Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. „Warum bin ich Christ“
  5. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  6. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  7. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  8. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  9. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  10. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  11. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  12. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  13. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  14. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  15. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass

Synode: Zwischenbericht weist Weg zu Einzelfalllösungen

13. Oktober 2014 in Aktuelles, 39 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zwischenbericht "Relatio post disceptationem": Einige Synodenväter halten die Wiederzulassung von wiederverheirateten Geschiedenen in Einzelfällen und nach einem "Weg der Buße" unter der Verantwortung des Bischofs für denkbar


Vatikanstadt (kath.net/KAP/red) Über "mutige pastorale Entscheidungen" und neue Wege im Umgang etwa mit wiederverheirateten Geschiedenen
will die Familiensynode in dieser Woche beraten. So steht es in dem 12-seitigen Zwischenbericht ("Relatio post disceptationem"), den der ungarische Kardinal und Generalrelator der Synode, Peter Erdö, am Montag veröffentlichte. Während einige Synodenväter die bestehenden Regelungen aufgrund ihrer theologischen Fundierung verteidigten, halten andere demnach eine Wiederzulassung von wiederverheirateten Geschiedenen in Einzelfällen und nach einem "Weg der Buße" unter der Verantwortung des Bischofs in den Fällen für denkbar, die nicht lösbar seien, ohne neue Ungerechtigkeit und Leid hervorzurufen.


Ein "Alles oder Nichts" könne es nicht geben, so der Text. Eine genaue Abwägung der Einzelsituation sei "unumgänglich". "Es muss vor allem das Leid derer berücksichtigt werden, die zu Unrecht Trennung
und Scheidung erlitten haben", heißt es. Zugleich betont der Text die Glaubensüberzeugung von der Unauflöslichkeit der Ehe, die offen sein müsse für neues Leben.

Der Bericht geht ferner auf den Gedanken von der sogenannten Gradualität ein, wonach auch in Partnerschaftsformen, die der katholischen Lehre zuwiderlaufen, familiäre Werte und die Suche nach Wahrheit gelebt werden können. Vollkommene Partnerschaft im Glauben sei jedoch nur im Ehesakrament enthalten. Daher wollen die Synodalen die Vorbereitung junger Menschen und ihre Begleitung nach der Heirat intensivieren.

Die Synode betont außerdem, dass Partnerschaften zwischen Homosexuellen niemals der Ehe von Mann und Frau gleichgestellt werden können, dass man ihnen aber mit Respekt und Zuwendung begegnen müsse. Der Bericht widmet sich auch dem Leid von Kindern aus geschiedenen Ehen und dem Thema der christlichen Erziehung.

Die Familie bezeichnet das Papier als "Schule der Humanität"; der Wunsch nach Familie bleibe auf der ganzen Welt lebendig. Allerdings sei diese unverzichtbare Zelle der Gesellschaft vielen Gefahren ausgeliefert, zu denen der Bericht vor allem einen übersteigerten Individualismus und Hedonismus, Armut, Krieg, Gewalt und die Trennung von Familien durch Migration zählt. Ihnen gegenüber habe die Kirche die Aufgabe, die Botschaft Jesu verständlich und barmherzig zu verkünden.

Der Zwischenbericht ist Grundlage der Synodendiskussion in dieser Woche. Dazu debattieren die rund 190 Kardinäle und Bischöfe sowie
die nicht stimmberechtigten Laien in zehn Gruppen. Jeweils zwei bis drei dieser Gruppen haben eine der vier wichtigsten Sprachen der katholischen Welt - Italienisch, Englisch, Französisch und Spanisch - als gemeinsame Konversationssprache. Ende der Woche soll dann das Schlussdokument veröffentlicht werden.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  8. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  9. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  10. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  3. Mit dem Rosenkranz im Gym
  4. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  5. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  6. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  7. Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf
  8. 3,5 Millionen Ave Maria für den Papst
  9. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan
  10. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  11. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  12. Die Familie als Schule der Liebe - Eine Kirche aus Familien
  13. Vatikan: Papst verbrachte nach Krebs-OP eine ruhige Nacht
  14. CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren
  15. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz