Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  11. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

No Joke! Händewaschen soll Welkulturerbe werden

25. April 2012 in Österreich, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Benediktiner des österreichischen Klosters Gut Aich wollen das Händewaschen in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes eintragen lassen.


Wien (kath.net/KNA) Die Benediktiner des österreichischen Klosters Gut Aich wollen das Händewaschen in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes eintragen lassen. Ein entsprechender Antrag sei vor zwei Wochen bei der Weltkulturorganisation eingereicht worden, teilte der Prior von Gut Aich, Johannes Pausch, am Dienstag in Wien mit.

Das Händewaschen ermögliche die Begegnung auf Augenhöhe und sei ein Zeichen, dass religions- und kulturübergreifend verstanden werde. «Wenn wir uns um eine gemeinsame Kultur bemühen, brauchen wir zunehmend Rituale, die uns verbinden», betonte Pausch. Im Gut Aich ist es üblich, dass der Prior selbst Gästen, die ins Kloster kommen, zur Begrüßung die Hände wäscht.


Zum immateriellen Kulturerbe zählen laut UNESCO «Praktiken, Darstellungen, Ausdrucksformen, Wissen und Fertigkeiten, die Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Einzelpersonen als Bestandteil ihres Kulturerbes verstehen».

Dazu gehören mündlich überlieferte Traditionen ebenso wie die darstellenden Künste, Rituale, Feste oder Handwerkstechniken. Zuletzt wurden in die Liste unter anderem die mexikanische Mariachi-Musik, eine koreanische Kampfsportart und Webtechniken aus den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgenommen.

Heutzutage werde gesellschaftliches Leben zunehmend auf eine virtuelle Welt reduziert, in der Begegnungen und Rituale nicht mehr zählten, begründete Pausch den Einsatz der Benediktiner für das Händewaschen. Er verwies darauf, dass Händewaschen als Begrüßungsritual eine lange Tradition in dem Orden habe.

Nachdem außerhalb des Klosters Sklaven die Aufgabe gehabt hätten, Gäste zu waschen, habe Ordensgründer Benedikt von Nursia (um 480-547) in der Zeit des Übergangs von der Spätantike zum Frühmittelalter den jeweiligen Leiter eines Klosters mit dieser Aufgabe betraut.

Vielleicht, so Pausch, werde man bald auch den Händedruck bei der UNESCO einreichen müssen, «wenn die Distanzierung und die Angst der Menschen voreinander noch größer wird».

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kurios

  1. Kein Rassismus: US-Bischof verteidigt Priester
  2. Ermordung eines Missionars ‚gute Nachricht’ für ‚Satanisten’
  3. England/Wales 2017: Sieben Babys erhielten den Namen ‚Lucifer’
  4. Teddybären sorgen für Ärger in englischer Diözese
  5. Reuiger Dieb bringt Beichtstuhltür zurück
  6. 'Gott' ist kreditwürdig
  7. Polizei stellt falschen Kardinal nach Zusammenbruch im ICE
  8. Verlorener Ehering taucht nach 16 Jahren an einer Karotte wieder auf
  9. Wein des Anstoßes
  10. Das Kreuz mit Madonna







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  3. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  4. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  5. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  6. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  7. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  8. Warum der Todestag des Franz von Assisi nicht sein Gedenktag ist
  9. Wo der Mensch nicht berechenbar ist
  10. Wenn das Nein nicht mehr zählt
  11. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  12. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  13. Erschütterndes Historiendrama: Netflix-Serie „Fauda“ verarbeitet den Terror des 7. Oktober
  14. Muslimische Organisation: ‚In 45 Jahren wird Frankreich wieder katholisch‘
  15. Frankreichs neue „Generation Leo“: Warum die Jugend plötzlich wieder zum Papst strömt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz