Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. Ein Signal des Himmels?
  3. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  4. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  5. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  6. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  7. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  8. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  9. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  10. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  11. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  12. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  13. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  14. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  15. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“

'Ohne Kreuz kann westliche Kultur nicht existieren'

1. Februar 2011 in Österreich, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Prager Erzbischof Dominik Duka zelebrierte in der Wiener Dominikanerkirche Gottesdienst zum Fest des Heiligen Thomas von Aquin – 'Ein Schöpfer der Zivilisation der Kathedralen und Universitäten'


Wien (kath.net/PEW) „Der Heilige Thomas von Aquin war ein Schöpfer der Kultur, die wir westlich nennen, einer Zivilisation der Kathedralen und der Universitäten“: Dies betonte der Prager Erzbischof Dominik Duka am Wochenende in der Wiener Dominikanerkirche (Rosenkranz-Basilika) bei einem Gottesdienst zum Fest des heilig gesprochenen Kirchenlehrers Thomas von Aquin (1225-1274).

Der große Universalgelehrte aus dem Dominikanerorden habe in „schöpferischer Weise“ das Denken des Aristoteles für das christliche Europa erschlossen und dabei einen ständigen Dialog auch mit der Tradition der jüdischen und muslimischen „Aristoteliker“ geführt. Für Thomas von Aquin sei die „Sehnsucht nach der Wahrheit“ entscheidend gewesen. Das sei auch der Grund, warum das Zweite Vatikanische Konzil die Notwendigkeit hervorgehoben habe, das Denken des „doctor angelicus“ aufmerksam zu studieren. Aus seiner persönlichen Lebenserfahrung verwies Erzbischof Duka darauf, dass sich der übliche Konsumismus kaum vom Kommunismus unterscheide. In beiden Fällen werde auf Wahrheit, Weisheit und Vernunft verzichtet. Gerade in der Auseinandersetzung mit der Bibel werde aber deutlich, wie sehr Wahrheit, Weisheit und Vernunft „Prinzipien der westlichen Kultur und Zivilisation“ sind. „Ohne Kathedralen und Universitäten, ohne das Zeichen des Kreuzes, kann die westliche Kultur nicht existieren“, sagte der Prager Erzbischof wörtlich.

In seiner Predigt erinnerte Erzbischof Duka – der selbst Dominikaner ist – daran, wie er im August 1989 erstmals auf der Rückreise vom Generalkapitel seines Ordens in Wien Station machte und mit dem damaligen Provinzial P. Innozenz Varga zusammentraf. P. Varga habe dann zunächst der Dominikanerprovinz der Tschechoslowakischen Republik, nach der Landestrennung den Provinzen der Tschechischen und der Slowakischen Republik, großzügige Hilfe geleistet. Dafür gebühre ihm ein „aufrichtiges Vergelt’s Gott“.

Jeder Wien-Besuch löse bei Tschechen Nostalgie aus, sagte Duka: „Drei Jahrhunderte hindurch hatten wir eine große gemeinsame Geschichte – auch wenn manches nicht gelungen ist“. Die gemeinsame Kultur Mitteleuropas gehöre jedenfalls zum Schatz der Weltkultur. Eineinhalb Jahrhunderte sei auch für die Dominikaner in Österreich und Böhmen die Rosenkranz-Basilika in der Postgasse die „gemeinsame Provinzkirche“ gewesen.


Dominik Dukas Lebenslauf spiegelt die dramatische Geschichte der Kirche in seiner Heimat unter der KP-Herrschaft. Weil er nach der Matura nicht studieren durfte, arbeitete er zunächst als Fabrikarbeiter und erlernte das Schlosserhandwerk. Nach Ableistung des Militärdienstes erlaubten ihm die staatlichen Behörden ab 1965 ein Theologiestudium an der Theologischen Hochschule in Litomerice (Leitmeritz). Im Jahr 1969 wurde er geheim in den Dominikanerorden aufgenommen und 1970 vom Leitmeritzer Bischof Stepan Trochta zum Priester geweiht.

Anschließend war er als Seelsorger in der Erzdiözese Prag tätig. Diese Tätigkeit wurde ihm 1975 durch die KP-Behörden verboten. 1981 wurde er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Im Gefängnis war er ein Zellengenosse von Vaclav Havel, dem späteren tschechischen Staatspräsidenten. Nach der Freilassung arbeitete er bis 1989 als Zeichner in Plzen (Pilsen) bei den „Skoda“-Werken. Ab 1986 war er Provinzial der böhmisch-mährischen Provinz der Dominikaner. Nach der „Wende“ wurde er 1990 zudem Vorsitzender der Konferenz der höheren Ordensoberen. Im Juni 1998 wurde Duka zum Bischof von Königgrätz (Hradec Kralove) ernannt.

Papst Benedikt XVI. ernannte Duka am 13. Februar 2010 zum Erzbischof von Prag. Damals sagte der neuernannte Erzbischof: „Die Kirche muss in einen Dialog mit der Gesellschaft eintreten und die Versöhnung mit ihr anstreben. Vor 20 Jahren waren wir begeistert über die Freiheit; heute leben wir in einer Zeit der finanziellen und wirtschaftlichen Krise – und in gewisser Weise auch der Krise der Werte“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Heilige

  1. Der letzte Sommer des heiligen Thomas Morus
  2. Drei Heilige, die den Kampf gegen die Sucht verstehen
  3. Schutzpatron der Schwimmer – die erstaunliche Geschichte des heiligen Adjutor von Vernon
  4. Die Bekehrung der beiden Gefängniswärter des Apostels Petrus in Rom
  5. Spaniens Mikel Merino feiert WM-Siegestreffer mit Gruß an den hl. Fermín
  6. USA: Schülerin bemalt in Großprojekt ihre katholische Schule mit lebensgroßen Heiligenfiguren
  7. „Von den Möglichkeiten, die wir heute haben, konnten Ansgar und Bonifatius nur träumen“
  8. Episode über Carlo Acutis als TV-Debüt von Scorseses Tochter
  9. Papst Leo XIV.: „Von den Berufungen ist die Ehe eine der edelsten und höchsten“
  10. Wird die PlayStation von Carlo Acutis die erste Gaming-Reliquie in der Kirchengeschichte?






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Ein Signal des Himmels?
  3. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  4. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  5. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  6. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  7. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  8. Der "rote Priester", der die Musikwelt revolutionierte
  9. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  10. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  11. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  12. Joan Leslie: Das Hollywood-Glaubenszeugnis einer echten Heldin
  13. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  14. Medjugorje: Mladifest startet mit Papstappell zur Rückkehr zu Christus
  15. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz