Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  2. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  3. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  4. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  5. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  6. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  7. Viel Lärm um nichts?
  8. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  9. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  10. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  11. "Derselbe Polarstern"
  12. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  13. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  14. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  15. Renaissance des Glaubens: Amerikas junge Männer kehren in die Kirchen zurück

Diözese Graz oder wie man die Vatikanumfrage ins Absurdum führt

30. November 2013 in Österreich, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Diözese Graz-Seckau hat den Fragebogen für die Synode zu Familie umgeschrieben und online gestellt und lädt alle ein, mitzumachen: Weder ein Wohnsitz in Graz-Seckau noch eine Mitgliedschaft in der katholischen Kirche ist notwendig


Graz (kath.net/jg)
Die Diözese Graz-Seckau hat den Fragebogen des Vorbereitungsdokuments für die Bischofssynode über Familie und Evangelisierung
im Internet veröffentlicht.
Jeder kann an der Umfrage teilnehmen. Das gilt auch für Personen, die nicht in der Diözese Graz-Seckau ihren Wohnsitz haben. Sie müssen auch nicht der katholischen Kirche angehören.

Das Familienreferat und das Pastoralamt haben den Fragebogen umgearbeitet, damit die Fragen „leicht verständlich und einfach zu beantworten sind“, wie im Begleittext zu lesen ist. Die Fragen aus dem Vatikan seien „für viele von uns ungewohnt formuliert“, heißt es. Der überarbeitete Fragebogen wird auch der Kirchenzeitung der Diözese, dem „Sonntagsblatt“ beigelegt. Neben dem neuen Fragebogen ist auch der Originalfragebogen aus dem Vorbereitungsdokument auf der Internetpräsenz der Diözese zu finden. Dieser ist in erster Linie für Gremien wie Pfarrgemeinde- oder Dekanatsräte gedacht. Es sind aber auch interessierte Einzelpersonen eingeladen, an dieser Umfrage teilzunehmen. Beide Fragebögen können direkt auf der Internetseite der Diözese beantwortet werden.


Die Ergebnisse werden an den Vatikan weiter geleitet. Sie sollen auch Grundlage für die zukünftige Familienpastoral der Diözese Graz-Seckau sein. Diese soll „überarbeitet und auf die Bedürfnisse der Steirer und ihre Lebenssituation zugeschnitten werden“, heißt es im Begleittext.

Der Originalfragebogen setzt die Lehre der Kirche als bekannt voraus und fragt, inwieweit diese unter den Gläubigen aber auch den Nichtkatholiken bekannt ist, akzeptiert und gelebt wird. Einige Fragen sind auch der Weitergabe der kirchlichen Position zu diesen Fragen gewidmet. Die Lehre der Enzyklika „Humanae vitae“ wird konkret in einigen Frage behandelt. Weitere Fragen beziehen sich auf die aktuelle Pastoral: „Wie wird die Lehre der Kirche im Kontext der Pastoralprogramme auf nationaler, diözesaner und Pfarreiebene verbreitet? Wie sieht die Katechese über die Familie aus?“ Dann werden die Ehevorbereitung und das Verständnis der Familie als Hauskirche behandelt. Die Situation von Menschen, die in „irregulären Situationen“ leben wird in mehreren Punkten abgefragt. Neben statistischen Fragen wird auch der Umgang der Personen mit den Konsequenzen ihrer Situation (beispielsweise hinsichtlich Sakramentenempfang) behandelt: „Sind sie sich dessen bewusst? Zeigen sie sich gleichgültig?“

Der umgearbeitete Fragebogen möchte hingegen die Meinung der Menschen direkt erfassen. Im Einleitungstext wird darauf hingewiesen, dass es keine „richtigen“ und „falschen“ Antworten gibt. Die Fragen selbst sind ganz anders formuliert als im Original. Die Lehre der Kirche wird nicht als bekannt vorausgesetzt, da sich der Fragebogen bewusst auch an Nichtkatholiken richtet.

Zur Frage „Was bedeutet Familie?“ gibt es sieben Antwortmöglichkeiten. Zum Eheverständnis gibt es drei Möglichkeiten, von denen nur eine der katholischen Lehre entspricht. Die Frage ob (zivilrechtlich) wiederverheiratete Geschiedene zu den Sakramenten zugelassen werden sollten, wird offen gestellt. Es gibt zwei Antworten: Ja und Nein. In gleicher Weise wird das Thema Verhütungsmittel abgefragt. „Sollte Ihrer Meinung nach die Verwendung von hormonellen Methoden der Empfängnisverhütung oder Kondomen (von der Kirche, Anm.) akzeptiert werden?“

Der Fragebogen widmet homosexuellen Lebensgemeinschaften eine ganze Reihe von Fragen, mit denen wiederum die Meinung der Ausfüllenden zur Lehre der Kirche ermittelt werden soll. Den Abschluss bilden Fragen zum Glaubensleben in der Familie.

Abschließend werden noch einige persönliche Daten wie Alter, Geschlecht und Religionszugehörigkeit erhoben. Die Teilnehmer an der Erhebung bleiben anonym.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Diözese Graz-Seckau

  1. ‚Gute Laune‘-Tanzeinlage bei Messe zu Allerheiligen
  2. Graz-Seckau: Erneut liturgisch ‚grenzwertige’ Wandlungsworte bei Erstkommunionmesse in Hartberg
  3. Gebet zum ‚Vielfaltengott’ – Impuls der Diözese Graz-Seckau in der Fastenzeit
  4. Überraschung für eine "kleine Zeitung" – ein Pfarrer ist katholisch!
  5. Diözese Graz-Seckau: Trauer um Priester Konrad Sterninger
  6. Füreinander Licht sein
  7. Pfarrei lädt atheistischen Psychologen zu Vortrag über den Tod ein
  8. Diözese Graz-Seckau zu Covid-Regelungen: Kein ‚Dauertesten’ für Priester
  9. Skandal um Grazer Priesterseminar: Einladung einer Gay-Aktivistin!
  10. Fall Ibounigg: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ORF-Moderator







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. "Derselbe Polarstern"
  3. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  4. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  5. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  6. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  7. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  8. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  9. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  10. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  11. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  12. „Die Generation Z, die in Manhattan zur Messe kommt, sucht keine alternative Clubszene“
  13. USA: Schülerin bemalt in Großprojekt ihre katholische Schule mit lebensgroßen Heiligenfiguren
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz