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Bischof Bode würdigt Frauenengagement in der Kirche

12. September 2011 in Deutschland, 18 Lesermeinungen
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Dieser meint bei einem Symposion der Katholischen Frauengemeinschaft: "In den letzten 30 Jahren ist viel geschehen" - liturgischen Dienste, Frauen als geistliche Begleiterinnen in den katholischen Verbänden, die Führungsrolle von Frauen


Berlin (kath.net/dbk.de/red)
Der Vorsitzende der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Franz-Josef Bode, hat das Engagement der Frauen in der Kirche gewürdigt. Anlässlich eines Symposions der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands in Mainz erklärte Bode, dass vieles in den vergangenen 30 Jahren geschehen sei. 1981 hatten die deutschen Bischöfe ein Wort „Zu Fragen der Stellung der Frau in Kirche und Gesellschaft“ veröffentlicht. „Was damals noch neu, ungewohnt oder gar undenkbar war, ist in der Kirche in Deutschland heute mehr oder weniger selbstverständlich.“ Bode nannte die liturgischen Dienste, Frauen als geistliche Begleiterinnen in den katholischen Verbänden, die Führungsrolle von Frauen in Gremien auf Pfarr- und Diözesanebene, Frauen als Leiterinnen pädagogischer Einrichtungen oder als Inhaberinnen theologischer Lehrstühle und Führungsaufgaben von Frauen in kirchlichen Unternehmen und Einrichtungen.


„Ich bin fest überzeugt, dass dieses Wort der deutschen Bischöfe zu einem Meilenstein auf dem Weg der Förderung der Frauen in der Kirche geworden ist. Es ist ein gutes und für uns selbstverständliches Zeichen, dass heute Frauen aus allen Bereichen der Gesellschaft als Beraterinnen in unseren bischöflichen Kommissionen mitwirken“, so Bode. Der Ruf nach kurzfristigen Reformen greife zu kurz. Vielmehr gelte es, den eingeschlagenen Weg in übersichtlichen Schritten fortzuführen. „In der Kirche in Deutschland haben wir in den Jahren unmittelbar nach dem II. Vatikanischen Konzil und nach der Würzburger Synode vor allem jene Aussagen rezipiert, die dem Aufbau gemeindlicher Strukturen und der professionellen Differenzierung der pastoralen Dienste förderlich waren“, sagte Bode. Erst durch die gegenwärtige Entwicklung – vom Rückgang der Katholikenzahlen bis hin zum Priestermangel – lerne man oft genug „noch mühsam, was das Konzil mit den Aussagen über das Priestertum aller Gläubigen wieder stark machen wollte. Die Zukunft der Kirche hängt entscheidend von dieser Bewusstwerdung des gemeinsamen Priestertums aller Gläubigen ab.“ Bode forderte dazu auf, dass das Leben und die Erfahrung von Frauen noch mehr in Sprache und Veröffentlichungen der Kirche, in die Kultur von Gremien und Konferenzen, in die vielfältigen Beratungsebenen der Kirche einfließen müssten. „Es ist wichtig, dass die Männer in der Kirche, ob im Weiheamt oder aufgrund des gemeinsamen Priestertums tätig, realisieren, wie sehr sie auf die Zusammenarbeit mit Frauen, ja auf ein tief begründetes Zueinander, angewiesen sind. Und dass sie dann auch ihre Verantwortung wahrnehmen, um den gemeinsamen Auftrag in den verschiedensten Bereichen zu fördern. Wir können auf die Lebenskompetenz, die Charismen, das Wissen und die konstruktive und prophetische Kraft der Frauen nicht verzichten“, so Bode.



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