Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier neuen Bischöfe an
  2. Liegt ein Schisma in der Luft?
  3. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  4. MAGNIFICA HUMANITAS
  5. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  6. Die Liturgie gehört nicht uns! Reform muss aus der Tradition wachsen
  7. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  8. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  9. Adios Toni!
  10. Das Babel-Syndrom. Die gezählte Seele und der steinerne Himmel der Maschinen
  11. Polnische Bischofskonferenz bejaht in Positionspapier die Ehe nur „zwischen Mann und Frau“
  12. Ebola-Ausbruch in Ostafrika: Groß-Wallfahrt in Uganda abgesagt
  13. Die offenen Türen des Glaubens, der Kirche und des Herzens
  14. Medien spekulieren weiter über möglichen Beginn des Seligsprechungsprozesses für Benedikt XVI.
  15. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative

‚Dem Vatikan droht eine langsame Pleite’ – Kardinal Pell

12. Dezember 2020 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wachsende Defizite und Einnahmenausfälle durch die Covid-19-Pandemie setzen dem Finanzhaushalt des Vatikan zu. Dank der Reformen der letzten Jahre sei die Situation aber trotzdem besser als früher, sagt Kardinal Pell.


Rom (kath.net/jg)

Der Vatikanstaat drohe langsam Pleite zu gehen, wenn er seine wachsenden Haushaltsdefizite nicht in den Griff bekomme, befürchtet Kardinal Pell. Er hoffe, dass sein Nachfolger mit weniger Widerstand gegen Reformen konfrontiert sein werde als er, sagte er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

 

Für das Jahr 2020 wird ein Minus von mehr als 50 Millionen Euro erwartet. Dazu kommt ein wachsendes Defizit beim Pensionsfonds des Vatikan, das sich erst in Zukunft bemerkbar machen wird. „So kann man nicht weitermachen“, sagte Pell wörtlich.

 

Die Covid-19-Pandemie hat den Finanzen des Vatikan massiv geschadet und die Verantwortlichen dazu gezwungen, Reserven aufzulösen und die Kosten scharf zu kontrollieren. Die vatikanischen Museen, die dem Vatikan jedes Jahr Millionen Euro erbracht hätten, seien monatelang geschlossen gewesen, berichtete Reuters.


 

Papst Franziskus hatte Pell 2014 zum Leiter des neu errichteten Wirtschaftssekretariats gemacht und ihm den Auftrag gegeben, die undurchsichtigen Finanzen des Vatikan zu ordnen.

 

Pell sei auf Widerstand von Mitarbeitern des Vatikan gestoßen, insbesondere von Angelo Kardinal Becciu. Becciu war damals Substitut des Vatikanischen Staatssekretariats und wollte, dass die Dikasterien selbst über Vermögenswerte verfügen können. Er habe verhindert, dass externe Wirtschaftsprüfer eine Prüfung der vatikanischen Finanzen durchführen und sei für das Ausscheiden des vatikaneigenen Generalrevisors verantwortlich gewesen, berichtete Reuters.

 

Im September 2020 hat Papst Franziskus Kardinal Becciu von seinem Amt als Präfekt der Heiligsprechungskongregation entbunden und ihm die Kardinalsrechte entzogen.

 

Pell ging 2018 nach Australien, um sich vor Gericht gegen die Vorwürfe sexuellen Missbrauchs zu verteidigen und wurde zunächst verurteilt.

 

Die Zeit, die er im Gefängnis verbringen musste, sei hart gewesen, sagte Pell, der im April vom Obersten Gerichtshof vom Vorwurf der sexuellen Belästigung freigesprochen worden war, nachdem er zuvor 404 Tage im Gefängnis verbracht hatte. Er wolle nicht übertreiben, doch habe es viele dunkle Momente gegeben, sagte der Kardinal im Interview.

 

Nach seiner Rückkehr nach Rom im September 2020 hat sich Pell mit seinem Nachfolger im Wirtschaftssekretariat, dem Jesuitenpater Juan Antonio Guerrero Alves, getroffen. Der Vatikan befinde sich jetzt in einer viel besseren Situation als früher, betonte Pell und verwies auf Reformen im Finanzbereich, einschließlich dem Rechnungswesen und der Prüfung.

 

Guerrero sei ehrlich und für die Aufgabe qualifiziert, betonte Pell. Er hoffe, dass er weiterhin die Unterstützung von Papst Franziskus habe und seine Arbeit nicht so massiv behindert werde wie es bei ihm gewesen sei, sagte er abschließend.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“

Pell

  1. ‚Dieses Pontifikat ... eine Katastrophe’ – Franziskus-kritische Denkschrift von Kardinal Pell
  2. Pell unmittelbar vor seinem Tod: Die Kirche muss sich von diesem ‚toxischen Albtraum’ befreien
  3. Kardinal Pell zum Synodalen Weg: Papst wird eingreifen und Schisma verhindern
  4. Kardinal Pell: Deutsche Bischöfe haben die Pflicht, die Lehre der Kirche zu verkünden
  5. Kardinal Pell: Anhaltspunkte, aber keine Beweise für vatikanische Intrige
  6. ‚Prison Journal’ – die Bulldogge und ein katholischer ‚Haka’
  7. "Ich danke Ihnen für Ihr Zeugnis!"






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier neuen Bischöfe an
  3. Liegt ein Schisma in der Luft?
  4. MAGNIFICA HUMANITAS
  5. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  6. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  7. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  8. Adios Toni!
  9. Er starb, weil er die Ehe verteidigte
  10. Weltweiter Rosenkranz für den Frieden am 30. Mai mit Papst Leo XIV. – Übertragung aus dem Vatikan
  11. Martin Mosebach: ‚Die Nichtnagetiere betreten das sinkende Schiff‘
  12. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  13. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  14. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative
  15. Das Babel-Syndrom. Die gezählte Seele und der steinerne Himmel der Maschinen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz