Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  9. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  10. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  13. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  14. Italienische Onlinezeitung: Vatikanreaktion auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen/Hamburg
  15. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt

Vatileaks - Teil 2 - Kampagne gegen Kardinal Pell gestartet

27. Februar 2015 in Aktuelles, 23 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Im Vatikan wird eine Kampagne gegen Kardinal Pell, einem klaren Verteidiger der Lehre der Kirche, angezettelt. Das Spiel wird über die Medien ausgetragen. Im Hintergrund geht es um die Familiensynode - P. Lombardi verteidigt Pell


Rom (kath.net/KNA/red) Gegen den Chef des vatikanischen Wirtschaftssekretariates, Kardinal George Pell, regt sich laut einem Pressebericht angeblich starker Widerstand in der Kurie. Laut dem italienischen Nachrichtenmagazin «L'Espresso» (Freitag) wehrt sich das Kardinalsgremium der vatikanischen Güterverwaltung APSA gegen die Beschneidung ihrer Kompetenzen durch die von Papst Franziskus geschaffene Behörde.

Die Kardinäle werfen dem 73-jährigen Pell demnach vor, er versuche, immer weitere Verwaltungsbereiche unter seine Kontrolle zu bringen, und stoße dabei die Mitarbeiter anderer Dikasterien vor den Kopf. Das Wirtschaftssekretariat soll gemeinsam mit dem Wirtschaftsrat die Finanz- und Immobilienbestände des Vatikan erfassen und in eine gemeinsame Bilanz bringen.

Der APSA-Präsident, Kardinal Domenico Calcagno, habe bei Franziskus persönlich gegen Maßnahmen Pells protestiert, schreibt das Blatt. Der Chef des Wirtschaftssekretariates habe Calcagno zuvor per E-Mail mitgeteilt, er werde die Umformung der APSA zu einem bloßen Schatzamt «ohne jede Verzögerung» umsetzen.


Laut «Espresso» zeigte sich der Papst angeblich über Pells Vorgehen überrascht. Franziskus soll sogar die Übertragung der Immobilien des Heiligen Stuhls in die Verwaltungshoheit des Wirtschaftssekretariates vorerst gestoppt haben. Im Juli 2014 hatte er entschieden, der Behörde des Australiers die Aufgaben der sogenannten ordentlichen Sektion der APSA zu übertragen.

Das Magazin beruft sich unter anderem auf das Protokoll eines Gesprächs von Mitgliedern des APSA-Kardinalsgremiums mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am 12. September 2014. Dabei sei der Vorwurf gefallen, Pell betreibe eine «Sowjetisierung» der vatikanischen Finanzverwaltung und versuche, die APSA überflüssig zu machen.

Streit habe es unter anderem um die Finanzierung der römischen Hautklinik Immacolata gegeben. Der neue Chef der Vatikanbank, Jean-Baptiste de Franssu, - laut «Espresso» einer der engsten Unterstützer Pells - habe der in Ordensbesitz befindlichen Einrichtung einen dringend benötigten und vormals zugesagten Kredit von 50 Millionen Euro verweigert. Als Geldgeber habe deshalb die APSA einspringen müssen, um einen Konkurs des Krankenhauses mit 1.500 Mitarbeitern zu verhindern, schreibt das Magazin.

Papstsprecher Federico Lombardi hat am Freitag gegenüber Radio Vatikan scharfe Kritik an der Veröffentlichung geübt: "Die Weitergabe vertraulicher Dokumente an die Presse, um Polemik oder Streit zu schüren, ist nichts Neues, aber sie muss entschieden verurteilt werden, und sie ist illegal!" Scharf reagiert Lombardi darauf, dass der „Espresso“ Kardinal Pell in ein schlechtes Licht rückt. Solche „persönlichen Angriffe“ seien „unwürdig und gemein“.

Im Hintergrund der Medienberichterstattung dürfte es aber um etwas ganz anderes gehen. Interessierte Kirchenkreise haben großes Interesse daran, Kardinal Pell, der bei der letzten Synoden bei Fragen zu Ehe und Familie klar die Lehre der Kirche verteidigt hatte, anzuschwärzen.

Mit Material der KNA (c) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pell

  1. ‚Dieses Pontifikat ... eine Katastrophe’ – Franziskus-kritische Denkschrift von Kardinal Pell
  2. Pell unmittelbar vor seinem Tod: Die Kirche muss sich von diesem ‚toxischen Albtraum’ befreien
  3. Kardinal Pell zum Synodalen Weg: Papst wird eingreifen und Schisma verhindern
  4. Kardinal Pell: Deutsche Bischöfe haben die Pflicht, die Lehre der Kirche zu verkünden
  5. Kardinal Pell: Anhaltspunkte, aber keine Beweise für vatikanische Intrige
  6. ‚Dem Vatikan droht eine langsame Pleite’ – Kardinal Pell
  7. ‚Prison Journal’ – die Bulldogge und ein katholischer ‚Haka’
  8. "Ich danke Ihnen für Ihr Zeugnis!"
  9. Eine finstere Affäre, befeuert von Gerüchten
  10. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  5. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  6. Generalstaatsanwalt von Texas: „Baby Gabriel verdient eine Chance auf Leben“
  7. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  8. "Es wird Europa zerstören, für immer!"
  9. Erdbeben in Kolumbien: Priester evakuierte Gläubige während der Messfeier
  10. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  11. Britischer Millionär finanziert Rechtskosten für Christen, die wegen Straßenpredigten angeklagt sind
  12. Im Puls des Herzens Gottes
  13. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  14. Iranischer Christ warnt vor Ausbreitung des Islam im Westen
  15. UNICEF-Daten widerlegen Hungersnot-Narrativ im Gazastreifen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz