Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  13. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  14. Leere der kirchlichen Lehre
  15. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt

Wien 2046: Ein Fünftel Muslime und nur mehr ein Drittel Katholiken

19. November 2014 in Österreich, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Akademie der Wissenschaften prognostiziert für Wien ein beunruhigendes Bevölkerungszenario für die katholische Kirche.


Wien (kath.net)
Laut einer Hochrechnung der Akademie der Wissenschaften wird in Wien der Anteil der Katholiken bis 2046 auf ein Drittel schrumpfen. Zulegen werden hingegen die Zahlen der Orthodoxen und vor allem der Muslime. Laut der Prognose, die auf derzeitigen Entwicklungen beruht, soll es dann statt wie derzeit 41 nur mehr 33 Prozent Katholiken in der österreichischen Hauptstadt geben. Der Anteil der Muslime soll von derzeit zwölf auf 21 Prozent steigen. Allerdings ist eine genaue Entwicklung schwer zu prognostizieren. Statistisch erhoben wurde die Religionszugehörigkeit zuletzt in Österreich bei der Volkszählung 2001. Seit diesem Zeitpunkt gibt es nur noch Schätzungen, die unter anderem auf Basis von demografischen Daten und Migrationszahlen erstellt wurden. „Das ist daher jetzt unsere letzte Chance, dieses Bild noch darzustellen“, sagt Projektmitarbeiter Ramon Bauer im Gespräch mit der Wiener Tageszeitung „ Die Presse“.


Im Hauptszenario der Akademie der Wissenschaften wird davon ausgegangen, dass die Katholikenzahl auf knapp 700.000 Menschen steigen werden, prozentuell wird man aber weniger Katholiken haben. „Jede Religionsgruppe“, sagt Bauer zur "Presse", „hat einen harten Kern, der bleibt.“ Prozentuell würde man dennoch verlieren, nur noch ein Drittel der Wiener wäre dann katholisch. Dagegen würden die Muslime mit 21 Prozent auf rund ein Fünftel kommen – weil sie im Vergleich zur Gesamtbevölkerung jünger sind und es damit mehr potenzielle Eltern gibt. Bauer sieht aber auch bei den Muslimen einen Rückgang des Wachstums. „Wir sehen, dass die Geburtenrate bei den Muslimen seit den 1990er-Jahren deutlich zurückgeht“, die Gruppe nähere sich der Gesamtfertilitätsrate immer stärker an. Ähnlich sieht es bei den Orthodoxen aus, die jetzt schon eine recht niedrige Geburtenrate aufweisen.

Bei einem Szenario, wo die Migration noch deutlicher beschränkt werden sollte, würde das Szenario dann auch deutlich anders aussehen. Die Stadt Wien würde dann sogar schrumpfen und man würde 2046 sich bei etwa 1,6 Millionen Menschen einpendeln. Für die Religionszugehörigkeit würde das bedeuten, dass der Anteil der Muslime zwar noch bis etwa 2020 steigen, bis 2046 aber auf etwa zehn Prozent abnehmen würde. Die Katholiken könnten sich dann zwar über 35 Prozent halten, die stärkste Gruppe wäre aber die ohne Bekenntnis mit 39 Prozent. Falls die Migration aber erleichtert werden sollte, würde die Zahl der Katholiken in Wien bis 2046 auf 31 Prozent fallen und die zwei stärksten Gruppen die Muslime und die Nichtreligiösen mit jeweils 24 Prozent sein, die Orthodoxen kämen auf immerhin zwölf Prozent.

Spannend in der Studie ist auch, dass immer Kinder kein Bekenntnis mehr haben, vor allem Kinder aus gemischtreligiösen Partnerschaften. Religion habe auch Auswirkungen auf die Frage, wie viele Kinder ein Paar bekommt. „In interreligiösen Partnerschaften gibt es weniger Kinder“, erklärt Bauer gegenüber der "Presse". Je besser gebildet Orthodoxe und Muslime seien, desto weniger Kinder bekämen sie. Dass sich die durchschnittliche Kinderzahl dem Durchschnitt der anderen Wiener Glaubensgemeinschaften angleicht, sei laut Bauer aber auch Ausdruck des „Anpassens an die Mehrheitsgesellschaft“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Bundesland Brandenburg plant Neutralitätsgesetz für Justiz: Kein Kopftuch, Kippa, Kreuz
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  4. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  5. Zwischen Wölfen und Brüdern
  6. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  7. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  8. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  9. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  10. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  4. Debatte um (politischen) Islam: Österreichische Ministerin für Verbot von Muslimbruderschaft
  5. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  6. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  7. Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
  8. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  9. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  10. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
  11. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  12. Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
  13. Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
  14. Buenos Aires macht Papstbesuch zum Feiertag
  15. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz