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Sonst kann jeder tun, was ihm entspricht

14. Mai 2021 in Deutschland, 10 Lesermeinungen
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Stellungnahme des „Forums Deutscher Katholiken“ zu den Segnungsgottesdiensten für homosexuelle Paare.


Fulda (kath.net)

Am 09. Mai 2021 fanden Segnungsgottesdienste für homosexuelle Paare in Deutschland statt. „Über 100 katholische Gemeinden im gesamten Bundesgebiet haben ihr Mitwirken angekündigt“. (Augsburger Allgemeine Zeitung, 10.5.2021, S. 4). Diese Segnungsfeiern für homosexuelle Paare stellen den Protest gegen das Schreiben der Glaubenskongregation („Responsum ad dubium“) vom 22. Februar 2021 dar.

Der zentrale Inhalt des Schreibens ist: Die Kirche hat nicht die Vollmacht, Verbindungen von Personen (mit sexueller Konnotation) gleichen Geschlechts zu segnen. Den Initiatoren dieser Segnungsfeiern ist klar, dass es sich hier um einen Akt der Auflehnung gegen das Lehramt der Kirche handelt. Pfarrer Wolfgang Rothe, einer der Initiatoren sagte: „An diesem Tag wurde Kirchengeschichte geschrieben“ (AZ, 10.5.21).


Die Schöpfungstheologie spricht eindeutig davon, dass Gott Mann und Frau erschuf. Nur diese können Gottes Auftrag: „Macht euch die Erde untertan“ und „Wachset und mehret euch“ erfüllen. Das können keine homosexuellen Paare, weder männliche noch weibliche. Somit anerkennen gleichgeschlechtliche Paare weder den Auftrag unseres Schöpfers, noch werden sie ihrer Verantwortung gegenüber dem Gemeinwohl gerecht.

Die Aussagen im Katechismus der Katholischen Kirche (KKK) und in der christlichen Soziallehre dazu sind zweifelsfrei. Insofern kann man solche Partnerschaften nicht mit der heterogenen Ehe gleichsetzen, die als von Christus in der Kirche eingesetztes Sakrament – zurecht – eine herausragende Bedeutung hat.

Die kirchliche Segnung eines Homo-sexuellen in einer persönlichen Angelegenheit ist jederzeit möglich, aber nicht die einer solchen Partnerschaft, die mit einer heterogenen Ehe gleichgesetzt werden will.

Wenn die Bischöfe der deutschen Ortskirche diese Segnungsgottesdienste für homosexuelle Paare tatenlos hinnehmen, wird unter den Gläubigen die Meinung aufkommen, dass Schreiben der Glaubenskongregation nicht zu beachten sind und sich jeder von der Morallehre der Kirche das aneignen kann, was ihm entspricht.

 

Forum Deutscher Katholiken, Prof. Dr. Hubert Gindert


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Lesermeinungen

 Aschermittwoch 16. Mai 2021 
 

Stabwechsel

Wenn die Bischöfe den Vorgaben der Glaubenskongregation nicht mehr folgen, dann wird sich das Volk auch nicht mehr an die bischöflichen Wünsche und Anordnungen halten. Die Steuereinnahmen brechen weg und der Hirtenstab wird zum Bettelstab.
Selber schuld.


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 KatzeLisa 15. Mai 2021 
 

kleiner Finger-ganze Hand

Die Homosexuellen wollen mit aller Macht akzeptiert werden, obwohl sie selbst spüren, daß ihr Zusammenleben nicht der Ordnung der Natur und erst recht nicht der göttlichen Ordnung entspricht. Zuerst war es die Eingetragene Lebenspartnerschaft, dann die Homo-Ehe und über die Segnung wird dann das Ehesakrament angestrebt.

Schlimm finde ich den Konstrukt mancher Bischöfe und Priester, diese Paare lebten "Werte", indem sie füreinander einstehen. Schon vor Jahren habe ich mich mit Bischof Heiner Koch (jetzt Berlin) darüber gestritten, welche Werte gemeint seien. Denn ein Füreinandereinstehen finden wir auch bei Räuberbanden oder Mafiafamilien.

Unabhängig von publikumswirksamen Aktionen habe ich übrigens nicht den Eindruck, daß sich homosexuelle Paare in die Gottesdienste drängen.


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 lesa 14. Mai 2021 

Die Priester handeln auf eigene Faust und das Volk liebt es so (Jes)

Eine Denkart ist weit verbreitet, die den Transzendenzbezug verloren hat, für die das ehrfürchtige Anerkennen Gottes und seines Wortes fremd geworden ist. Man befindet selber über das, was zu tun und zu lassen ist. Der Mensch spielt Gott - mit schlimmen Folgen. Und diese "Kirchenmänner" sind in diesem Fahrwasser und gleiten andere in den Sumpf anstatt zur Quelle der Liebe und des Lebens.
Beten wir für diese Bischöfe, dass Sie etwas unternehmen gegen diese Anlleitung in den Abgrund.


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 Chris2 14. Mai 2021 
 

Salamitaktik

@mphc Wenn man ein Ziel nicht sofort oder mit Gewalt erreichen kann, verwenden Linke gerne die sog. "Salamitaktik". In kleinen Schritten immer ein bischen weiter vorrücken und dabei stets betonen, dass es einem nicht um das eigentliche Ziel gehe (z.B. eine kirchliche Homo-Ehe oder Ehescheidung). Dann die Leute nach und nach an immer mehr gewöhnen, bis man am Ende mit einem letzten kleinen Schritt sein Ziel erreicht hat. Leider haben die meisten Menschen (und Wähler) nur ein Kurzzeitgedächtnis...


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 Chris2 14. Mai 2021 
 

Pfarrer Rothe ist wohl eine der schillerndsten

Priesterfiguren, mit denen ich mich beschäftigt habe. Es läuft einem heute kalt den Rücken herunter, wenn man bedenkt, dass der hervorragende Bischof Kurt Krenn damals wegen ihm zurücktreten musste, nachdem Photos an die Öffentlichkeit gelangt waren, die Krenns Subregens Rothe mit Seminaristen zeigten, die homosexuelle Handlungen anzudeuten schienen. Anstatt Krenn für seine unerwartete "Fortschrittlichkeit" zu loben, wurde so lange ein immenser medialer Druck aufgebaut, bis Krenn zurücktrat. Eine angeblich von Krenn vertuschte Straftat im Seminar tat noch ihr übriges, obwohl der Staatsanwalt damals ausdrücklich betont hatte, Krenn habe den Fall umgehend gemeldet. Aber gute Bischöfe müssen weg. Um jeden Preis...


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 golden 14. Mai 2021 
 

Teufel möchte Weg verstopfen

der zu Gott führt: sich gerettetwissen aus den menschlichen Sünden durch Christus aus Gottes Gnade.
Wie verstopft er ? Er lehrt in den Herzen der nicht Glaubenden die Lüge: "Sei stolz auf deine Sünde,Vergebung brauchst du nicht ". Ausdrücke wie "Gay Pride",die regelmässige blasphemische Karnevalistik o.ä. belegen diese satanisch erwirkte Geisteshaltung.Gläubige wissen,wie schön Gnade ist, aber: Gott kann auch anders, er läßt seiner nicht spotten !


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 mphc 14. Mai 2021 

@elmar69

Ich glaube, es geht des Protestierenden nicht in erster Linie um den Segen, sondern um das Absegnen. Wenn der Segen allgemein anerkannt wäre, würde man um die gleichberechtigte Trauung kämpfen.


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 elmar69 14. Mai 2021 
 

Segnung bräuchte keine Gleichstellung mit der Ehe

Aber auf jeden Fall darf das, was die gesegneten zu tun gedenken nach Gottes Geboten nicht zu den schlechten Dingen zählen.

Ein Tennis-Doppel kann z.B. problemlos gesegnet werden - egal ob mixed oder gleichgeschlechtlich. Da sich der Segen auf das gemeinsame Spiel bezieht, ist die sexuelle Orientierung hier auch irrelevant.

Bei der Segnung homosexueller Paare soll allerdings wohl ehr die sexuelle Verbindung im Mittelpunkt stehen. Derartige Handlungen gehören aber wohl ehr zu den schlechten Dingen.


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 physicus 14. Mai 2021 
 

Welche Bistümer sind betroffen? Eine Statistik zur Symptomatik

Eine kleine Übersicht über die Anzahl der Aktionen pro Bistum (ohne Gewähr).
Von den 27 Bistümern gab es in neun gar keine Aktion, nämlich den bayerischen (außer Würzburg und München) und den ostdeutschen (außer Berlin).
Für die restlichen wurde die Anzahl der Aktionen (bzw. Pfarreien) normiert auf die Anzahl der Katholiken im Bistum. Nimmt man die Bistümer mit mindestens fünf Aktionen, so ergibt sich folgendes „Ranking“ (Werte geben an: Anzahl Aktionen pro 1 Million Katholiken):

Osnabrück 25,5
Limburg 13,1
Mainz 12,5
Münster 10,5
Essen 9,2
Aachen 9,0
Würzburg 8,2

Auffällig: Die Bistümer des DBK-Vorsitzenden (Bätzing / Limburg) und seines Stellvertreters (Bode / Osnabrück) sind ganz oben. Auch weit oben das Bistum des Vorsitzenden des entsprechenden Forums beim Synodalen Weg (Dieser / Aachen).


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 ottokar 14. Mai 2021 
 

Eigentlich Selbstverständlichkeit für einen gläubigen katholischen Christen

Kürzlich sah ich einen wohl angelegten Familienstammbaum von Freunden. Darin war in der vorletzten Generation ein Paar, das aus 2 Männern bestand. Alle anderen Paare davor und danach bestanden aus Mann und Frau. Dieses Männerpaar war das einzige Paar in diesem Familienstammbaum, von dem keine Nachkommen ausgingen.


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