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Linz: Aussendung zum Kirchenbeitragsboykott sorgt für Aufregung

16. März 2007 in Österreich, keine Lesermeinung
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Aktion "Kirchentreu": Ferdinand Kaineder, der Kommunikationsverantwortliche der Diözese Linz, schreibt in einer Aussendung allen Diözesanmitarbeitern


Linz (www.kath.net)
Eine Aussendung von „Ja zum Leben“, in der Dietmar Fischer, Chef von „Human Life“-Österreich zur Unterstützung der Aktion „Kirchentreu“ aufgerufen hat, sorgt für Aufregung in der Diözese Linz. Fischer hatte die vergangenen Tage an etwa 18.000 Gläubige der Diözese mit einer Direktzuschrift appelliert, den Kirchenbeitrag ab sofort auf das Treuhandkonto der „Aktion Kirchentreu“ einzuzahlen. In der Aussendung kritisiert der HLI-Chef, dass es nach wie vor keine personellen Konsequenzen der Affäre um die Jugend-CD gäbe. Kirchenbeitragszahler könnten nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und zuschauen, wie das Beitragsgeld „zweckentfremdet und zerstörerisch für Verhütungs-Propaganda, Links zu Abtreibungskliniken und Homosexuellen-Initiativen“ verwendet werde, meint er. Es sei ein Skandal, dass die dafür verantwortlichen Funktionäre nach wie vor im Amt seien. Sie hätten sich niemals öffentlich für die Aktion entschuldigt, kritisiert Fischer. Geld sei offensichtlich „das einzige, was ihnen zu schaffen macht“ und sie eventuell doch zur Einsicht bringe.

Jetzt hat Ferdinand Kaineder, der offizielle Kommunikationsverantwortliche der Diözese Linz, in einer Aussendung an Pfarrmitarbeiter der Diözese Linz reagiert. In dem Schreiben behauptet er, dass in der Aussendung von Dietmar Fischer fälschlicherweise der Eindruck erweckt werde, Diözesanbischof Schwarz wäre mit der Aktion "Kirchentreu" und dem damit verbundenen Aufruf zum Kirchenbeitragsboykott durch Einzahlung auf ein Treuhandkonto einverstanden. Kaineder bekannte, dass es Gespräche mit den Proponenten gegeben hat und meinte dann, dass sich Diözesanbischof Schwarz immer „eindeutig und ganz klar“ von dieser Vorgehensweise, „den Kirchenbeitrag auf ein Treuhandkonto einzuzahlen, distanziert habe“ und behauptet, dass dies auch bei den Gesprächen mit den Proponenten immer klar und eindeutig zum Ausdruck gebracht wurde. Abschließend ruft Kaineder die Mitarbeiter auf, dass dies den Gläubigen und Anfragenden in geeigneter Weise zur Kenntnis gebracht werden soll. Wie KATH.NET von den Proponenten von „Kirchentreu“ erfahren konnte, war Ferdinand Kaineder allerdings bei keinem einzigen Gespräch zwischen Bischof Schwarz und den Vertretern von „Kirchentreu“ dabei. Kaineder selbst gilt als einer der Hauptverantwortlichen der umstrittenen Jugend-CD, die von Bischof Ludwig Schwarz schließlich verboten wurde. Der Linzer Bischof hatte mehrmals öffentlich zugegeben, dass er in dieser Causa von seinen eigenen Mitarbeitern hintergangen wurde und dass die Jugend-CD ohne seine Erlaubnis ausgeschickt wurde.

Diskussion im Forum

Aktion Kirchentreu

KATHPEDIA: Ferdinand Kaineder



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