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Papst: Maria, die Frau des ‚Siehe, hier bin ich’

17. Mai 2012 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Benedikt XVI. zur Aufführung des Zweiteilers ‚Ihr Name war Maria’: Drei Frauengestalten, drei Beispiele für ein Leben. Die tiefe und volle Seligkeit Marias. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Am gestrigen Nachmittag fand in der „Sala Clementina“ im Apostolischen Palast im Beisein von Papst Benedikt XVI. die Aufführung des Zweiteilers „Ihr Name war Maria“ statt. Es handelt sich dabei um eine Koproduktion von RaiFiction, Lux Vide, BetaFilm, Tellux, dem Bayerischen Rundfunk und Telecinco Cinema unter der Regie von Giacomo Campiotti.

Nach der Aufführung wandte sich Benedikt XVI. zunächst mit einem Dankwort an die Produktion. Auf Deutsch sagte der Papst: „Ganz herzlichen Dank sage ich dem Intendanten des Bayerischen Rundfunks Ulrich Wilhelm, dem Produzenten Martin Choroba der Tellux-Film-Gesellschaft München sowie allen Mitwirkenden, den anwesenden Schauspielern und dem Kamerateam für diese Vorführung im Apostolischen Palast“.

Es sei nicht leicht, die Gestalt einer Mutter zu zeichnen, da diese einen schwer beschreibbaren Reichtum an Leben enthalte. Noch schwieriger sei dies im Fall von Maria von Nazareth, der Mutter Jesu, des menschgewordenen Sohnes Gottes, so der Papst.


Der Film folge der Geschichte von drei Frauengestalten, deren Leben sich überschnitten, von denen jedoch eine jede zutiefst unterschiedliche Entscheidungen träfe.

Herodias bleibe in sich verschlossen, in ihrer Welt, und schaffe es nicht, den Blick zu heben, um die Zeichen Gottes lesen. Sie gehe nicht aus dem Bösen heraus.

Bei Maria Magdalena handle es sich um eine komplexere Geschichte. Sie erliege der Faszination eines leichten Lebens, das auf Dingen gründe. Sie benutze verschiedene Mittel, um ihre Ziele zu erreichen, bis zu jenem dramatischen Moment, in dem sie verurteilt und vor ihr Leben gestellt werde. Die Begegnung mit Jesus öffne ihr das Herz und ändere ihr Leben.

Den Mittelpunkt jedoch bilde Maria von Nazareth. In ihr „ist der Reichtum eines Lebens, das ein ‚Siehe, hier bin ich’ zu Gott ist“. Sie sei eine Mutter, die den Wunsch hätte, ihren Sohn immer bei sich zu haben. Doch sie wisse, dass er der Sohn Gottes sei. Maria habe einen so großen Glauben und eine so große Liebe, dass sie es akzeptiere, zu gebären und ihre Sendung zu erfüllen. Sie wiederhole bis zum Kreuz ihr „Siehe, hier bin ich!“, das sie zu Gott im Augenblick der Verkündigung gesprochen habe.

„Drei Erfahrungen, ein Beispiel, wie das Leben geführt werden kann“, so Benedikt XVI.: „Auf der Grundlage des Egoismus, des In-sich-Verschlossenseins, der materiellen Dinge, während man sich vom Bösen führen lässt. Oder auf der Grundlage des Sinnes der Gegenwart eines Gottes, der gekommen ist und mitten unter uns bleibt, der mit Güte auf uns wartet, wenn wir Fehler machen, und uns bittet, ihm nachzufolgen, sich ihm anzuvertrauen.

Maria ist die Frau des vollen und ganzen ‚Siehe, hier bin ich’ gegenüber dem Willen Gottes, und dieses ‚Ja’, das sie auch im Angesicht des Schmerzes über den Verlust des Sohnes wiederholt, findet die volle und tiefe Seligkeit!“.

„Ihr Name war Maria“: Pfingsten, 27. und 28. Mai 2012, 20.15 Uhr in BR-alpha
Ausführliche Inhaltsangaben zu beiden Teilen unter Pressemappen.

Bild © Bayerischer Rundfunk


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