Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  4. Schisma auf leisen Sohlen
  5. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  9. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  10. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  11. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  12. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  13. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  14. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  15. Bericht des US-Justizministeriums: Regierung Biden hat traditionelle Christen intensiv durchleuchtet

Johannes der Täufer und die Berufungen

25. Juni 2007 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Johannes der Täufer ist nicht nur der herausragende Prophet an der Wende der beiden Testamente. Er ist eine Musterbeispiel für eine Berufung durch Gott - Von Pfarrer Christoph Haider


Linz (www.kath.net)
Der Sonntag ist der kirchliche Feiertag schlechthin. Er ist uns Christen so heilig, dass alle anderen kirchlichen Feste vom Sonntag in den Schatten gestellt werden. Nur ganz wenige Ausnahmen gibt es. Das Geburtsfest Johannes des Täufers ist so eine Ausnahme. Johannes der Täufer ist neben der Gottesmutter Maria der einzige Heilige, dessen Geburt als ein Hochfest gefeiert wird auch wenn es auf einen Sonntag fällt.

Warum ist das so? Johannes der Täufer ist nicht nur der herausragende Prophet an der Wende der beiden Testamente. Er ist eine Musterbeispiel für eine Berufung durch Gott. Von seiner Person fällt Licht auch auf unser Leben und unsere christliche Berufung.

Zunächst einmal lassen wir keinen Zweifel daran, dass Jesus der Mittelpunkt unserer Religion ist. Aber er ist eben kein einsamer Hirte, der rings um ihn herum nichts anderes zulässt. Das ganze Leben Jesu war eingebunden in eine Reihe von Beziehungen zu bestimmten Menschen. Als Jesus in die Welt kam, bereitete Johannes ihm den Weg. Er machte als erster auf Jesus aufmerksam. Er führte ihm die ersten Jünger zu.

Gerade an Johannes sehen wir, wie wichtig in unserem Glauben das Leben und Wirken des einzelnen Menschen ist. Wir sind nicht eine undefinierbare Masse. Ein Christ ist ein von Gott berufenes und für eine bestimmte Aufgabe gedachtes Glied in einer großen Kette von Beziehungen. Haben wir schon einmal darüber nachgedacht: Durch unsere Taufe hat uns Gott berufen, in diese Welt einen ganz bestimmten Platz einzunehmen, den niemand anderer hat!? Von Johannes dem Täufer erfahren wir, dass Gott auf ihn schon ein Auge geworfen hatte und ihn für eine bestimmte Mission erwählt hatte, als Johannes noch im Mutterschoß war. Gerade in der Namensgebung des Johannes, die uns heute so ausführlich erklärt wird, sehen wir: der Mensch hat einen Namen bei Gott, er ist einmalig, unverwechselbar. Es ist wie bei einem großen Puzzle, wenn ein Teilchen nicht auf seinem Platz ist, bleibt eine Lücke.

Vielleicht weckt uns dieser Gedanke heute ein wenig auf. Es ist nicht gleichgültig, ob wir unseren Platz im Plan Gottes erkennen und einnehmen. Kein Christ kann sagen, auf mich kommt es nicht an. Es kommt auf mich an, ich bin ein Bindeglied, ein einmaliges persönliches Teilchen im große Plan Gottes für die Welt. Vielleicht geht in der Welt, aber auch in der Kirche manches deshalb durcheinander, weil so wenig Menschen an ihre persönliche Berufung denken. Gott will gewiss das Gute, das Wahre und das Schöne in Umlauf bringen, aber er tut es nicht ohne uns.

In diesen Tagen sind allerorten Priesterweihen. Es ist schön zu sehen, dass es auch heute Menschen gibt, die sich schon in jungen Jahren die Frage gestellt haben: Was hat Gott mit mir vor? Wozu will er mich gebrauchen? Und die dann auch ihr ganz persönliches Jawort zu Gott sagen – wie Johannes der Täufer – zum Segen für die Welt.

Nehmen wir uns immer wieder die Zeit und Muße über unsere eigene Würde und Berufung als Christen nachzudenken. John Henry Newman hat die Wahrheit des persönlichen Gerufenseins von Gott in eine tiefgründige Meditation gekleidet: “God has created me to do Him some definite service; He has committed some work to me, which He has not committed to another. . . .I am a link in a chain, a bond of connection between persons. He has not created me for naught. I shall do good, I shall do His work. I shall be an angel of peace, a preacher of truth in my own place… Therefore I will trust Him.”

Foto: (c) David Ianni



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Berufung

  1. Bistum Nizza stellt Gebetspaket für Berufungen vor
  2. Papst Leo XIV.: "Liebe junge Menschen, hört auf diese Stimme! Hört auf die Stimme des Herrn"
  3. „Mit dem Bischof in unseren Pfarreien um die Gabe heiliger Berufungen zu bitten“
  4. Eine strahlende Braut Christi im isländischen Karmel - Sr. Bianca hat ihre Lebensberufung gefunden
  5. Die Berufung zur Keuschheit - Moraltheologische Überlegungen
  6. Von der Scheidung zum Priester – eine ungewöhnliche Berufung
  7. Die Berufung wurde abgewiesen
  8. Irland: Dieses Jahr werden mehr Bischöfe als Priester geweiht
  9. US-Politiker tritt ab und wird Jesuit
  10. „Die Kirche wächst durch Anziehung, nicht durch Proselytenmacherei“






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  4. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  7. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  10. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  11. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  12. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  13. „Es war, als sähe ich Jesus wirklich“
  14. Paris: Klassische lateinische Messe bringt eine neue Generation in die katholische Kirche
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz