Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  11. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  12. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Vatileaks - Teil 2 - Kampagne gegen Kardinal Pell gestartet

27. Februar 2015 in Aktuelles, 23 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Im Vatikan wird eine Kampagne gegen Kardinal Pell, einem klaren Verteidiger der Lehre der Kirche, angezettelt. Das Spiel wird über die Medien ausgetragen. Im Hintergrund geht es um die Familiensynode - P. Lombardi verteidigt Pell


Rom (kath.net/KNA/red) Gegen den Chef des vatikanischen Wirtschaftssekretariates, Kardinal George Pell, regt sich laut einem Pressebericht angeblich starker Widerstand in der Kurie. Laut dem italienischen Nachrichtenmagazin «L'Espresso» (Freitag) wehrt sich das Kardinalsgremium der vatikanischen Güterverwaltung APSA gegen die Beschneidung ihrer Kompetenzen durch die von Papst Franziskus geschaffene Behörde.

Die Kardinäle werfen dem 73-jährigen Pell demnach vor, er versuche, immer weitere Verwaltungsbereiche unter seine Kontrolle zu bringen, und stoße dabei die Mitarbeiter anderer Dikasterien vor den Kopf. Das Wirtschaftssekretariat soll gemeinsam mit dem Wirtschaftsrat die Finanz- und Immobilienbestände des Vatikan erfassen und in eine gemeinsame Bilanz bringen.

Der APSA-Präsident, Kardinal Domenico Calcagno, habe bei Franziskus persönlich gegen Maßnahmen Pells protestiert, schreibt das Blatt. Der Chef des Wirtschaftssekretariates habe Calcagno zuvor per E-Mail mitgeteilt, er werde die Umformung der APSA zu einem bloßen Schatzamt «ohne jede Verzögerung» umsetzen.


Laut «Espresso» zeigte sich der Papst angeblich über Pells Vorgehen überrascht. Franziskus soll sogar die Übertragung der Immobilien des Heiligen Stuhls in die Verwaltungshoheit des Wirtschaftssekretariates vorerst gestoppt haben. Im Juli 2014 hatte er entschieden, der Behörde des Australiers die Aufgaben der sogenannten ordentlichen Sektion der APSA zu übertragen.

Das Magazin beruft sich unter anderem auf das Protokoll eines Gesprächs von Mitgliedern des APSA-Kardinalsgremiums mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am 12. September 2014. Dabei sei der Vorwurf gefallen, Pell betreibe eine «Sowjetisierung» der vatikanischen Finanzverwaltung und versuche, die APSA überflüssig zu machen.

Streit habe es unter anderem um die Finanzierung der römischen Hautklinik Immacolata gegeben. Der neue Chef der Vatikanbank, Jean-Baptiste de Franssu, - laut «Espresso» einer der engsten Unterstützer Pells - habe der in Ordensbesitz befindlichen Einrichtung einen dringend benötigten und vormals zugesagten Kredit von 50 Millionen Euro verweigert. Als Geldgeber habe deshalb die APSA einspringen müssen, um einen Konkurs des Krankenhauses mit 1.500 Mitarbeitern zu verhindern, schreibt das Magazin.

Papstsprecher Federico Lombardi hat am Freitag gegenüber Radio Vatikan scharfe Kritik an der Veröffentlichung geübt: "Die Weitergabe vertraulicher Dokumente an die Presse, um Polemik oder Streit zu schüren, ist nichts Neues, aber sie muss entschieden verurteilt werden, und sie ist illegal!" Scharf reagiert Lombardi darauf, dass der „Espresso“ Kardinal Pell in ein schlechtes Licht rückt. Solche „persönlichen Angriffe“ seien „unwürdig und gemein“.

Im Hintergrund der Medienberichterstattung dürfte es aber um etwas ganz anderes gehen. Interessierte Kirchenkreise haben großes Interesse daran, Kardinal Pell, der bei der letzten Synoden bei Fragen zu Ehe und Familie klar die Lehre der Kirche verteidigt hatte, anzuschwärzen.

Mit Material der KNA (c) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pell

  1. ‚Dieses Pontifikat ... eine Katastrophe’ – Franziskus-kritische Denkschrift von Kardinal Pell
  2. Pell unmittelbar vor seinem Tod: Die Kirche muss sich von diesem ‚toxischen Albtraum’ befreien
  3. Kardinal Pell zum Synodalen Weg: Papst wird eingreifen und Schisma verhindern
  4. Kardinal Pell: Deutsche Bischöfe haben die Pflicht, die Lehre der Kirche zu verkünden
  5. Kardinal Pell: Anhaltspunkte, aber keine Beweise für vatikanische Intrige
  6. ‚Dem Vatikan droht eine langsame Pleite’ – Kardinal Pell
  7. ‚Prison Journal’ – die Bulldogge und ein katholischer ‚Haka’
  8. "Ich danke Ihnen für Ihr Zeugnis!"
  9. Eine finstere Affäre, befeuert von Gerüchten
  10. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  3. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  4. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  5. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  6. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  9. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  10. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  11. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  14. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  15. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz