Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  5. Der anderskatholische Papstkritiker
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

Frauen erschien der Auferstandene zuallererst, längst vor Petrus!

1. Februar 2010 in Schweiz, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Weihbischof Marian Eleganti im Interview: "Ich warne davor, unsere kirchenfremde Zeit einfach zu verteufeln. Ich stelle bei vielen Menschen ein aufrichtiges Suchen nach der Wahrheit fest" - Aufhebung des Zölibats schafft mehr Probleme als sie löst


Chur (kath.net)
Marian Eleganti, der neue Weihbischof von Chur, hat in einem Interview mit der Schweizer Zeitung "Blick" Vorwürfe zurückgewiesen, dass er Laien-Seelsorger vertreiben möchte. "Die Priester sind doch immer nur die Minderheit im Gottesvolk. Laien dürfen nicht nur, sie müssen Verantwortung in der Kirche tragen." Auch die Behauptung des Blick-Reporters, dass Frauen in der Kirche "Bürger zweiter Klasse" sind, wies Eleganti zurück. "Herr je, wie dumm! Frauen waren schon in der Bewegung um Jesus ganz wichtig. Ihnen erschien der Auferstandene zuallererst, längst vor Petrus!" Der neue Weihbischof erinnerte auch daran, dass man aufhören müsse, das Priesteramt mit Macht gleichzusetzen. "Auch Menschen ohne offizielles Amt haben in der Kirche und in der Bibel Entscheidendes geleistet. Denken Sie nur an die Propheten im Alten Testament. Sie hatten kein Amt, aber sie haben Israel verändert - dank derAutorität, die von Gott kommt. Gleiches gilt für die grossen Frauengestalten der Kirche.", betont Eleganti.


Einer Aufhebung des Zölibats erteilt der neue Weihbischof eine Absage. "Denkbar ist Vieles. Die Aufhebung des Zölibats schafft aber mehr Probleme, als sie löst. Für einen Vater muss die Familie an erster Stelle stehen. Er kann nicht ganz für die Kirche zur Verfügung stehen. Dann hätten wir das Problem der Scheidungen auch unter Priestern. Denken Sie an die Scheidungsrate, die bereits jetzt vor Seelsorgern nicht Halt macht. Im Übrigen bin ich überzeugt, dass es nicht leichter ist, eine Ehe zu führen, als im Zölibat zu leben."Pädophilie gibts in allen Kreisen der Gesellschaft, quer durch alle Berufsgruppen, leider auch bei Priestern. Sie können nicht den Zölibat für Pädophilie verantworlich machen. Natürlich ist die Kirche strenger in die Pflicht genommen. Aber puritanisch eine Kirche zu verlangen, in der es nur Heilige gibt, wäre utopisch."

Auf das neue Leben in der Großstadt freue er sich. "Machen Sie mich nicht auch noch zum Landei! Ich lebte im Kloster nicht wie der Geist in der Flasche. Ich liebe das pulsierende Stadtleben, die Menschen. Nein, Weltfremdheit können Sie mir nicht auch noch andichten." Auch für den Apostel Paulus war es vor 2000 Jahren eine ähnlich kirchenfremde Situation. "Das war für den Apostel Paulus vor 2000 Jahren so, als er in die Städte der römischen Reichs zog, um die Botschaft Jesu zu verkünden. Ich warne auch davor, unsere kirchenfremde Zeit einfach zu verteufeln. Ich stelle bei vielen Menschen ein aufrichtiges Suchen nach der Wahrheit fest. Als Christen müssen wir sie glaubwürdig begleiten."

Das Besondere an einem Christen ist für den Weihbischof die Begegnung mit Gott, die für jeden Menschen einen Tournarround bedeute. "Man sieht die Welt mit neuem Blick. Wir müssen mit Gott 'online' bleiben. Die weltlichen Sorgen dürfen die Verbindung nicht kappen."

kathTube: Die Bischofsweihe vom Sonntag





Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Eleganti Marian

  1. Orthodoxie und Orthopraxie sind deckungsgleich
  2. Das bleibt für Gott ein absolutes NO GO!
  3. Schweiz: Weihbischof Eleganti als Jugendbischof zurückgetreten







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  3. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  4. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  5. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  6. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  7. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  8. Benedikt XVI.: „Wir fragen uns jedoch: Warum empfinden wir Angst vor dem Tod?“
  9. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  10. Der unbekannte Bekannte: St. Martin
  11. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  12. Allerheiligen oder Heilige für alle?
  13. Schmunzelnder Papst scherzt mit Basketballern seiner früheren Uni
  14. „Die Heiligen sind keine kleine Gruppe Auserwählter, sondern eine unzählige Schar“
  15. Brücken bauen, Wurzeln schlagen, Gemeinschaft leben. Der Glaube als gemeinsamer Ursprung und Auftrag

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz