Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  3. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  6. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  7. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  8. Realitätsverlust im Bistum Chur
  9. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  10. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  11. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  12. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  13. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  14. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

Christus verkündigen, weil er der einzige Retter der Welt ist

10. September 2011 in Jugend, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Jugendkatechese von Pater Karl Wallner auf dem Kongress „Freude am Glauben“.


Karlsruhe (kath.net/pl) Als Mönche im schwarzweißen Habit im McDonald´s essen zu gehen, sei „ein gutes Apostolat“, sagte Pater Karl Wallner OCist. In seiner Jugendkatechese beim Kongress „Freude am Glauben“ holte der Theologieprofessor und Mönch aus Heiligenkreuz seine jugendlichen Zuhörer mit griffigen Vergleichen aus ihrem Alltagsleben ab.

Wie man mit einem Besuch bei McDonald´s stärke, so sei dies auch bei der Heiligen Messe, erläuterte er beispielsweise. Auch die Heilige Messe sei ein „Drive In“, vergleichbar dem „Drive In“ bei McDonalds, bei dem man sich stärke. Die Heilige Messe habe ebenso den Zweck, „uns zu stärken für das Leben draußen".

Alle Sakramente hätten ihr Schwergewicht darin, "dass sie uns Kraft geben für unser tägliches Leben. Wir haben heute die Mentalität, wenn ich in die Kirche gehe, dann ist das etwas in sich“. Dies sei durchaus auch wichtig, denn wir sind dort „in der Gegenwart Gottes“. Aber: „Der Schwerpunkt dieser Feier, wo ich mit dem Wort Gottes gesättigt werde, und wo ich dann mit dem Sakrament leibhaft mich mit Christus verbinde“ sei „eine Stärkung für draußen“.


Am Schluss der Messe heiße es „ite, missa est“, „Geht, ihr habt eine Sendung!“. Auf wienerisch, so erzählte der Dogmatikprofessor, sage er immer: „Geht’s endlich, schaut´s, dass´ weiterkommt!“ Davon komme das Wort Messe: vom letzten Wort, das der Priester bei der Messe sage. „Missa“, „missio“ ist die Sendung, „ite“, „geht“, ist ein Befehl.

Bloße Struktur allein habe die Kirche noch nie gerettet, erläuterte der Zisterziensermönch. „Es kommt immer auf die innere Einstellung an“, auf die Herzensbildung, auf die Frömmigkeit, auf die Gläubigkeit. Dabei könnten Gruppen und Gremien durchaus wichtig sein, denn „wenn die richtigen Leute drin sind, funktioniert alles“. „Wir sind heute eine Kirche geworden, die sich oft verbunkert, sich in der Sakristei versteckt und dann darauf schimpft, dass es in der Welt so schlecht ist. Man muss wirklich ‚gehen‘, das ist der Wille und der Auftrag des Herrn.“ „Wir müssen Christus verkündigen, weil er der einzige Retter der Welt ist.“

Der Ordensmann ging auch auf den Mut zum Glaubenszeugnis ein. Doch zum Glaubenszeugnis seien Christen nicht erst aufgefordert, wenn sie das Ordenskleid tragen. „Wie ich mit 17 Jahren gläubig geworden bin, da war mir klar, ich muss jetzt Farbe bekennen. …Da gab es eine Situation, wo mir das besonders klar geworden ist, wo ich dann am Anfang immer einen hochroten Kopf hatte“. Pater Wallner schildert, wie er als Schuljunge immer mit einer Cligque mitgegangen sei und auf dem Schulweg an einer Kirche vorbeigegangen sei. Er habe sich vorgenommen, „jedesmal, wenn ich dort vorbei gehe, mache ich ein Kreuzzeichen“. „Es ist dann immer leichter geworden, sich zu deklarieren. Wir schämen uns heute, in der Öffentlichkeit unseren Glauben zu zeigen.“ Die Scham, die Menschenfurcht, sei „ein großes Gift“, erläuterte Pater Wallner weiter. Dort, wo die Jugendlichen gefragt werden, was sie gemacht haben, da könnten sie ruhig mal sagen: „Ja, ich war auf so einem katholischen Kongress“. Man solle Farbe bekennen, jeder so, wie er kann.

Foto Pater Karl Wallner: (c) kath.net/Lorleberg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Forum Deutscher Kath

  1. Papst kann die Lehre nicht ändern
  2. Sonst kann jeder tun, was ihm entspricht
  3. Gibt es einen Gott? Die nicht enden wollende Frage der Theodizee
  4. Forum Deutscher Katholiken: Die Römische Instruktion „hat unsere volle Unterstützung!“
  5. Was sie anprangert, möchte sie selber: Macht!
  6. Der Startschuss muss kein lauter Knall sein
  7. „Eine herbe Enttäuschung“
  8. „In Kirche erleben wir einen seit Jahren gewachsenen Glaubensabfall“
  9. Gott will mit uns leben in allen Dingen
  10. Derzeitige Wirren erinnern an Arianische Wirren des 4. Jahrhunderts






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  11. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  12. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  13. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  14. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit
  15. Der stumme Gott unserer Zeit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz