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Abtreibungsgrund Vergewaltigung? Eine Betroffene erzählt

18. Jänner 2013 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
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Die Mutter von Rebecca Kiessling hatte zweimal um Abtreibung des Kindes gebeten, das aus einer Vergewaltigung entstanden war. Kiessling: „Ich wurde durch staatliches Gesetz beschützt“.


Washington D.C. (kath.net/LSN/pl) Rebecca Kiessling wurde in einer Vergewaltigung gezeugt. Ihre Mutter hatte zweimal um Abtreibung gebeten, doch die Gesetze ihres US-amerikanischen Heimatbundesstaates Michigan untersagten dies. „Ich wurde durch staatliches Gesetz beschützt“, erläuterte Kiessling in einem Telefoninterview mit LifeSiteNews. Jene Juristen, welche am Gesetz von Michigan mitgearbeitet hatten und „zu hundert Prozent und ohne Kompromiss pro-life waren und die mich mit Gesetzen beschützt haben… sie haben für mich das Leben gewählt. Und sie sind meine Helden. Manche von uns brauchen Helden“.

Kiessling erklärte, dass nahezu ein Prozent der US-amerikanischen Bevölkerung in Vergewaltigung gezeugt werde, etwa 32.000 Babies. „Die meisten ihrer Mütter wählen das Leben“, und von diesen Kindern wachsen wiederum die meisten bei ihren leiblichen Müttern auf. „Nur etwa 15-20 Prozent treiben ab. Ich habe ein bisschen Mathematik damit gemacht, es werden also jährlich etwa 27.000 Babies geboren, die in einer Vergewaltigung entstanden sind“.


„Den Leuten ist nicht klar, wie viele es von uns gibt“, erläuterte die junge Frau weiter. Auch sei den Leuten nicht bewusst, „wie sehr sie uns mit dieser Rhetorik der Ausnahme bei Vergewaltigung verletzen“. Man vermittle damit einem Prozent der Bevölkerung, als wenn man sie wegwerfen könnte und „dass sie nie hätten geboren werden sollen“, dass man sie hätte „wegwerfen“ können. Es sei, „wie wenn es ihr Leben nicht wert wäre, verteidigt zu werden, nicht einmal durch Abtreibungsgegner“.

Wenn Politiker konkrete Gesichter Betroffener mit dieser Gesetzesfrage verbinden können, werden sie klarere Entscheidungen treffen, erläutert Kiessling. Sie ist Mitglied der Aktionsgruppe „Save the1“ [Rette das Eine], die sich dafür einsetzt, dass auch jene Kinder, die in einer Vergewaltigung entstanden sind, ausgetragen werden. Der Name von „Save the 1“ beziehe sich auf das Gleichnis vom verlorenen Schaf Mt 18,12-14, in welchem ein Hirte, der hundert Schafe besitzt, 99 Schafe verlässt um nach dem einen zu suchen, welches verloren ging.

Rebecca Kiessling im kath.net-Video:

Lied: ´Unwanted´ (Ungewollt) - Der Sänger Ryan Bomberger ist in einer einer Vergewaltigung entstanden, seine Mutter trug ihn aus und gab ihn zur Adoption frei. In Musik und Fotos erzählt er seine Lebensgeschichte




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