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'Eine Kirche, die nicht missionarisch ist, ist eine verwesende Kirche'

5. Jänner 2018 in Spirituelles, 10 Lesermeinungen
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MISSION MANIFEST bei #MEHR-Pressekonferenz vorgestellt - Bernhard Meuser: „Hier ist eine Generation, die ist 30 Jahre jünger als Kirchen- + Katholikentage ist“ - Manuel Herder: „Dieses Buch verlegen zu dürfen, das macht mir sehr große Freude“ -VIDEOS


Augsburg (kath.net/rn)
Bei einer Pressekonferenz haben am Freitag am Nachmittag in Augsburg verschiedene prominente Katholiken das „Mission Manifest“ im Rahmen der MEHR 2017 vorgestellt. Das Manifest mit zehn Thesen wird bei der MEHR vorgestellt, im Herder-Verlag ist dazu heute ein Buch erschienen. Mit dabei war auch Herder-Chef Manuel Herder. „Dieses Buch verlegen zu dürfen, das macht mir sehr große Freude“, erklärte er den Journalisten. Das Buch sei ihm ein verlegerisches Anliegen.

Bernhard Meuser erklärte auf die Frage, warum das Buch nötig, sei: „Wir befinden uns im Moment in einem fundamentalen Wandel der Kirche. Es gibt zwei zentrale Themen, die kommen: Das Thema Jüngerschaft und das Thema Mission.“ Meuser äußert sich auch kritisch zur Kirchensteuer und was daraus in Deutschland gemacht werde. „Man könnte sich vorstellen, dass man mit dem vielen Geld etwas anderes macht.“ Meuser erklärte, dass das Buch eine „Frucht der Mehr“ sei und lobte in dem Zusammenhang die Veranstaltung: „Hier ist eine Generation, die ist 30 Jahre jünger als Kirchen- und Katholikentage. Das ist eine neue Generation, die hat eine ungeheure Power. Das sind Leute, die wirklich die Nachfolge Jesu leben wollen und die missionarisch sein wollen. Das sind Leute, die stundenlang beten.“

Auch Pater Karl Wallner, Direktor von „Missio Austria“, lobte bei der Pressekonferenz die MEHR und vertrat: „Wir haben in der Kirche das Problem, dass wir das Skelette zwar noch haben, aber dies kein Fleisch mehr habe. Das ist die persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Das Grundprinzip jeder Mission ist von Jesus so formuliert. Wovon das Herz voll ist, davon fließt der Mund über.“ Wallner kritisierte, dass in der Kirche „kein Blut“ mehr fließt und dass der Organismus zum Erstarren gekommen ist.“ Wallner berichtete dann von seinen Erlebnissen in Afrika: Dort ist die Kirche lebendig, es gibt kein Problem mit Priesterberufungen. „Bei uns fehlt das ganz. The Church must send, or it will end'. Wer nicht wirbt, der stirbt.“ Der Missio-Direktor kritisiert die Kirche, weil diese nicht rausgehen. „Wo sind wir rausgegangen? Es muss zu einer werbenden Kirche kommen. Da muss in der Kirche ein Paradigmenwechsel stattfinden. Eine Kirche, die nicht missionarisch ist, ist eine verwesende Kirche. Sie hat keine Wesen mehr.“ Über die Blockaden in der Kirche möchte Wallner nicht mehr reden. "Die erste These ist die persönliche Beziehung zu Jesus Christus." Hier müsse man mit allen anderen Konfessionen zusammenarbeiten.

Maximilian Oettingen, der Leiter der Loretto-Gemeinschaft, erzählte vom Entstehen der Gemeinschaft, die in Österreich start vertreten ist. Das Konzept war am Anfang Rosenkranzgebet und anschließendes Wurstsemmel-Essen. "Zu unserer großen Überraschung kamen immer mehr Menschen“, vor allem jüngere Menschen kamen, um zu beten.

Meuser kritisierte bei der Pressekonferenz am Ende auch, dass in der katholischen Kirche es ganz viel Frust gäbe. "Es gibt in Deutschland 700.000 Angestellte der katholischen Kirche. Wenn man dort ein bisschen reinschaut, sieht man ganz viel Frust und viel Unzufriedenheit." Kritisch äußert sich Meuser auch zur Situation, dass es kaum noch Katechesen gäbe und wenn diese in Deutschland durchgeführt werden, dies oft von Menschen gemacht werden, die selber nicht mehr daran glauben.

Weitere Infos: www.missionmanifest.online

Großer kath.net-Buchtipp!
Mission Manifest
Die Thesen für das Comeback der Kirche
Von Bernhard Meuser; Johannes Hartl; Karl Wallner
Taschenbuch, 240 Seiten
2018 Herder, Freiburg
ISBN 978-3-451-38147-8
Preis Österreich: 20.60 EUR

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

Link zum kathShop

Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus, Linz:
Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Buchhandlung Provini Berthier GmbH, Chur:
Für Bestellungen aus der Schweiz/Liechtenstein: [email protected]

Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der Provini Buchhandlung (Auslieferung Schweiz und Lichtenstein) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten.

VIDEO - Prof. Pater Karl Wallner/Heiligenkreuz #MEHR2018: ´Eine Kirche, die nicht missionarisch ist, ist eine verwesene Kirche´


Bernhard Meuser #MEHR2018: ´Hier ist eine Generation, die ist 30 Jahre jünger als Kirchen- und Katholikentage ist´


Prof. Pater Karl Wallner/Heiligenkreuz #MEHR2018: ´Lasst uns nicht über die Blockaden reden´


Prof. Pater Karl Wallner/Heiligenkreuz #MEHR2018: ´Du musst kleine, konkrete Schritte tun!´


Foto: Bei der Pressekonferenz


Titelblatt MISSION MANIFEST



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Lesermeinungen

 Rosenzweig 6. Jänner 2018 

“Sie gehen vielleicht nicht raus..

aber sie missionieren durch ihr (all)tägliches Beispiel.”
--
Danke werte @Fatima 1713-
(und da die Kommentarfunktion wieder frei geschaltet ist!)

möchte ich hier noch für Ihre wertvolle Ergänzung danken– Ihr Blick auf all`die Menschen, die im Berufsleben stehen u. ein ganz "unspektakuläres" Christentum führen..- vielmals in STILLE durch ihr (all)tägliches Beispiel!

Und - so spüre ich`s auch - gerade diese ein lebendig Glaubens-VORBILD unserer JUNGEN Generation sind + sein können!

In dieser frohen Hoffnung dankbar verbunden..


3
 
 Fatima 1713 6. Jänner 2018 
 

@ Rosenzweig

Sie haben vollkommen recht, gerade das Beten und Opfern älterer oder gebrechlicher, leidender Menschen ist von UNSCHÄTZBAREM Wert!
Ich möchte noch ergänzen, dass es viele Christen gibt, die zwar keine Jugendlichen mehr sind, aber noch nicht der älteren Generation angehören, noch im Berufsleben stehen und ein ganz "unspektakuläres" Christentum führen. Auch diese Menschen leben wirklich die Nachfolge Jesu, indem sie beten, ihre Arbeit und den den Alltag gewissenhaft bewältigen und aufopfern, vielleicht die eine oder andere Aufgabe in der Kirche übernehmen. Sie gehen vielleicht nicht raus, aber sie missionieren durch ihr (all)tägliches Beispiel. Die letzten 20-30 Jahre in der Kirche waren eine glaubenstrockene Zeit. Vielleicht haben diese beiden Menschengruppen durch ihr "stilles", aber tapferes Christentum dazu beigetragen, dass es so etwas wie das Gebetshaus in Augsburg überhaupt geben kann.


6
 
 Rosenzweig 6. Jänner 2018 

Ergänzend zu meinem DANKE- Post..

möchte ich hier noch auf den Link von
@ Veritatis Splendor hinweisen: http://www.kath.net/news/mobile/36233
--
Obwohl auch mir schon bekannt war- Bischof von Kettelers Bekehrung- u. Berufungsgeschichte, durch eine schlichte fromme Klosterschwester- Opfer u. Sühneseele!-
hat mich das erneute Lesen dieses Berichtes sehr berührt- als wäre ich im Herzen bei dieser Begegnung MIT-dabei!

Und lässt mich auch wieder NEU erkennen u. ermutigen, WAS ich u. viell. auch Andere für die Heiligung unserer Priester/ OrdensLeute und Berufungen- ebenso für die Heiligung unserer FAMILIEN–
noch bewusster BETEND, auch OPFERND einbringen können.

Und gerade auch im Älter-u. Gebrechlich-Werden - unsere von Gott noch geschenkte Zeit, verbunden mit den verschiedensten körpl. oder seel. Nöten- so wunderbar mit GOTTES HILFE “fruchtbringend” an Kirche u. Welt weiter schenken!?!

In diesem wieder froh Erkennen u.neu Bemühen dankbar verbunden..


4
 
 Rosenzweig 5. Jänner 2018 

Danke - werter @ Veritatis Splendor..

Sie haben mir mit Ihrem ergänzenden Kommentar zu @Fatima 1713-
ebenfalls aus der Seele gesprochen!

Mit Ihrem Hinweis auf die Hochzeit zu Kana u.Hosanna-Einzug in Jerusalem-
haben Sie aber auch zugleich unsern Blick auf die Realität JESU Kreuzes-Erlösung-Opfer gelenkt!

Und DA sind wir NEU ermutigt u. gestärkt bei unseren kleinen, auch größeren Kreuzen unseres Lebens-
WIR, die Alt + Älter–Gewordenen- unsere “Opferfrüchte” im OPFER CHRISTI, jeden Tag im Hl.Messopfer-
für das REIFEN - der noch unbeschwerten Glaubensfrische unserer JUGEND - einzubringen!

In diesem Bemühen- bewusst auch jetzt für die MEHR- dankbar verbunden...


4
 
 Stefan Fleischer 5. Jänner 2018 

Die persönliche Beziehung zu Jesus Christus

Das ist das Problem. Aber Achtung! Die persönliche Beziehung zu Jesus Christus ist nur ein Teil. Wir brauchen eine katholische, allumfassende (den ganzen Glauben umfassende) Gottesbeziehung. Nur eine solche kann verhindern, dass wir uns an einzelne Aspekte Gottes klammern und andere vernachlässigen. Nur eine solche trägt uns durch alle Stürme des Lebens und des Glaubens. Nur eine solche ist auch ein tragfähiges Element einer Einheit im Glauben all der vielen, so unterschiedlichen und oft so verschiedenartige Spiritualitäten pflegenden Menschen. Eine solche Einheit aber gehört zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren unserer missionarischen Tätigkeit. Der christliche Glaube ist trinitarisch. Unsere Gottesbeziehung sollte es auch sein.


10
 
 Veritatis Splendor 5. Jänner 2018 

Heilsökonomie und die vielen Wohnungen...

Sehr richtig, @Fatima 1713, Sie sprechen mir aus der Seele!

Die unbeschwerte Glaubensfrische der Jugend sollte nicht gegen die reife Frucht des Alterns, sprich des Opferns ausgespielt werden.

Denn Jesus hat uns nicht so sehr auf der fröhlichen Hochzeit zu Kana erlöst, sondern v.a. durchs Kreuz und die vielen geduldig ertragenen Widerwärtigkeiten & Mühen des Lebens.

Wer hat nach dem jubelnden Hosanna-Einzug in Jerusalem - nur wenige Tage später - noch unterm Kreuz ausgehalten?

DAS ist eine Feuerprobe des Glaubens und Kern jeglicher Mission mit Substanz.

PS:
http://www.kath.net/news/mobile/36233


16
 
 Rolando 5. Jänner 2018 
 

Fortsetzung

dies dann für die jeweilige Zeitepoche durch die Kirche, im Auftrag Jesu für die Menschen gegenwärtiggesetzt wird.


5
 
 Rolando 5. Jänner 2018 
 

Es fehlt Jesus im Fleisch

Sehr gut auf den Punkt gebracht, „Wir haben in der Kirche das Problem, dass wir das Skelette zwar noch haben, aber dies kein Fleisch mehr habe. Das ist die persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Das Grundprinzip jeder Mission ist von Jesus so formuliert. Wovon das Herz voll ist, davon fließt der Mund über.“ Wallner kritisierte, dass in der Kirche „kein Blut“ mehr fließt und dass der Organismus zum Erstarren gekommen ist.“
Warum ist das so? Es kommt von der irrigen lutherischen Lehre, „Glaube allein“, (überhaupt nicht biblisch begründbar), und kein Hl. Meßopfer, d.h. kein Jesus mit Fleisch und Blut mehr auf dem Altar, (von Luther abgeschafft, keine Priester mehr im GANZEN Protestantismus). Die protestantische Irrlehre ist in den meisten Priesterseminaren, (rahnerische Theologie), deswegen diese Leere. Hoffentlich hält Dr. Johannes Hartl mal eine Katechese über das Hl. Meßopfer, die Ökumene braucht das dringend, das zu glauben, was Jesus einmal vollbracht hat, dies dann für die jeweil


9
 
 SpatzInDerHand 5. Jänner 2018 

Ein soooooooo guter Impuls - ich bin dabei, bei MISSION MANIFEST!!!


4
 
 Fatima 1713 5. Jänner 2018 
 

Meine Mutter

geht jeden Tag in die hl. Messe, betet jeden Tag den Rosenkranz und andere "traditionelle" Gebete. Sie ist nicht 30 Jahre jünger als der Katholikentag, sie "geht nicht hinaus" und wird deshalb wahrscheinlich sogar oft übersehen. Ich finde, sie hat sehr viel "Power", eine sehr lebendige Beziehung zu Jesus und ist selbst lebendiges "Fleisch und Blut" in der Kirche. Ich bin etwas jünger als meine Mutter, mein Glaubensleben sieht ähnlich aus wie ihres.


17
 

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