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Spuren eines Lebens

2. Jänner 2008 in Chronik, keine Lesermeinung
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Ein Film über die 'Kultur des Lebens', obwohl er vom Sterben handelt - Ab 10. Januar in den Kinos - Eine Filmbesprechung von Franziskus v. Ritter-Groenesteyn


München (www.kath.net)
Dieser Film ist einer, der ganz sicher in die Kategorie, Kultur des Lebens, zu zählen ist, obwohl er vom Sterben handelt. Ann Lord (Vanessa Redgrave) ist an der Schwelle des Jenseits angelangt. Bettlägerig, verfällt sie in traumhafte Erinnerungen und fragt sich ob ihr Leben anders verlaufen wäre, wenn sie sich an einem entscheidenden Wendepunkt anders entschieden hätte. So träumt sie immer wieder von einem gewissen „Harris“.

Ihre beiden Töchter haben die kranke Mutter nicht etwa in ein Alters- oder Pflegeheim abgeschoben, sondern kümmern sich liebevoll um sie zuhause. Sie machen nicht viel. Auch die Kinder der älteren Tochter machen nicht viel. Sind einfach da. Dies sind die intensivsten Momente des Films, in denen das große schauspielerische Talent einer Vanessa Redgrave voll zum tragen kommt.

Als Zuschauer sind wir durch die Rückblenden den beiden unterschiedlichen Töchtern immer einen Schritt voraus. Während sie darum rätseln, wer dieser geheimnisvolle Harris ist, ein Mann, von dessen Existenz, sie bisher nichts wussten, tauchen wir ein in die Welt der jungen Ann, in die Welt der unbeschwerten fünfziger Jahre. Die junge Ann Lord (damals noch Grant), hinreißend gespielt von Claire Danes, erlebt die schönsten Augenblicke ihrer ersten großen Liebe. Doch trifft sie die richtige Entscheidung für ihr weiteres Leben?

Während wir nach und nach die ganze Geschichte um Harris erfahren, bleiben die beiden Töchter bis zuletzt im Unklaren. Aber indem sie ihrer sterbenden Mutter ihre Zeit schenken, bekommen sie ihr eigenes Leben in den Griff, können es akzeptieren, so wie es ist, mit allen Ecken und Kanten, aber auch Verheißungen.

Der Film ist ein Plädoyer für eine Kultur des Lebens, Leben, das im Mutterleib beginnt. Spuren eines Lebens (Original Evening) ist deshalb ein zutiefst emotionaler Film. Ein Film, der die zeitlose Liebe zwischen Tochter, Mutter und Kind im gesamten Spektrum des Lebens zu schildern vermag und die große Freundschaft zweier Freundinnen. Ann gelangt an den Punkt, an dem sie erkennt, das Leben wird gut, wenn sie es so annimmt, wie es ist. Dieses Leben hatte zwar viel Leid für sie bereit, doch es hat ihr auch zwei Töchter geschenkt (Natascha Richardson und Toni Colette), zwei Töchter, die sie lieben und die sie liebt. Denn darin besteht der Sinn des Lebens: Die Liebe zu leben, nicht anderes. Der Film kommt am 10. Januar in die Kinos.

KATHTUBE: Der Trailer in deutscher Sprache

KATHTUBE: Der Trailer in englischer Sprache



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