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Der Vatikan und Interpol

9. November 2012 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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In dieser Woche tagt in Rom die Vollversammlung der internationalen Polizeibehörde Interpol. Auch der Vatikanstaat nimmt an diesem Treffen teil. Von Ulrich Nersinger


Rom (kath.net/un) Vom 5. bis zum 8. November findet in Rom die 21. Generalversammlung von Interpol statt, die diesmal von einer Konferenz der Justizminister begleitet wird. Zu dem Treffen sind mehr als 1000 Delegierte aus 170 Nationen angereist (190 Staaten sind Mitglieder von Interpol). Im Zentrum der Gespräche und Beratungen über Aspekte heutiger Gewalt stehen vor allem die Themen Menschenhandel und Jugendkriminalität. Am Montag sprach Erzbischof Dominique Mamberti, der Sekretär für die Beziehungen zu den Staaten im Päpstlichen Staatssekretariat und somit gleichsam der „Außenminister“ des Vatikans, zu den Teilnehmern der Versammlung. In seiner Rede betonte er, dass es im Kampf gegen Gewalt und Gewaltbereitschaft die moralische Verpflichtung gebe, für Lebensumstände zu sorgen, die es vermögen, Verbrechen von vornherein entgegenzuwirken. Zudem betonte Erzbischof Mamberti, dass Staaten dafür Sorge zu tragen hätten, dass Verbrechensbekämpfung nicht auf Kosten der Menschenrechte geschehe. Papst Benedikt XVI. wird die Teilnehmer der Generalversammlung am Freitag in der „Aula Paolo VI“ in Audienz empfangen.


Auf der 77. Generalversammlung von Interpol, die vom 7. bis zum 10. Oktober 2007 in St. Petersburg (Russland) tagte, war dem Ansuchen des Vatikans – und damit dem des Gendarmeriekorps des Staates der Vatikanstaat – um Aufnahme in die weltweit agierende Polizeibehörde einstimmig entsprochen worden. Der Vatikan war der 187. Staat, der Interpol beitrat. Zur Unterzeichnung des Beitrittsprotokolls war Erzbischof Renato Boccardo, der damalige Generalsekretär des Governatorates des Vatikanstaates, nach St. Petersburg gereist; begleitet wurde Monsignore Boccardo vom Führungsstab der vatikanischen Gendarmerie. Am 1. Oktober 2007 hatte Papst Benedikt XVI. bereits eine hochrangige Delegation von Interpol im Vatikan begrüßen können, zu der unter anderen der Generalsekretär der Polizeiorganisation, Ronald Kenneth Noble, gehörte. Im Rahmen ihres Rombesuches traf die Delegation auch mit Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, dem Präsidenten des Governatorates des Vatikanstaates und Dr. Domenico Giani, dem Verantwortlichen für die Öffentliche Sicherheit in der Vatikanstadt und Kommandanten der päpstlichen Gendarmerie, zusammen. Giani hatte schon eine Woche zuvor den Sitz von Interpol in Lyon (Frankreich) aufgesucht und dort abschließende Gespräche über den bevorstehenden Beitritt des Vatikanstaates geführt.

Nach dem Beitritt zu der international wirkenden Polizeiorganisation wurde beim Gendarmeriekorps des Staates der Vatikanstadt ein eigenes „Ufficio Interpol“ eingerichtet. Die alljährlichen Generalversammlungen nutzen Beamte der päpstlichen Gendarmerie auf sehr praktische Weise. Ende Oktober 2011 nahm Generalinspektor Giani mit dreien seiner Mitarbeiter an dem Treffen von Interpol in Hanoi (Vietnam) teil. Mit Blick auf den Papstbesuch in Cotonou traf die Vatikandelegation mit Vertretern aus Benin und anderen westafrikanischen Ländern zusammen. Eine Begegnung mit der brasilianischen Polizei sollte ersten Gesprächen zu einem Besuch des Heiligen Vaters in Südamerika dienen; 2013 beabsichtigt Papst Benedikt XVI. in Rio de Janeiro am Weltjugendtag teilzunehmen.

Interpol, „The International Criminal Police Organization“, wurde 1923 in Wien gegründet und dient der länderübergreifenden Verbrechensbekämpfung unter Wahrung der nationalen Souveränität. Aufgabe von Interpol ist die umfassende Unterstützung aller kriminalpolizeilichen Behörden und anderer Einrichtungen, die zur Verhütung oder Bekämpfung von Verbrechen beitragen können. Die Organisation versucht dies durch die Gewährleistung eines globalen Kommunikationssystems, die Bereitstellung von Datenbanken für die Informationsverarbeitung, die Benachrichtigung der Mitgliedstaaten über gesuchte Personen, die Koordinierung gegenseitiger Unterstützungsmaßnahmen durch Entsendung von technischen Spezialisten, der Zurverfügungstellung von Ausrüstung (technische Hilfe) und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Aus- und Fortbildung, Ausrüstung, Einsatz von Personal und Hilfsmitteln zu gewährleisten. Interpol wird durch jährliche Zahlungen der Mitgliedstaaten finanziert.


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