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| ![]() Tallinn: Namen sämtlicher Kommunismus-Opfer werden vor Profittlich-Seligsprechung verlesen2. August 2025 in Chronik, 5 Lesermeinungen Verlesung wird etwa 21 Stunden dauern! - 22.600 Esten kamen 1941 -1990 durch sowjetische Repression, Deportation oder Lagerhaft ums Leben - Kardinal Schönborn leitet am 6. September Seligsprechung von Erzbischof Profittlich im Auftrag des Papstes Tallinn (kath.net/KAP) Im Vorfeld der Seligsprechung von Erzbischof Eduard Profittlich (1890-1942), die am 6. September stattfindet, veranstalten die Dominikaner in Tallinn eine ununterbrochene Verlesung der Namen von 22.600 Esten, die während der sowjetischen Besatzung zwischen 1941 und 1990 Opfer des kommunistischen Regimes wurden. Die Lesung beginnt am Donnerstag, 4. September um 16 Uhr im mittelalterlichen Dominikanerkloster und dauert etwa 21 Stunden. Sie wird live im Internet übertragen und ist offen für die Öffentlichkeit. Die Aktion soll das individuelle Leiden sichtbar machen und symbolisch der vielen Frauen, Männer und Kinder gedenken, die durch Repression, Deportation oder Lagerhaft ums Leben kamen. Getragen wird das Gedenken vom Dominikanerorden und Laien der Bruderschaft Fra Angelico. Die Namen stammen aus Recherchen der NGO Memento und der Stiftung "Estnisches Institut für historische Erinnerung". Rund 150 Personen aus verschiedenen Gesellschaftsgruppen übernehmen das Lesen. Die Verlesung der Namen endet am Freitag, 5. September, mit einer feierlichen Prozession in die Kathedrale St. Peter und Paul. Dort findet am Abend vor der Seligsprechung ein Gedenkkonzert statt. Eduard Profittlich wurde 1890 in Birresdorf (Deutschland) geboren. Nach dem Studium der Philosophie und Theologie in Valkenburg promovierte er 1922 in Polen. Als Priester wirkte er zunächst in Oppeln und Hamburg, bevor ihn die Deutsche Jesuitenprovinz 1930 nach Estland entsandte. Dort war er in den folgenden Jahren maßgeblich am Aufbau der katholischen Kirche beteiligt. 1931 wurde Profittlich zum Apostolischen Administrator für Estland ernannt, 1936 zum Titularbischof von Hadrianopolis in Haemimonto und noch im selben Jahr in Tallinn zum Bischof geweiht. Unter seiner Leitung erlebte die katholische Kirche im Land eine deutliche Stärkung. Nach der sowjetischen Besetzung 1940 lehnte Profittlich eine Ausreise ab, um bei seiner Gemeinde zu bleiben. Am 27. Juni 1941 wurde er verhaftet, in das Gefängnis von Kirow gebracht, dort zum Tode verurteilt und starb am 22. Februar 1942. Weiterführendes kath.net-Interview mit Dr. Marge-Marie Paas, der Diözesanpostulatorin von Erzbischof Profittlich und Pressesprecherin der katholischen Kirche in Estland: „Erzbischof Profittlich blieb bis zum Ende auf der Seite des Herrn“ Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zu | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-gelesen
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