Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  6. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  7. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  8. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  9. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  10. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  11. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  12. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  13. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  14. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren
  15. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden

Haiti: Erzbischof unter den Todesopfern

13. Jänner 2010 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach dem Erdbeben ist der Leichnam des 63-Jährigen in der erzbischöflichen Residenz gefunden worden. Hilfsorganisationen rechnen mit Hunderten oder gar Tausenden Toten.


Port-au-Prince (kath.net/KNA) Unter den Erdbebenopfern in dem karibischen Inselstaat Haiti befindet sich auch der Erzbischof der Hauptstadt Port-au-Prince, Serge Miot. Das meldete der römische Pressedienst misna am Mittwoch unter Berufung auf örtliche Kirchenmitarbeiter. Der Leichnam des 63-Jährigen ist in der erzbischöflichen Residenz gefunden worden. Unter den Trümmern werden laut misna noch weitere Opfer aus dem Stab der Kirchenleitung befürchtet, darunter Generalvikar Charles Benoit.

Miot wurde 1997 als Erzbischof-Koadjutor an die Spitze der Ortskirche von Port-au-Prince berufen. 2008 übernahm er die Leitung als Erzbischof. Von den rund neun Millionen Einwohnern Haitis sind nach Vatikanangaben sieben Millionen Katholiken.

Das schwere Erdbeben von Dienstag (Ortszeit) betraf vor allem die Hauptstadt Port-au-Prince. Hilfsorganisationen rechnen mit Hunderten oder gar Tausenden Toten. Offizielle Zahlen über das Ausmaß gibt es allerdings noch nicht. Unter den Opfern befindet sich auch die Präsidentin der bischöflichen Kinderpastoral Brasiliens, Zilda Arns. Das bestätigte die Brasilianische Bischofskonferenz am Mittwoch.


Die deutsche Bundesregierung stellte insgesamt 1,5 Millionen Euro für Soforthilfe bereit, die EU drei Millionen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief ebenso wie Benedikt XVI. die internationale Gemeinschaft zu Unterstützung für Haiti auf. Zugleich sagte der Papst Hilfe durch kirchliche Einrichtungen zu.

In Deutschland gab das bischöfliche Hilfswerk Misereor 30.000 Euro an Soforthilfe. Das katholische Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat stellte der Haitianischen Bischofskonferenz 20.000 Euro zur Verfügung. Caritas international und die Deutsche Welthungerhilfe beteiligten sich mit jeweils 100.000 Euro.

Helfer vor Ort berichteten von unübersichtlichen und chaotischen Zuständen. Nach Angaben von «Malteser international» sind die auf den Hügeln der Hauptstadt gebauten Slums in einer Schlammlawine abgerutscht. Zahlreiche Bauten seien eingestürzt oder stark zerstört, darunter der Präsidentenpalast, die Kathedrale und mehrere Ministerien.

Nach Angaben der Hilfsorganisationen sind auch Straßen blockiert, das Telefonnetz zusammengebrochen. Rettungsmaßnahmen seien deshalb schwierig. Auch verfüge das verarmte Land kaum über Raumgerät und ausgebaute Infrastruktur wie geteerte Straßen, so der langjährige Adveniat-Länderreferent Michael Huhn. Nach Angaben des Hilfswerks handelt es sich um das schwerste Erdbeben auf der Insel seit Menschengedenken.

Mitarbeiter der Welthungerhilfe berichteten von zahllosen Leichen, die sie auf den Straßen der Hauptstadt gesehen haben. Die Kathedralkirche Notre Dame, der Sitz des Erzbischofs sowie die Priesterseminare der haitianischen Hauptstadt seien völlig zerstört.

Gemeinsam mit Bischof Miot lägen Dutzende Priester und Theologiestudenten unter den Trümmern begraben.

Der Inselstaat Haiti ist der westliche Teil der Karibikinsel Hispaniola; der Ostteil Hispaniolas ist die Dominikanische Republik.

Spendenmöglichkeiten bei: Kirche in Not und Missio-Österreich




(C) 2010 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Unglück

  1. Bischof von Córdoba: Nach dem Zugunglück wurden Priester nicht zu Schwerverletzten durchgelassen
  2. Papst trauert um Opfer der Brandkatastrophe in der Schweiz
  3. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  4. Unwetter in Tschechien: Bischof von Brünn besuchte Katastrophenregion
  5. Salzburg: Auto rast in Kirchgänger, Kind tot
  6. Steiermark: Trauer um tödlich verunglückten Pfarrer
  7. Flugzeugabsturz: Unter den Opfern auch kirchliche Mitarbeiter
  8. Kirche lädt zum Gebet für Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
  9. Orkan „Friederike“ beschädigt Kirchtürme und Dächer
  10. Mann in Kirche von Stein erschlagen: Ermittlung in Florenz läuft







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  3. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  4. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  5. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  6. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  7. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  8. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  9. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  10. Britisches Innenministerium stoppt Ermittlungen gegen legale Online-Posts
  11. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  12. Nicht Erinnerung, sondern Gegenwart - Ostern im Riss der Zeit
  13. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  14. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  15. Weltweit gibt es 1,42 Milliarden Katholiken

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz