Roger Schütz 2005

@ Ehrmann et al.

Aus dem akademischen Umfeld von Professor Kardinal Kasper habe ich seinerzeit erfahren, daß Frère Roger zu Lebzeiten von Papst JPII “konvertiert” sei, aber man wollte das nicht bekannt machen aus “Rücksicht” (vor wem eigentlich?). – So ist es nur konsequent, daß Kardinal Ratzinger bei den Trauerfeierlichkeiten für Papst JPII dem im Rollstuhl sitztenden Frère Roger (als erstem) die Kommunion gespendet hat.

Bekanntlich ist Frère Roger während des Kölner Weltjugendtages ermordet worden. Die Beisetzungsfeierlichkeiten für ihn in Taizé hat Kardinal Kasper nach katholischem Ritus zelebriert, "ganz zum Erstaunen von Bischof Huber", der damals der Vorsitzende der EKD gewesen ist.


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 Federico R. 27. Februar 2018 
 

Schlussfolgerung: Aus dem, was derzeit an Signalen ...

... von Rom kommt, was dort geschieht und auch nicht geschieht, ist die bisherige klare und eindeutige Lehre der Kirche bereits im Stadium des Relativierens angekommen und steht somit der Geisteshaltung des noch lebenden Vorgängerpapstes sowie der des hl. Johannes Paul diametral gegenüber. Jede nationale Bischofskonferenz darf sich – „dank“ der eingeleiteten Schwächung der Glaubenskongregation und somit des Lehramts schlechthin seine eignen Regeln geben, kirchenrechtlich genau genommen jeder Ortsordinarius. Und vielleicht demnächst auch jeder Einzelfall-Pfarrer? Genau genommen sogar jeder einzelne Gläubige, wenn er seinem eigenen subjektiv-privaten Gewissen zu folgen gedenkt. Objektiv betrachtet, befindet sich die Kirche schon mitten in einem katastrophalen Auflösungsprozess - und der dürfte sogar irreversibel sein. Die Kirche droht zu einem ganz alltäglichen Verein zu degenerieren. Nochmals: Quo vadis, Mater Ecclesia? – R. Schneider: „Allein den Betern kann es noch gelingen ...“


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 leibniz 27. Februar 2018 
 

,

Lieber Friederico R.
Es geht in der deutschen Kirche nur ums Geld. Man will denen, die am Rand der Kirche stehen, denjenigen, die mit dem Glauben wenig oder gar nichts anfangen können, aber die "üblichen" Forderungen wie Frauenpriestertum, Abschaffung des Zölibat usw. fordern, so weit wie möglich entgegen kommen, damit sie nicht gehen. Gleichzeitig ist man der festen Überzeugung, dass die paar wirklichen Katholiken nicht aus dem Kirchensteuer -
Verband austreten, weil sie die Sakramente nicht missen wollen. Deshalb hört bei diesem Thema die Barmherzigkeit sofort auf. Alles wird toleriert, die Sünde gibt es nicht mehr, nur noch die Todsünde des Nicht-mehr-Zahlens der Kirchensteuer. Das muss in den Augen der meisten deutschen Bischöfe die Sünde wider den Hl. Geist sein, die Sünde, die nicht vergeben wird.


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 Rolando 27. Februar 2018 
 

Nochmal

http://www.vatican.va/holy_father/special_features/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_20030417_ecclesia_eucharistia_ge.html


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 Rolando 27. Februar 2018 
 

http://www.vatican.va/holy_father/special_features/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_20030417_eccle


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 Federico R. 27. Februar 2018 
 

Quo vadis, Mater Ecclesia? – 2

Etwas anders stellt sich die Frage in Verbindung mit dem Thema Kirchensteuer. Niemand wird wohl so richtig begreifen, warum ein rein förmlicher Kirchenaustritt (nicht aus Glaubensgründen!) unweigerlich den Ausschluss von den Sakramenten zur Folge hat, während andererseits möglicherweise der Empfang (wieder mal „nur in Einzelfällen“) auch dann gestattet werden soll, wenn man kein Mitglied der Kirche ist und dies auch nicht werden möchte. Dieser Widerspruch müsste unbedingt vor der Erarbeitung einer Handreichung abgeklärt werden und sollte dort auch thematisiert werden. Das allerdings könnte Ärger geben. Denn eigentlich könnte sich dann ein jeder irgendwie als „Einzelfall“ betrachten und sein „Recht aufs Sakrament“ einfordern, ohne dabei gleich kirchensteuerzahlendes Mitglied sein zu müssen. Das sollten sich die Bischöfe doch mal gut überlegen. Quo vadis, Mater Ecclesia?


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 Federico R. 27. Februar 2018 
 

Quo vadis, Mater Ecclesia? - 1

Auch jetzt hat Peter Winnemöller wieder den Nagel auf den Kopf getroffen. Über ein rein populistisches Motiv hinaus könnte man auch hinter der neuesten DBK-„Überlegung“ die (un)heimliche Absicht vermuten, die Protestantisierung der kath. Kirche in Deutschland weiter voranzutreiben. Zu vermuten zudem, dass Kard. Kasper unter allen Umständen einen ökumenischen Erfolg des Reformationsgedenkens wenigstens für die RKK verbuchen möchte, da ja jenes Tamtam-Jubiläum für die Protestanten eh nur ein Flop war -, und dass nun Kard. Marx ihm dabei behilflich ist.
Man kann schlichtweg nicht glauben, dass deutsche Ortskirchen über die bereits bestehenden Ausnahmeregelungen hinausgehen können. Und ich denke, dass diese Ausnahmen eigentlich nur bei akuter Lebensgefahr möglich sind und mit einer gleichzeitig einhergehenden Anerkennung der kath. Lehre, einschließlich ihrer Sakramentenlehre, und verbunden mit einem persönlichen Schuldbekenntnis.


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 trueman 26. Februar 2018 

Ich wünsche mir, dass sich die Bischöfe vielmehr Gedanken

machen würden, wie Katholiken selbst wieder ehrfurchtsvoller und würdiger die Kommunion empfangen. Das, was sich da sonntags bei der Kommunion abspielt, ruft bei mir seelische Gewissensqualen hervor. Wer es sich selbst einmal "antut" vor allem die Kinder (wer kann ihnen etwas vorwerfen, sie sehen und lernen ja nichts anderes) beobachtet, der ist eigentlich ein Kandidat für eine tiefe Depression und Verzweiflung! Dafür scheint es haben unsere Hirten wenig Ambitionen. Dass es auch anders geht, zeigt zB die ukrainische unierte Kirche im byzantinischen Ritus, wo beispielsweise die letzte Beichte maximal 14 Tage her sein darf um die Kommunion empfangen zu dürfen. Über das, wie die Kommunion empfangen wird, will ich lieber gar nicht schreiben, denn sonst kommen mir noch die Tränen. Schade um die vielen, verlorenen Kinderseelen, die unseren staatlich und stattlich honorierten Hirten scheinbar nicht so wichtig sind! Ansonsten würden sie nämlich einmal etwas fordern, wenn sie nicht feig wären!


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 MSM 26. Februar 2018 
 

Was mich auch interessieren würde: Gilt die Einzelfall-Entscheidung denn für Katholiken auch bei der Entrichtung der Kirchensteuer? Oder wird dabei auf das Gewissen des Einzelnen keine Rücksicht genommen??


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 benedetto05 26. Februar 2018 
 

Bitte um ein kleines Dossier

Gute Analyse von Winnemöller. Meine Bitte an kath.net: vielleicht könnt
ihr mal ein kleines Dossier erstellen, welche kirchenrechtlichen Aus-
nahmen von der von Winnemöller genannten Regel (Sakramente nur Katho-
liken spenden)schon jetzt möglich sind, damit auch die User, die nicht
so viel Zeit haben, die Quellen zu suchen und zu studieren, sich ein
reelles Bild machen können über die wahren Motive der neuerlichen Initia-
tive der DBK, hinter der als treibende Kräfte mit Sicherheit wieder die
Herren Marx und Bode stehen.

Interessant auch die Frage, ob eine einzelne nationale BK solch eine
Initiative überhaupt ergreifen darf. In Polen halte ich solch einen
Populismus z.B. für undenkbar.


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 Chris2 26. Februar 2018 
 

Genau wiin der Gesellschaft.

Alles nur "Einzelfälle". Und nichts hat mit nichts irgendwas zu tun. Und irgendwann schließen sich alle "Einzelfälle" zusammen und "peng".


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  26. Februar 2018 
 

Ecclesia de Eucharistia

Schon Johannes Paul II. hat dort ausgeführt wann und unter welchen Bedingungen evangelische Christen zur Kommunion gehen dürfen, im Einzelfall. Das sich jetzt die deutschen Bischöfe darüber Gedanken machen, wie dieser Einzelfall in einer konfessionsverschiedenen Ehe aussieht sollte man deshalb nicht beklagen. Diejenigen die sofort wieder Verrat oder ähnliches wittern, sollten ihre Spürnase kontrollieren lassen.


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 goegy 26. Februar 2018 
 

Fakt ist, dass schon seit Jahren Protestanten in katholischen Kirchen zur Kommunion gehen. Wer wird denn schon jeweils deren Taufschein kontrollieren?

Es ist anzunehmenden dass diese Menschen ein tieferes Bedürfnis dazu haben und wissen, dass es sich hier nicht um einen esoterischen Picknick handelt.

Vielleicht sind manche von diesen im tiefsten Inneren viel besser vorbereitet als mancher Routinekatholik, der einfach zur Kommunion geht, weil dies die andern auch tun.
Wer von uns hat denn seine Konfession nach fundamentalen theologischen Überlegungen und Lektüre der Hl. Schriften wissentlich gewählt? Wir wurden einfach in die eine oder andere Richtung hinein geboren und in der Jugend darin sozialisiert.
.
Fragen über Fragen!


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 Ehrmann 26. Februar 2018 

@maxjosef : Frere Roger Schütz 2005

bei der Totenmesse von Papst Johannes Paul II, gehalten von Krdinal Ratzinger, erhielt der ev. Prior von Taize als Erster der Gäste vom Zelebranten persönlich die hl. kommunion. Es wurde berichtet, daß Frere Roger den Glauben an die transsubstantiation mit uns völlig teile, seine Glaubensgemeinschaft aber (auf Wunsch des Papstes?) nicht verließ, um besser für die gegenseitige Verständigung wirken zu können. Ein "notwendiger Übertritt" wurde also schon damals nicht gefordert. Allerdings ist es schwierig für einen Priester (wenn er überhaupt gefragt wird!), die Glaubensüberzeugung bezüglich der hl. Eucharistie des jew. Ehepartner richtig einzuschätzen. Hier sind aber auch die Katholiken selbst gefragt, die mehrheitlich in der hl. Hostie nur mehr "das Brot der Gemeinschaft" sehen!!! Es fühlt sich daher jeder ausgeschlossen, der dieses Brot nicht bekommt- das ist zugleich die Antwort auf die Frage von @Rolando : das Zeichen der Gemeinschaft, nicht Christus wollen die meisten empfangen.


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 Josef Menke 26. Februar 2018 
 

@MSM

Sie haben es ganz richtig erkannt. Wenn ich die Wahrheit anspreche - ja ansprechen muss - dann hat das überhaupt nichts damit zu tun, dass ich einen anderen richte. Es geht doch nur darum, die Sünde, die Verfehlung, den Glaubensabfall eindeutig zu benenen. Ansonsten meldet sich mein Gewissen. Haben wir doch ENDLICH den Mut die Dinge, sei es in der Politik oder in der Kirche, beim Namen zu nennen. Maria Bethania, so und nicht anders hat es Jesus doch auch getan. Oder können Sie eine Stelle in der Bibel nennen, wo Jesus aus falscher Rücksichtnahme - vor wem auch immer - anders gehandelt hat? Denken Sie nur an die Szene im Tempel wie er wutentbrand die Händler vertrieben hat. Nein, das Aussprechen der Wahrheit muss sein und hat mit Barmherzigkeit meiner Meinung nach nichts gemeinsam.


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 jaeger 26. Februar 2018 
 

Im Ernst...

Wenn selbst die Bischöfe die Sakramente nicht mehr ernst nehmen, weshalb sollen dann die einfachen Gläubigen sich überhaupt noch um einen würdigen Sakramentenempfang bemühen? Die Apostel haben noch eindringlich davor gewarnt, sich der Eucharistie unwürdig zu nähern, aus tiefster Gottesfurcht und höchster Sorge um die Folgen eines frevelhaften Verhaltens für die Beteiligten. Dies lässt ernste Zweifel daran aufkommen, ob die heutigen Bischöfe noch glauben, dass in diesem Sakrament Christus tatsächlich gegenwärtig ist. Statt dessen gilt: anything goes, solange die Kasse stimmt. A propos: was ist eigentlich mit Ehepartnern, die nicht einer Körperschaft der EKD steuerzahlend angehören? Und Preisfrage für erfahrene Unterscheider: was ist mit konfessionsverschiedenen Zivilehen, die der katholische Partner unter Bruch einer ersten Ehe eingegangen ist? Gibt es die Kommunion dann für beide, nur für das EKD-Mitglied oder für keinen? Alles einerlei in Zeiten, in denen ohnehin das Chaos herrscht…


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 hortensius 26. Februar 2018 
 

Hortensius

Mit Tricks und Täuschungen versuchen jetzt Papst und einige Bischöfe die Substanz des Glaubens der Welt anzupassen. Dieser Verrat wird sich rächen. Wird denn die Sakramentenlehre im Unterricht und in der Predigt absichtlich so vernachlässigt, dass man die Sakramente möglichst unbemerkt preisgeben kann? An die Verantwortung vor Gott angesichts der Ewigkeit glauben wohl nur noch wenige.


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 Ivamilga773 26. Februar 2018 
 

Das große Ziel der Elite ist seit jeher die eine Weltreligion zu schaffen. Siehe das erste Papstvideo aus 2016!

Was steht im Weg?
Die Wahrheit!
Jesus Christus also muss ersteinmal davongeschafft werden, und wenns anders nicht geht, dann wird relativiert wo es nur geht.
Dieses teuflische Spiel dürfen wir uns ja nun seit geraumer Zeit mit ansehen um ganz genau zu sein seit dem Rücktritt Papst Benedikts XVI

Was will man von Bischöfen erwarten, die am Tempelberg ihr Kreuz ablegen?
Was will man von Bischöfen erwarten, die sich entschließen ihrem Oberhaupt zu folgen das am 31.10. Luther feiert, das sich nichteinmal hinknien kann vor dem Allerheiligsten, das einen lockeren Umgang mit dem Leib Christi wünscht, das unentwegt Peitschenhiebe an uns Katholiken und unsere Kirche verteilt....

Es geht auch nicht darum über den Feind schlecht zu reden, sehr wohl aber die Strategie und Schritte des satans innerhalb der katholischen Welt beim Namen zu nennen.


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 Fatima 1713 26. Februar 2018 
 

@MariaBethania

Ich sehe den Zusammenhang zwischen Ihrem Posting und dem Thema bzw. Artikel nicht.


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 MSM 26. Februar 2018 
 

@MariaBethania

Die unfassbaren Missstände - und das ist noch höflich formuliert - die wie eine Pest innerhalb der katholischen Kirche um sich greifen beim Namen zu nennen, hat doch nichts mit "richten" zu tun!
Es ist vielmehr die Pflicht eines jeden gläubigen! Katholiken, die Wahrheit zu verteidigen! Dazu ist es auch notwendig, die Lüge zu demaskieren!!
Wir sollten aufhören, uns hinter einer falschen Demut zu verstecken, die bloß niemandem zu nahe treten will...


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 Kostadinov 26. Februar 2018 

«Alle sind eingeladen» -

- wie ich selbst aus dem Munde eines Pfarrers im Allgäu anlässlich einer Erstkommunion hören musste. Jetzt wollen also die Herren Bischöfe noch sicherstellen, dass Katholiken in Mischehen nicht der Kirchensteuer überdrüssig werden - deren Verweigerung dürfte noch der einzig verbliebene Ausschlussgrund in D bleiben


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 MariaBethania 26. Februar 2018 
 

einfach zum Nachdenken - das heutige Evangelium

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!
Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.
Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.


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 girsberg74 26. Februar 2018 
 

Nein, Sie haben nichts verpasst!

@Ginsterbusch: „Oder hab ich irgendwas verpasst?"

Etwas verpasst haben hier die tonangebenden Bischöfe, nämlich klares theologisches bzw. kirchenrechtliches Denken. Stattdessen tun sie so, als stünde bei ihnen das Ei des Kolumbus auf der Spitze.

Zu fragen wäre allerdings, ob sie nicht einem Gewebe zugearbeitet haben, das unauffällig im Hintergrund regiert. Es müssen nicht genau die sein, über die Bischof Athanasius Schneider spricht; es lohnt sich aber, ihm zuzuhören. Der Link: https://youtu.be/ibYUJ6Ox-oM


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 maxjosef 26. Februar 2018 
 

Die Bischöfe sagen

dass der jeweilige Seelsorger, bevor er den protestantischen Ehepartner zur Kommunion zuläßt, in einem Gespräch mit dem/der Betreffenden zu klären hat, ob er/sie auch das katholische Eucharistieverständnis teilt. Dies ist nun ein Widerspruch in sich, denn wer das katholische Eucharistieverständnis teilt, kann unmöglich Protestant bleiben. Es war Martin Luther, der die katholische Messe als Götzendienst und vom Teufel eingegebenen Greuel schmähte! Wie kann jemand zur Kommunion gehen wollen und gleichzeitig Anhänger Luthers bleiben wollen?
Die bisherige Lösung, dass, wenn ein evangelischer Ehegatte sich danach sehnt, gemeinsam mit dem Ehepartner die Kommunion zu empfangen, er dann eben zur katholischen Kirche zu konvertieren hat, ist die einzig logische Lösung.


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 st.michael 26. Februar 2018 
 

Abstrus !

Die ganze Aktion steht wahrscheinlich im Zeichen der neuen Synodilitaet der Ortskirchen, wie vom Papst gewuenscht.
Die Eheannulierung hat den Anfang gemacht, die Interkommunion kommt jetzt,dann kann die Ortskirche, wenns passt, ihre Priester verheiraten, Frauen weihen, Homos segnen und gaaaaanz wichtig, alles immer in voller Harmonie mit dem Lehramt und im Kanon mit den Geboten.
Die Kirche ist zur Beduefnisanstalt verkommen.
Und das alles - in D - wegen der Kirchensteuer - UNFASSBAR -


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 Ginsterbusch 26. Februar 2018 

Kein wahrer Hirte lässt seine Schafe in den Abgrund rennen

Hier werden sie sogar dazu aufgefordert.
Das ist keine Barmherzigkeit, es ist Grausamkeit!
Wer zum Tisch des HERRN gehen möchte und SO SEHR LEIDET weil er kein Katholik ist, kann jederzeit konvertieren.
Oder hab ich irgendwas verpasst?
Wir reden hier vom LEIB DES HERRN!
Ich schäme mich für die deutschen Bischöfe!


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 Rolando 26. Februar 2018 
 

Was mich wundert,

Wo kommt die Sehnsucht der Protestanten her, die kath. Hl. Kommunion zu empfangen. Bei ökumenischen Veranstaltungen heißt es doch immer, es ist alles gleich. Sie haben doch nach ihren eigenen Angaben das gleiche wie Katholiken. Regt sich nicht doch im Unterbewusstsein, daß es nicht so ist, daß sie nicht wirklich den Leib und das Blut Christi empfangen? Wenn ein konfessionsverschiedenes Ehepaar Urlaub macht, für den Besuch eines fremdes Landes gewisse Bedingungen erfüllen muß, Visum etc. dann ist man schnell einig, sollte da nicht die Suche nach der Wahrheit mit den gleichen Eifer vonstatten gehen anstatt einfach mitzugehen?


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 Philipp Neri 26. Februar 2018 

Bemerkenswert

Herr Winnemöller hat gut herausgearbeitet, wie man mittlerweile auch in der katholischen Kirche Grundsätze immer mehr zu relativieren sucht.
Die Relativierung ist nichts anderes als populistisch zu handeln. Populistisch zu handeln ist somit nichts anderes als dem Mainstream zu folgen, ohne den eigenen Standpunkt klar zu nennen oder bekennen zu müssen!
Das erinnert mich immer mehr an Mt 5,37 und lässt mich begreifen, warum Jesus das so gesagt hat!


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