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Der Patriarch von Venedig und die Entweltlichung

2. April 2012 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Erzbischof Moraglia: Wenn die Kirche Geld verwaltet, wird sie darüber vor Gott Rechenschaft ablegen müssen. Das Vermögen der Kirche – ein Erbe des Glaubens des Gottesvolkes


Rom (kath.net/as) Wenn die Kirche Geld verwaltet, wird sie darüber vor Gott Rechenschaft ablegen müssen: „Nicht immer wird der Gebrauch, der von Geld gemacht wird, von Gott gebilligt. Doch ich kann garantieren, dass es Menschen gibt, die auch mit großen Geldsummen zu tun haben, und dass nichts davon an ihnen hängen bleibt. Ich kann aber nicht garantieren, dass das immer so geschieht. Und dies ist gewiss etwas, das vor Gottes Angesicht nach Rache schreit“.

Mit diesen Worten antwortete, so „Vatican Insider“, der Patriarch von Venedig, Erzbischof Francesco Moraglia, bei einer Begegnung mit den Verlobten des Bistums in der Basilika „San Marco“ auf eine Frage nach „der Armut der Kirche“.

Für den Erzbischof bedarf es bei der Gestaltung des Lebens als Männer und Frauen der Kirche einer größeren Genügsamkeit: „Ich glaube, dass die Priester und Bischöfe sehr viel über ihren Lebensstandard nachdenken müssen“. Es gebe jedoch ein künstlerisches und kulturelles Erbe, das Ergebnis des Glaubens des Gottesvolkes sei. So gebe es Zeiten und Epochen, in denen den wirklichen objektiven Situationen Rechnung zu tragen sei. „Wir haben Bischöfe und Priester, die zurecht auch liturgische Gegenstände verkauft haben, um die Bedürfnisse erfüllen zu können“, so Moraglia: „Ich glaube, dass man das in Notlagen tun muss“.

Der Patriarch führte seine Ansicht mit einem Beispiel aus: „Nehmen wir einmal an, ich würde den Markusdom verkaufen. Hat er einen Preis? Nein. Doch nehmen wir an, ich begegne einer sehr reichen Person, die mir viel Geld gibt. Ich denke, dass dies das Problem nicht löst. Gewiss ist es aber notwendig, genügsam zu sein. Man muss sich das kleinere Auto kaufen, wenn es möglich ist. Man muss versuchen, die Kleider zu sehen, die wir im Schrank haben“.

„Es gibt da ein Wort eines Kirchenvaters, das mich nachdenken lassen hat“, so der Patriarch von Venedig abschließend: „Die Schuhe, die du hast und die du nicht brauchst, hast du einem Armen gestohlen“. Als Männer und Frauen der Kirche müssen wir aufmerksamer sein. Doch wenn es um das Vermögen der Kirche geht, das Ergebnis des Glaubens unserer Vorfahren ist, wäre ich sehr vorsichtig und wäre sehr im Zweifel, dass die Lösung darin bestehen könnte, dieses abzustoßen“.




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