Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  11. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

Bischof Müller verteidigt Forderung des Papstes nach Entweltlichung

15. März 2012 in Deutschland, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Regenburger Bischof kritisiert bei Vortrag in Rom auch das Theologen-Memorandum "Wenn Theologen die Bücher läsen, hätte es das Theologen-Memorandum nicht gegeben"


Rom (kath.net/KNA)
Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat sich gegen unangemessene Zuspitzungen der von Papst Benedikt XVI. während seines Deutschlandbesuchs erhobenen Forderung nach einer Entweltlichung der Kirche gewandt. Viele Deutungen seien bislang mit dem Versuch «gescheitert», die Meinungsbildung zu beeinflussen, sagte Müller am Mittwochabend in Rom. Ursache sei eine Unkenntnis über die eigentliche «Intention des Heiligen Vaters».

Tatsächlich habe Benedikt XVI. mit dem Begriff «Entweltlichung» weder die «Abkapselung von der Welt noch das Verurteilen einer gelungenen Kooperation zwischen Kirche und Welt» gemeint, hob Müller hervor. Es gehe auch nicht um eine Aufgabe des kirchlichen Eigentums. Dieses sei für soziale, caritative und pädagogische Einrichtungen «notwendig». Benedikt XVI. hatte mit der Forderung nach einer «Entweltlichung» der Kirche in seiner Rede im Freiburger Konzerthaus während seines Deutschlandbesuchs im September eine große Debatte hervorgerufen.


Anlass für Müllers Äußerungen war die Vorstellung des zuletzt erschienenen Bandes der Gesammelten Schriften Joseph Ratzingers in der deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl. Unter den rund 80 Gästen war auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch. Der im Oktober erschienene Band enthält die Doktorarbeit Ratzingers über den heiligen Augustinus sowie weitere Schriften über den lateinischen Kirchenvater. Müller ist der Herausgeber der Gesammelten Schriften.

Was der Papst mit «Entweltlichung» tatsächlich gemeint habe, erschließe sich aus seinen früheren Schriften, sagte Müller weiter. Die Kirche habe demnach die Aufgabe «inmitten der Ordnungen dieser Welt, die Weltordnungen bleiben und bleiben müssen, die neue Kraft des Glaubens an die Einheit der Menschen im Leibe Christi gegenwärtig zu halten», zitierte Müller aus einem Aufsatz des damaligen Regensburger Theologie-Professors Joseph Ratzinger aus dem Jahr 1971. Müller kritisierte in seinem Vortrag indirekt auch das Theologen-Memorandum. «Wenn Theologen die Bücher läsen, hätte es das Theologen-Memorandum nicht gegeben», sagte er mit Blick auf die «Gesammelten Schriften» von Papst Benedikt XVI.


(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Das kirchliche Amt zwischen Wahrheit und Selbstreferenz – Vom Selbstausdruck zum Christuszeugnis
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  4. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  5. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  8. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  9. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“







Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. "Derselbe Polarstern"
  11. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  12. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  13. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  14. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz