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Lombardi: Italiens Justiz achte souveräne Rechte des Heiligen Stuhls

9. Juni 2012 in Chronik, 3 Lesermeinungen
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Staatsanwaltschaft von Neapel hat im Zuge anderer Ermittlungen eine Wohnung und Büroräume Gotti Tedeschis durchsucht und dabei offenbar auch Dokumente sichergestellt, die dessen frühere Tätigkeit für die Vatikanbank betreffen


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan hat "Überraschung und Besorgnis" angesichts des jüngsten Vorgehens der italienischen Staatsanwaltschaft gegen den früheren Leiter der Vatikanbank (IOR), Ettore Gotti Tedeschi, geäußert. Man habe "größtes Vertrauen", dass die italienische Justiz die souveränen Rechte des Heiligen Stuhls in angemessener Weise zur Kenntnis nehme und respektiere, heißt es in einer am Freitagabend verbreiteten Erklärung von Vatikansprecher P. Federico Lombardi (siehe Foto).

Die Staatsanwaltschaft von Neapel hatte am Dienstag eine Wohnung Gotti Tedeschis in Piacenza sowie dessen Büroräume in Mailand durchsuchen lassen. Die Durchsuchungen standen im Zusammenhang mit Ermittlungen in einem Korruptionsskandal um das italienische Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen Finmeccanica und hatten nach Aussage der Staatsanwaltschaft nichts mit Gotti Tedeschi selbst und dessen Tätigkeit für das IOR zu tun.


Es wurden bei den Durchsuchungen jedoch offenbar auch Dokumente sichergestellt, die Gotti Tedeschis Tätigkeit für die Vatikanbank betreffen. Daraufhin wurde er am Mittwoch von der römischen Staatsanwaltschaft vernommen, die seit September 2010 wegen des Verdachts auf Verstoß gegen europäische Anti-Geldwäsche-Vorschriften gegen ihn ermittelt. Der Vatikan fürchtet nun offenbar, dass vertrauliche Dokumente seiner Behörden von der italienischen Staatsanwaltschaft verwendet werden könnten.

In der Erklärung spricht der Vatikan den Mitarbeitern des "Instituts für die religiösen Werke" (IOR) zudem sein "volles Vertrauen" aus. Diese widmeten sich ihrer Aufgabe mit "Professionalität". Eventuelle Verletzungen von deren Rechten sowie den Rechten seiner Organe würden vom Vatikan mit größter Sorgfalt geprüft.

Lombardi stellte zudem klar, dass das Misstrauensvotum des IOR-Aufsichtsrates gegen Gotti Tedeschi vor gut zwei Wochen nichts damit zu tun hatte, dass dieser sich angeblich gegen eine größere Transparenz des IOR gestellt habe. Ausschlaggebend für die Entscheidung seien vielmehr "objektive Gründe" gewesen, die mit der Führung des Geldinstitutes zusammenhingen, heißt es in der Erklärung.

Unterdessen veröffentlichte die italienische Tageszeitung "Il Fatto Quotidiano" (Samstag) drei vertrauliche Dokumente aus dem Vatikan, die Gotti Tedeschi betreffen. Es handelt sich um Briefe der IOR-Aufsichtsratsmitglieder Carl Anderson und Ronaldo Hermann Schmitz an Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone sowie ein psychologisches Gutachten über Gotti Tedeschi. Anderson teilt Bertone in dem Schreiben vom Mai dieses Jahres mit, dass Gotti
Tedeschi aus seiner Sicht unfähig sei, das Institut zu leiten. Im gleichen Sinne äußert sich Schmitz in seinem Schreiben vom 22. Mai an Bertone. Das Gutachten eines italienischen Psychologen, der nach Angaben von "Il Fatto Quotidiano" regelmäßig die Mitarbeiter IOR betreut, bescheinigt Gotti Tedeschi Narzißmus und Egozentrik. Es soll laut der Zeitung auch an das vatikanische Staatssekretariat geschickt worden sein.

Copyright 2012 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: (c) kath.net


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