Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ‚Gratismut’ – Ausgrenzung von AfD-Mitgliedern sollte in der Kirche keinen Platz haben
  2. Wieder Unmut über Fastentücher in Tirol und Wien
  3. AfD Rheinland-Pfalz suchte Gespräch mit Bischof Ackermann – dieser ging auf Demo gegen ‚rechts’
  4. Bätzing behauptet: „Römische Weltsynode und Synodaler Weg in Deutschland gehen in dieselbe Richtung“
  5. R.I.P. Alexej Nawalny – ein Kämpfer für die Freiheit
  6. Angst vor Rechtsruck? Das ist Thema für Eliten und Besserverdiener über 5.000 € Monatseinkommen
  7. Sie sahen: Das Ende des Synodalen Weges
  8. DBK-Vorsitzender Bätzing meint: Der Lebensschutz „ist ein Proprium der Kirche“
  9. Bischof Krautwaschl meint: ‚Diskussion zum Thema Frauenweihe nicht beendet’
  10. Kardinal Schönborn an DBK: "Weigerung einzulenken wäre Anzeichen eines Schismas"
  11. Wieder ein Brief aus Rom an die deutschen Bischöfe
  12. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  13. "Das unpräzise Pontifikat"
  14. „DBK hat keine Vollmacht, ihre Diözesen von Einheit mit Papst und katholischer Kirche wegzureißen“
  15. Christian Geyer in FAZ-Kommentar: „Synodaler Ausschuss - Bischöfe als juristische Deppen?“

Hindu-Extremist: Christen 'wie Wanzen' vernichten

17. Februar 2011 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Verbale Attacken bei hinduistisch-nationalistischer Massenveranstaltung


Bhopal (kath.net/idea) Bei einer hinduistisch-nationalistischen Massenveranstaltung im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh ist die befürchtete Gewalt gegen Christen ausgeblieben. Es gab auch keine massenhaften Rückbekehrungsversuche, dafür aber heftige verbale Angriffe.

Bei dem Treffen Maa Narmada Samajik Kumbh (Mutter Narmadas Sozialversammlung) hatten sich vom 10. bis 12. Februar etwa zwei Millionen Hindus am Fluss Narmada in Mandla versammelt. Mehrere Redner beschuldigten Christen, ihre sozialen Dienste missionarisch zu missbrauchen. Ein Hindu habe Christen mit „Wanzen“ verglichen, die getötet werden müssten, berichtete der katholische Priester George Thomas gegenüber dem Informationsdienst AsiaNews.

Der Zorn richtete sich gegen Missionare, die sich um die Ärmsten der Armen kümmern. Der Redner habe erklärt, missionarisch aktive Christen seien wie Wanzen, die „das Blut unschuldiger verletzlicher Menschen saugen; Wanzen sollte man töten, sonst werden sie weiter Blut saugen“.


Diese Äußerung sei jedoch bei einigen Hindu-Gruppen auf Kritik gestoßen. Es gebe keinen Grund, Christen zu beleidigen; vielmehr sollte man den Dialog mit ihnen suchen, hieß es. Die meisten Teilnehmer des Kumbh seien allein religiös motiviert gewesen, so Thomas.

Hindus: Recht auf Rückbekehrung

Vor der Massenversammlung hatten Christen große Sorge geäußert, dass - wie bei einem ähnlichen Treffen im Jahr 2006 im Bundesstaat Gujarat – versucht werde, Christen zum Hinduismus rückzubekehren.

In der hinduistischen Publikation „Organiser“ heißt es dazu, Ziel der Kumbh sei einzig und allein, das hinduistische Erbe und die Kultur Indiens zu fördern. Doch hätten Hindus ebenso ein Recht auf Rückbekehrung, wie Christen und Muslime das Recht auf Mission für sich in Anspruch nähmen: „Solange Bekehrungen stattfinden, wird es auch Antibekehrungs- und Rückbekehrungsversuche von Hindus geben.“

Region von christlichen Missionaren „säubern“

Der Generalsekretär des Gesamtindischen Christenrats, John Dayal (Neu Delhi), sagte, niemand könne Zweifel daran hegen, dass nationalistische Hindus mit dem Kumbh vor allem das Ziel verfolgten, die Region von christlichen Missionaren zu „säubern“.


Ihnen werde vorgeworfen, vor allem Angehörige des Volks der Gond, im großen Stil zum Christentum zu bekehren. Die etwa neun Millionen Gond haben eine Stammesreligion mit Ahnenverehrung. Auch sie wehren sich gegen hinduistische Extremisten von der Bewegung Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS). Diese betrachtet alle gebürtigen Inder als Hindus.

Wer einer anderen Religion folge, müsse „rückbekehrt“ werden. Madhya Pradesh ist einer von sieben indischen Bundesstaaten, die Antibekehrungsgesetze eingeführt haben.

Von den 68,8 Millionen Einwohnern sind über 91 Prozent Hindus. Christen bilden eine kleine Minderheit von 0,3 Prozent. In ganz Indien sind etwa 82 Prozent der 1,1 Milliarden Einwohner Hindus, zwölf Prozent Muslime und mindestens drei Prozent Christen. Immer wieder kommt es in einzelnen Bundesstaaten zu gewalttätigen Übergriffen nationalistischer Hindu-Extremisten auf Christen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Mykrokosh 18. Februar 2011 
 

Die größte Demokratie der Welt in Gefahr

Religionsfreiheit ist ein unerläßliches Kennzeichen jeder echten Demokratie. Wenn Indien auch weiterhin als das größte demokratische Land der Welt gelten will, muß der indische Staat den religiösen Extremismus aller Couleur bekämpfen und dafür sorgen, dass alle Religionen gleiche Rechte haben.
Schließlich, hat das Christentum in Indien tiefe Wurzeln, welche bis in die apostolischen Zeiten (Apostel Thomas) zurückreichen. Die Hindufundamentalisten legen ein schlechtes Zeugnis für ihre Religion ab, indem sie Gewalt an Christen üben. Denn eine Religion, welche nur durch Gewalt verteidigt werden kann, hat keine Zukunft. Die Christen respektieren die uralte Weltreligion Hinduismus. Aber jeder Mensch sollte in unserer Zeit das Recht haben, seine Religion zu wechseln. Sonst verdient die indische Demokratie nicht diesen Namen.


1
 
 Tina 13 17. Februar 2011 

sehr traurig

„Region von christlichen Missionaren „säubern““

Bedenkt, meine Kinder, der Schatz eines Christen liegt nicht auf Erden, er ist im Himmel. Dorthin müssen wir unsere Gedanken richten, wo unser Schatz ist. (hl. Pfarrer von Ars)

Preiset den Herrn!


2
 
 SCHLEGL 17. Februar 2011 
 

Hindus

im Westen macht man sich, so glaube ich, immer wieder Illusionen über die angeblich so friedfertigen zwei fernöstliche Religionen. Schön langsam sollte eigentlich auch den Medien im Westen aufgehen, dass dies nur eine Illusion ist. Der erste indische Ministerpräsident Mahatma Gandhi, das sollten wir nicht vergessen, wurde wegen seiner Toleranz von einem Mitglied seiner eigenen Religion, einem Hindu ermordet. Auch die gelebte Nächstenliebe, und das ist eigentlich erschütternd, wird von vielen Menschen in Indien nicht erwidert, es kommt leider nur Hass zurück. Natürlich dürfen wir als Christen unseren Dienst an den Menschen nicht aufgeben, aber auch hier im Westen müssen wir die Probleme schonungslos ansprechen. Msgr. Franz Schlegl


5
 
 Apfelkuchen 17. Februar 2011 
 

Wie schwach und in sich unsicher muss doch ein Glaube sein

... der auf rohe Gewalt setzt.

Es gibt kein typischeres Indiz für Schwäche.

Ein gesundes Selbstbewusstsein eines Gläubigen, für die alleinige Wahrheit zu stehen, hat die Gewalt nicht nötig.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Indien

  1. Indien: Junge Ordensfrau nach Konversionsvorwürfen in Haft
  2. Indien: Kritik an Behörden wegen anhaltender Gewalt gegen Christen
  3. Indische Regierung hebt Spendenverbot für Mutter-Teresa-Schwestern auf
  4. Mehrere christenfeindliche Übergriffe an Weihnachten
  5. Indien: „Die Pandemie lehrt uns, dass wir gemeinsam kämpfen müssen, wenn wir überleben wollen“
  6. Corona-Hilferuf aus Indien: „Das ganze System bricht erbärmlich zusammen“
  7. Geschlechtsspezifische Abtreibung in Indien: Jedes Jahr werden mehr Jungen als Mädchen geboren
  8. Corona in Indien: 12-jährige Wanderarbeiterin stirbt nach 100 km Fußmarsch
  9. Indien: Christen nach Wahlausgang in großer Sorge
  10. Indische Christen nach Wahlsieg von Hindupartei alarmiert







Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  2. KOMMEN SIE MIT! EINMALIGE REISE - 13. Oktober 2024 in Fatima + Andalusien!
  3. Karwoche und Oktober 2024 mit kath.net in MEDJUGORJE
  4. „DBK hat keine Vollmacht, ihre Diözesen von Einheit mit Papst und katholischer Kirche wegzureißen“
  5. Wieder Unmut über Fastentücher in Tirol und Wien
  6. Sie sahen: Das Ende des Synodalen Weges
  7. Kardinal Schönborn an DBK: "Weigerung einzulenken wäre Anzeichen eines Schismas"
  8. Christian Geyer in FAZ-Kommentar: „Synodaler Ausschuss - Bischöfe als juristische Deppen?“
  9. Bätzing behauptet: „Römische Weltsynode und Synodaler Weg in Deutschland gehen in dieselbe Richtung“
  10. ‚Gratismut’ – Ausgrenzung von AfD-Mitgliedern sollte in der Kirche keinen Platz haben
  11. "Das unpräzise Pontifikat"
  12. Wieder ein Brief aus Rom an die deutschen Bischöfe
  13. R.I.P. Alexej Nawalny – ein Kämpfer für die Freiheit
  14. Kardinal Kasper: „Ich stimme Kardinal Schönborns Mahnung an die DBK voll und ganz zu“
  15. AfD Rheinland-Pfalz suchte Gespräch mit Bischof Ackermann – dieser ging auf Demo gegen ‚rechts’

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz