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Möchte Helmut Schüller heiraten?

9. September 2011 in Österreich, 62 Lesermeinungen
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Leiter der Pfarrer-Initiative in einem Interview: "Ich habe das nie ganz ausgeschlossen" - Schüller glaubt auch, dass es einmal eine "Päpstin" geben werde und bekennt, dass seine Thesen bei jüngeren Priestern nicht ankommen


Wien-Linz (kath.net)
Möchte Helmut Schüller, der Sprecher der umstrittenen antirömischen Pfarrer-Initiative, demnächst heiraten? In einem Interview mit dem Magazin "Weekend" meint Schüller jetzt auf die Frage, ob er denn selbst gerne heiraten würde: "Ich habe das nie ganz ausgeschlossen und trete dafür ein, dass man frei wählen kann." Dann meint der Pfarrer der Erzdiözese Wien auch, dass "interessante neue Töne" hereinkommen, wenn "verheiratete Männer und Väter" in den Pfarrkonferenzen säßen. Seiner Meinung nach seien sogar Frauen die "besseren Priester". Wörtlich sagte Schüller: "Das Wichtigste in diesem Beruf haben wir von Frauen gelernt. In zwei Dritteln der Welt wird der Alltag von Frauen geschupft. Dieses Element fehlt uns vollkommen in der Pfarrerschicht."


Der ehemalige Wiener Generalvikar zeigt sich dann auch überzeugt, dass es einmal eine "Päpstin" geben werde. "Sobald das Priesteramt für Frauen geöffent ist, gibt es keine Schranken mehr." Schüller bekennt dann allerdings, dass seine Thesen von jüngeren Priestern nicht unbedingt positiv angenommen werden. "Junge Geistliche sind momentan überwiegend gegen Reformen. Im Gegenteil: Sie sagen uns Alten, dass unsere Fragen nicht zulässig sind.", so der Pfarrer. Bei der Frage, ob er für einen Ethikunterricht sei, behauptet Schüller dann, dass dieser gut sei und man in "grundethischen Ansätzen" man mit "vielen Religionen" Gemeinsamkeiten habe. Wörtlich sagte er: "Es gibt viele Karawanen der Gottsuche, aber letztlich haben wir mehr gemeinsam als uns trennt. In Österreich haben wir 14 christliche Kirchen. Europa wächst zusammen und was tun die Kirchen? Sie trennen einander." Er selber fühle sich übrigens als "Aktionär" in der Kirche und nicht als Kunde oder Mitglied. "Es ist mein Ding. Die Kirche gehört nicht nur dem Papst und nicht den Bischöfen sondern uns allen", behauptet er dann.


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