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US-Außenministerium verurteilt Prozess gegen Päivi Räsänen wegen Bibelzitat

16. September 2025 in Chronik, keine Lesermeinung
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Der finnischen Abgeordneten wird ‚Hassrede‘ vorgeworfen, weil sie im Zusammenhang mit einer Homosexuellen-Parade die Bibel zitiert hat.


Washington D.C. (kath.net/jg)
Das US-Außenministerium hat am 10. September zur Gerichtsverhandlung der finnischen Politikerin Päivi Räsänen Stellung genommen und die strafrechtliche Verfolgung verurteilt.

„In einer Demokratie sollte niemand vor Gericht gestellt werden, weil er friedlich seine Ansichten geteilt hat. Der Fall der finnischen Abgeordneten Päivi Räsänen, in dem sie der Hassrede beschuldigt wird, weil sie einen Bibelvers geteilt hat, hat keine Grundlage, wie zwei Gerichte einstimmig festgestellt haben“, schrieb das Bureau of Democracy, Human Rights and Labor (DRL), eine Abteilung des US-Außenministeriums, auf X.


Das DRL schloss seinen Beitrag mit einem Zitat aus dem Matthäus-Evangelium: „Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen.“ (Mt 5,11)

Kurz zuvor hatte der Oberste Gerichtshof Finnlands das Datum für eine mündliche Anhörung von Päivi Räsänen und der evangelisch-lutherische Bischof Juhana Pohjola bekannt gegeben. Der finnischen Abgeordneten und dem Bischof wird ‚Hassrede‘ vorgeworfen, weil sie im Zusammenhang mit Homosexalität die Bibel zitiert haben. Beide sind zuvor zweimal von Gerichten niedrigerer Instanz vom Vorwurf der „Hassrede“ freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft erkannte die Urteile nicht an und ging in die jeweils nächste Instanz. Jetzt liegt der Fall vor dem Obersten Gerichtshof. (Siehe Link)

„Ich bin dankbar, dass das US-Außenministerium von meinem Fall Notiz genommen und seine Unterstützung bekundet hat. In einer freien Gesellschaft sollte es niemals ein Verbrechen sein, einen Bibelvers zu teilen oder Ansichten, die im Glauben verwurzelt sind, zu äußern“, antwortete Räsänen. Die Last der juristischen Auseinandersetzung der letzten Jahre sei eine Herausforderung gewesen, doch sei sie zuversichtlich, dass sich die Gerechtigkeit durchsetzen werde, nicht nur für sie, sondern für das Grundrecht auf Redefreiheit in Finnland, fügte sie hinzu.

 

© Foto Päivi Räsänen: ADF International

 


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